Meldung
08.10.2026
Birgit Schittek erhält Händel-Tierschutzpreis 2026
Professorin Dr. Birgit Schittek von der Universitäts-Hautklinik und der Medizinischen Fakultät Tübingen ist mit dem Ursula M. Händel-Tierschutzpreis 2026 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet worden. Die Molekularmedizinerin und Leiterin der Arbeitsgruppe Experimentelle Dermatologie erhält den renommierten Preis für die Entwicklung innovativer 3D-Modelle menschlicher Haut. Mit diesen lassen sich Erkrankungen wie Psoriasis, atopische Dermatitis oder Hautkrebs unter möglichst realitätsnahen Bedingungen im Labor untersuchen. Damit können bei zahlreichen Forschungsfragen Tierversuche ersetzt werden.
„Die Auszeichnung ist eine große Anerkennung für die langjährige Arbeit unseres gesamten Teams. Unser Ziel ist es, Modelle zu entwickeln, die die menschliche Haut und ihre Erkrankungen möglichst realitätsnah abbilden. Je aussagekräftiger solche Modelle werden, desto mehr Fragestellungen können wir direkt am menschlichen System untersuchen und damit auch Tierversuche ersetzen“, sagt Professorin Birgit Schittek.
Die DFG würdigt insbesondere die breite Anwendbarkeit der in Tübingen entwickelten Modelle sowie deren großes Potenzial für die dermatologische Forschung. Schitteks Arbeit leistet damit einen wichtigen Beitrag zum 3R-Prinzip (Replace – Vermeiden, Refine – Verbessern, Reduce - Verringern) – insbesondere zum „Replace“, also dem Ersatz von Tierversuchen durch alternative Methoden.
Der Preis wurde am 2. Oktober in Berlin verliehen. Birgit Schittek teilt sich die mit insgesamt 80.000 Euro dotierte Auszeichnung mit Professorin Dr. Christa Thöne-Reineke von der Freien Universität Berlin.
Nach einer Meldung des Universitätsklinikums