Uni Tübingen

Termin

28.10.2026 | Philosophische Fakultät, Institut für die Kulturen des Alten Orients

Die Wahrnehmung von Natur und Welt im Alten Orient

Vorlesungsreihe "Vom Wert der Wissenschaft im Alten Orient"

Datum :

28.10.2026 10:15 Uhr

Veranstaltungsort :

Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11, Aufgang Uhrenturm, Raum 136

Referent/in :

Prof. Dr. Wiebke Meinhold, Universität Tübingen

Weiterführende Informationen : Aktuelles

Wissenschaft fragt danach, wie Dinge wirklich sind. Diese Frage beschäftigt Menschen nicht erst seit der Neuzeit, sondern nachweislich so lang wie menschliches Denken überliefert ist, d.h. seit Erfindung der Schrift um 3200 v. Chr. Im Zentrum steht die Frage nach Identität: Wer sind wir in Bezug auf uns selbst, zueinander und auf unsere Umwelt? Bereits im Alten Orient ist über diese Fragen intensiv nachgedacht worden, was zu frühen Formen von Recht, Medizin, Mathematik, Astronomie, Theologie und Philologie geführt hat. Die Methoden zum Erkenntnisgewinn und die Dokumentation der Erkenntnisse waren zum Teil grundlegend andere als die heute anerkannten. Doch der Wert der Wissenschaft war bereits damals hoch angesehen, weil die Erkenntnisse genutzt wurden für die Regelung gesellschaftlichen Zusammenlebens, die Kommunikation mit den Göttern, die Vorhersage der Zukunft sowie für die Erzielung von Wohlstand und Gesundheit. In Anlehnung an das Motto des 550-jährigen Jubiläums der Universität Tübingen „Vom Wert der Wissenschaft“ zeichnet die Vorlesung die Anfänge wissenschaftlichen Denkens im Alten Orient nach und versucht, wo möglich, Brücken zu schlagen von der Antike in die Moderne.