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12.05.2017

Kleine Fächer: Wissenschaftsministerium fördert zwei Projekte mit Tübinger Beteiligung

Ur- und Frühgeschichte sowie Empirische Kulturwissenschaft erhalten Gelder aus Strukturfonds des Landes

Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg fördert innovative und kreative Projekte, um die Leistungsfähigkeit und Zukunftsperspektive von Kleinen Fächern an den Universitäten des Landes zu sichern und zu stärken. Dazu wurde der Zukunftsrat Kleine Fächer als zentrale Moderationsplattform berufen und ein Strukturfonds eingerichtet, der mit insgesamt drei Millionen Euro für zunächst drei Jahre die Leistungsfähigkeit der Kleinen Fächer weiterentwickeln soll. Seit Juli 2016 wurden bereits sieben Vorhaben gefördert. Im Rahmen einer zweiten Ausschreibung aus dem Strukturfonds wurden vom Zukunftsrat jetzt sechs Anträge wurden zur Förderung ausgewählt, die mit insgesamt rund 1,15 Millionen Euro bis Mitte 2019 gefördert werden. Darunter sind die Projekte "Archäologie der Zukunft – Direktvermittlung Wissen" (Fördersumme: rund 196.000 Euro) und "Vernetzt lernen, forschen, vermitteln" (Fördersumme: rund 250.000 Euro) mit Tübinger Beteiligung.


Das Projekt des Pfahlbaumuseums Unteruhldingen und der Universität Tübingen will gemeinsam Maßnahmen entwickeln, um Fachinhalte für Schulen und eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Besonders erfreulich sei, so das Wissenschaftsministerium, dass sich die Kleinen Fächer wie beispielsweise im Verbundprojekt „Vernetzt lernen, Forschen, Vermitteln“ untereinander vernetzen.


„Wir möchten mit unserer Initiative und unserer Förderung die Vielfalt kleiner Fächer in Baden-Württemberg fördern, ihre Kompetenzen ausbauen, sodass sie die Zukunft mitgestalten können: Kleine Fächer sind ein Garant für Innovationen, sichern ein breites Wissensspektrum und tragen mit ihren Ergebnissen zur Grundlagenforschung bei“, sagt die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Die Projekte mit Tübinger Beteiligung:

  • Archäologie der Zukunft – Direktvermittlung Wissen (Fördersumme: rund 196.000 Euro)
    Das Kleine Fach „Ur- und Frühgeschichte“ steht in diesem Vorhaben im Mittel-punkt: Gemeinsam werden das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen und die Universität Tübingen zukunftsfähige Vermittlungseinheiten für Museen und Schulen entwickeln und so die Fachinhalte in die Schule und in die Öffentlichkeit transferieren. Dabei stehen innovative Materialien und Methoden im Fokus, um die Bevölkerung direkt aus den Wissenswerkstätten zu informieren.
  • Vernetzt lernen, forschen, vermitteln (Fördersumme: rund 250.000 Euro)
    Fünf wissenschafts- und sammlungsorientierte Institutionen haben sich in diesem Vorhaben zusammengefunden, um das Kleine Fach „Empirische Kulturwissen-schaft“ zu stärken, indem umfangreiche vorhandene Sammlungen als Ressource für Lehre und gesellschaftlichen Wissenstransfer genutzt werden (Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie/Universität Freiburg, Zentrum für Populäre Kultur und Musik/Universität Freiburg, Badisches Landesmuseum Karlsruhe, Außenstelle Südbaden, Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft/Universität Tübingen, Landesmuseum Württemberg Stuttgart, Landesstelle für Volkskunde). So entstehen kooperative Strukturen von universitären und außeruniversitären Einrichtungen, die eine hohe Sichtbarkeit generieren und so die Wettbewerbsfähigkeit des kleinen Faches mit der ausgewiesenen Expertise zum alltagskulturellen Erbe steigern und stärken wird.

Vollständige Pressemitteilung des MWK mit allen geförderten Projekten:

Kleine Fächer - Wissenschaftsministerium fördert sechs „Exoten“ in Freiburg, Tübingen, Heidelberg und Hohenheim

Weitere Informationen:

http://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/hochschulen-studium/kleine-faecher

Maximilian von Platen

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