Uni Tübingen

Sabrina Kremling

Wissenschaftliche Mitarbeiterin


Kontakt

Universität Stuttgart
SFB 1391 „Andere Ästhetik“
Keplerstr. 17
D-70174 Stuttgart

Raum 3.022

+49 (0) 711 685 83077
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Kurzvita

Seit 2026

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich 1391 Andere Ästhetik, B3: Mittelhochdeutsche Semantiken des Ästhetischen. Ein digitales lexikologisches Informationssystem, Universität Stuttgart

2026

Abschluss des Baden-Württemberg Zertifikats Hochschuldidaktik, Arbeitsstelle Hochschuldidaktik, Eberhard Karls Universität Tübingen / Hochschuldidaktikzentrum Baden-Württemberg

Seit 2024

Lehrbeauftragte am Deutschen Seminar, Eberhard Karls Universität Tübingen

Seit 2024

Promotionsstudium im Fach Ältere deutsche Sprache und Literatur, Eberhard Karls Universität Tübingen

2022–2024

M.A. Deutsche Literatur, Eberhard Karls Universität Tübingen

2020–2022

B.A. Germanistik (Hauptfach) und Internationale Literaturen (Nebenfach), Eberhard Karls Universität Tübingen

Stipendien

  • Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes (Seit 2025)
  • Studienstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes (2022–2024)

Forschung

Forschungsprojekt

Glanzmomente. Verhandlungen von ‚Licht‘, ‚Glanz‘ und ‚Schein‘ in der mittelhochdeutschen Epik

Die Verwendung der Lexeme ‚Licht‘, ‚Glanz‘ und ‚Schein‘ sowie Darstellungen und Phänomene des Leuchtens, Glänzens und Scheinens nehmen im Bereich weltlicher Texte im Hochmittelalter aufgrund der Ausdifferenzierung der höfischen Kultur des weltlichen Adels in hohem Maß zu. Es werden Figuren, Dinge und Ereignisse als leuchtend und glänzend benannt und dargestellt, um Beschreibungsmöglichkeiten höfischer Prachtentfaltung literarisch zu erproben sowie gesellschaftlich zu reflektieren. Kontextuell verorten sich die Texte dabei nicht nur in der höfischen Sphäre, sondern auch in christlichen Diskussionsfeldern. Nach mittelalterlich-theologischen Perspektiven kann der ‚Glanz‘ der Sujets auf der Ebene der histoire auf Gott bzw. das göttliche Licht verweisen und damit in besonderer Weise legitimiert werden. Er kann aber auch als bloßer Anschein, verbunden mit pejorativen Wertungen wie Eitelkeit, Selbstgefälligkeit und Täuschung, abgelehnt werden. Da die literarischen Texte intendieren, Figuren und deren Geschichten ‚zur Erscheinung‘ zu bringen, ist auch die Erzählweise auf der Ebene des discours aufgrund eines hohen rhetorischen Darstellungsaufwands als ‚glänzend‘ zu beschreiben. Sie kann jedoch gerade durch den Darstellungsaufwand auch als irreführend eingeschätzt werden, indem sie die Rezipierenden u.U. dazu verleitet, ausschließlich der glänzenden Oberfläche zu verfallen, anstatt durch Reflexionen Erkenntnisse aus der Auseinandersetzung mit dem Text zu gewinnen. Als zentral erweist sich daher die in den Texten auf beiden Ebenen ausgehandelte Grundspannung zwischen einem erkenntnisfördernden Zur-Erscheinung-bringen und einem erkenntnisverweigernden Anschein. Das Dissertationsvorhaben wendet sich ebendieser Grundspannung in ausgewählten Texten der mittelhochdeutschen Epik zu und versucht deren narrative Erscheinungsformen, kontextuelle Implikationen und ästhetische Potentiale anhand differenzierter Analysen herauszuarbeiten.

Publikationen

Aufsätze

Disability im höfischen Roman? Überlegungen zu Hartmanns von Aue Iwein, in: Olivier Richard / Martin Rohde (Hgg.): Disability, Armut und Arbeit im Mittelalter. Freiburger Kolloquium 2025, Wiesbaden vorauss. 2026 (Scrinium Friburgense), 22 S. [von den Hgg. angenommen].

Kleinere Beiträge

[mit Gitta Windt] Tagungsbericht: NATURA & ceTERRA. Zur Ästhetik von Naturorten im Mittelalter, in: H-Soz-Kult, 27.03.2026, URL: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-161117 (letzter Zugriff: 27.03.2026).

Vorträge

11/2026: „Ein Pokal, verschiedene Blickweisen. Zur textuellen Aushandlung von Schein und Anschein in Konrad Flecks Flore und Blanscheflur“. Vortrag im Rahmen der Kooperation der mediävistischen Oberseminare der Universitäten Zürich und Tübingen, Universität Zürich, 04.–05.11.2026.

09/2026: „Konfliktmomente. (Unerwartete) Fundorte von Beraten und Streiten in Gottfrieds von Straßburg Tristan“. Vortrag im Rahmen der Tagung „Beraten und Streiten. Literarische Dissenskommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit“, Justus-Liebig-Universität Gießen, 04.–05.09.2026.

06/2026: „Eine Frage des Blicks. Zu Erkenntnis- und Täuschungspotentialen der Minnegrotte und dem Erzählen von ihr in Gottfrieds von Straßburg Tristan“. Vortrag im Rahmen des mediävistischen Oberseminars, Eberhard Karls Universität Tübingen, 23.06.2026.

05/2026: [mit Prof. Dr. Annette Gerok-Reiter] „Warum malen wir Bilder?". Vortrag im Rahmen der Kinder-Uni Weil der Stadt, Schulzentrum Weil der Stadt, 07.05.2026.

04/2026: [mit Prof. Dr. Annette Gerok-Reiter] „Warum malen wir Bilder?". Vortrag im Rahmen der Kinder-Uni Oberschwaben, Federseeschule Bad Buchau, 15.05.2026.

02/2026: „Fragen von Sprach- und Handlungsmacht: Ginover als transtextuelle Figur für das Experimentieren mit Genderrollen“. Vortrag im Rahmen des 17. Kolloquiums der Deutsch-österreichischen Sektion der Internationalen Artusgesellschaft „Arthurische Interfiguralität“, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 25.–28.02.2026.

12/2025: „Von Potentialen und Herausforderungen für die sinnliche Wahrnehmung und für die Figureninteraktion. Interpretationsansätze zur Petitcreiu-Episode in Gottfrieds von Straßburg Tristan“. Vortrag im Rahmen des mediävistischen Oberseminars, Eberhard Karls Universität Tübingen, 02.12.2025.

11/2025: „Nicht einfach nur von A nach B. Oder: Fortbewegung als Herausforderung für die Figurenwahrnehmung und das Erzählen in Wirnts von Grafenberg Wigalois“. Vortrag im Rahmen der Tagung „Von A nach B im Mittelalter – Bewegung erzählen und erfahrbar machen“, Universität des Saarlandes, 13.–14.11.2025.

09/2025: „Vom Einsturz und der Neukonfiguration von Brücken. Oder: Ästhetische Potentiale der Lichtmetaphorik in der Lyrik Heinrichs von Morungen“. Vortrag im Rahmen der Tagung „Brücken bauen. Metaphern und Symbole an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Linguistik“ des SFB 1391 Andere Ästhetik, Tübingen, 24.–26.09.2025.

09/2025: „Disability im höfischen Roman? Überlegungen zu Hartmanns von Aue Iwein“. Vortrag im Rahmen des Freiburger Colloquiums 2025 „Disability, Armut und Arbeit im Mittelalter“, Universität Freiburg i.Üe., 03.–05.09.2025.

07/2025: „Von der Scheinhaftigkeit der Idylle. Überlegungen zur Blumenmädchen-Episode im Straßburger Alexander“. Vortrag im Rahmen des mediävistischen Oberseminars, Eberhard Karls Universität Tübingen, 08.07.2025.

06/2025: „Altes Baumaterial, neue Konstruktion. Zur Relation von Wiederverwendung und Kreativität in Grabmaldarstellungen der mittelhochdeutschen Epik“. Vortrag im Rahmen der Nachwuchstagung „Aus Alt mach NEU!? – Die Ästhetik von Wiederverwendung und Kreativität" des SFB 1391 Andere Ästhetik, Tübingen, 25.06.2025.

05/2025: [mit Prof. Dr. Annette Gerok-Reiter] „Warum malen wir Bilder?". Vortrag im Rahmen der Tübinger Kinder-Uni, Eberhard Karls Universität Tübingen, 27.05.2025. Weitere Informationen finden sich hier.

03/2025: „(K)ein Anfang. Verhandlungen des Sich-Verliebens in Hartmanns von Aue Erec“. Vortrag im Rahmen des Arthurischen Nachwuchsnetzwerks der Internationalen Artusgesellschaft, 26.03.2025 [digital].

11/2024: „Glanzmomente. Verhandlungen von ‚Licht‘, ‚Glanz‘ und ‚Schein‘ in der mittelhochdeutschen Epik – Vorstellung des Dissertationsprojekts". Vortrag im Rahmen des mediävistischen Oberseminars, Eberhard Karls Universität Tübingen, 05.11.2024.

10/2024: „Göttliche Körperlichkeit im Minnesang? Überlegungen zu Heinrichs von Morungen Owê sol aber mir jemer mê (MF 143,22)“. Vortrag im Rahmen des Workshops „Materialisationen des Göttlichen. Bilder der Minne – Bilder des Körpers in mystischen Texten und im Minnesang" des SFB 1391 Andere Ästhetik, Tübingen, 24.–25.10.2024.

Tagungen und Workshops

07/2026: [Organisation und Durchführung mit Lara Schuster] „Warum malen wir Bilder?“. Zwei Workshops im Rahmen des Kinder-Uni-Forschungstags, Eberhard Karls Universität Tübingen, 04.07.2026.

07/2024: „Einführung in das Verfassen von Hausarbeiten“. Workshop im Rahmen des Proseminars II „Held, Ritter, Sänger. Gattungen im Vergleich“ von Prof. Dr. Annette Gerok-Reiter, Eberhard Karls Universität Tübingen, 31.07.2024.

Öffentlichkeitsarbeit

Beiträge zur Öffentlichkeitsarbeit sind auf dieser Seite zu finden.


Lehrveranstaltungen

SoSe 2026

PS II: Hartmanns von Aue Erec

Wintersemester 2025/2026

PS II: Minnesang

Sommersemester 2025

PS II: Gottfrieds von Straßburg Tristan

Wintersemester 2024/2025

PS II: Hartmanns von Aue Iwein