26.-27. November 2026
Brechtbau, Wilhelmstraße 50, 72074 Tübingen
Donnerstag: Raum 215, Freitag: Raum 426
Irreführungen sind Äußerungen, durch die man eine Botschaft vermittelt, ohne an deren Wahrheit zu glauben – aber auch, ohne direkt, d.h. in wörtlicher Weise, zu lügen. Irreführungen können auf unterschiedliche Weise entstehen, etwa durch Explikaturen, Implikaturen, Text-Bild-Kombinationen und formale Erwartungen wie Reim. Sie treten in verschiedenen Textsorten auf (Werbung, politische Kommunikation, Comedy, Kriminalromane, Lyrik, …) und verfolgen sehr unterschiedliche Ziele (Aufmerksamkeit erzeugen, Diffamierung, humorvolle Pointen, überraschende Wendungen, …). Der Workshop untersucht, ob die verschiedenen Arten von Irreführungen einheitlich behandelt werden können oder ob sie jeweils völlig unterschiedliche Analysen erfordern. Ein besonderer Fokus liegt erstens auf den sprachlichen Mitteln, die in verschiedenen Textsorten zur Irreführung verwendet werden, zweitens darauf, welche Art von Common Ground Modell für die theoretische Erfassung von Irreführungen angenommen werden sollte und drittens auf der Frage, in welchen Fällen man theoretisch fundiert von einer Strategie sprechen kann.
Der Workshop findet vornehmlich in deutscher Sprache statt, Vorträge in englischer Sprache werden auch angeboten.
Diskussionsbeiträge sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch sind willkommen.
Das Programm können Sie in Kürze hier einsehen.