Meldung
06.10.2026
Andreas Rothfuß als Kanzler bestätigt
Senat und Universitätsrat bestätigten Kanzler für weitere acht Jahre im Amt. Dienstältester gewählter Universitätskanzler Deutschlands leitet die Universitätsverwaltung seit 2003.
Dr. Andreas Rothfuß bleibt Kanzler der Universität Tübingen. Senat und Universitätsrat haben ihn heute, am 6. Oktober, ohne Gegenstimmen, bei einer Enthaltung, für weitere acht Jahre im Amt bestätigt. Seine vierte Amtszeit beginnt am 27. Juli 2027. Damit ist Rothfuß der dienstälteste wiedergewählte Universitätskanzler Deutschlands. Seit 2003 leitet er die Universitätsverwaltung und verantwortet die Bereiche Finanzen, Haushalt, Personal, Bau und Umweltschutz.
Zentrale Aufgaben für die kommende Amtszeit sieht Rothfuß darin, dauerhaft gute Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Erfolg der Universität zu schaffen: eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung, eine moderne, digitale und serviceorientierte Verwaltung sowie eine leistungsfähige Forschungs- und Gebäudeinfrastruktur. „Gleichzeitig wird es angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger, qualifizierte und engagierte Beschäftigte für die Universität zu gewinnen, zu fördern und langfristig an uns zu binden“, sagt Rothfuß. „Wenn es uns gelingt, wissenschaftliche Exzellenz, eine leistungsfähige Organisation und attraktive Arbeits- und Studienbedingungen miteinander zu verbinden, hat die Universität Tübingen hervorragende Voraussetzungen für eine weiterhin sehr erfolgreiche Zukunft.“
„Das Wahlergebnis ist ein deutlicher Vertrauensbeweis für Kanzler Rothfuß, der einen großen Anteil daran hat, dass sich die Universität Tübingen in den vergangenen 20 Jahren zu einer international sichtbaren Exzellenzuniversität entwickeln konnte“, sagt Bernhard Sibold, Vorsitzender des Universitätsrats. „Er hat wesentlich dazu beigetragen, die mit der wissenschaftlichen Dynamik einhergehenden Herausforderungen zu bewältigen und in eine nachhaltige Entwicklung der gesamten Universität zu überführen.“
Professorin Dr. Karla Pollmann, Rektorin der Universität Tübingen, gratulierte Rothfuß zur Wahl: „Die Erfolge unserer Universität bringen neue Herausforderungen mit sich: Sechs Exzellenzcluster erfordern zusätzliche Flächen und Personal, die dynamische Entwicklung der KI-Forschung erhöht den Bedarf an Infrastruktur und Energie. Andreas Rothfuß verfügt über die notwendige Erfahrung und strategische Weitsicht, um die administrativen und strukturellen Voraussetzungen für den künftigen Erfolg der Universität zu schaffen.“
Andreas Rothfuß studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und absolvierte ein MBA-Studium an der Portland State University in Oregon, USA. 1997 wurde er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung an der Universität zu Köln mit einer Arbeit zum Thema „Hochschulen in den USA und in Deutschland: Ein Vergleich aus ökonomischer Sicht“ promoviert. Ab 1997 war Rothfuß im Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg tätig. Dort war er stellvertretender Leiter des Referats für Soziale Betreuung der Studierenden und leitete ab 1999 die Gruppe „Globalhaushalt und neue Steuerungsinstrumente, Controlling“. Seit 2025 ist Andreas Rothfuß Mitglied im Senat der Leibniz-Gemeinschaft.