Uni-Tübingen

Advanced Quantum Physics - Master

Eckdaten zum Studiengang

Fakultät
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Abschluss
Master

Zulassungsbeschränkung
Nein

Regelstudienzeit
4 Semester

Kombinationsfach erforderlich?
Nein

Bewerbungsfrist 1. Fachsemester

Bewerbungsfrist für Deutsche, EU-Bürger/innen und Bildungsinländer/innen 
Wintersemester: 30.09

Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Bürger/innen
Wintersemester: 17.07

Gilt für alle Bewerber/innen mit deutscher oder EU-Hochschulzugangsberechtigung.

Studienbeginn
Wintersemester

Unterrichtssprache
Englisch

Finanzen
Beiträge und Gebühren

Jetzt bewerben

Voraussetzung und Bewerbung

Dieser Studiengang ist zulassungsfrei, d.h. Sie erhalten einen Studienplatz, wenn Sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Zur Prüfung dieser Voraussetzungen ist dennoch eine Bewerbung erforderlich. Es findet kein Auswahlverfahren statt.

Voraussetzung für das Studium des Master of Science in Advanced Quantum Physics ist ein Bachelorabschluss im Fach Physik, in einem verwandten Studiengang mit im Wesentlichen gleichem Inhalt oder ein gleichwertiger Abschluss mit jeweils mindestens einschließlich der Note 2,5. Zudem müssen überdurchschnittliche Leistungen insbesondere in folgenden Fächern der Bachelorausbildung erbracht worden sein:

  • Quantenmechanik

  • Atomphysik

  • Physik der Kondensierten Materie

Voraussetzung für das Studium im Masterstudiengang sind Nachweise über Kenntnisse der englischen Sprache auf dem Niveau der Stufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER).

Es handelt sich um einen sog. „Mono-Master“, d.h. das Studium erfolgt in einem wissenschaftlichen Fach.

Details zum Studiengang

Das wissenschaftliche Profil im Bereich Quantenwissenschaften wird durch die im CQ vertretetenen Arbeitsgruppen festgelegt. Sie beschäftigen sich mit Atom-Licht-Wechselwirkungen, Rydberg-Physik, Quantensensoren, Quantengasen in magnetischen und optischen Fallen, Resonatoren im optischen als auch im Mikrowellenbereich, Vielteilchen-Quantensystemen und hybriden Systemen bestehend ultrakalten Atomen und supraleitenden Strukturen. Hierbei handelt es sich durchgehend um Plattformen, auf denen Quantentechnologien aufbauen.

Eine Besonderheit des Studiengangs „Quantum Science“ ist das verpflichtende Modul „Discussing Comprehensive Problems of Quantum Science“, bei dem die Studierenden in peer-learning Gruppen die Studieninhalte wiederholen. Gerade so hochkomplexe Themen wie in den Quantenwissenschaften können nicht allein durch das Hören von Vorlesungen erlernt werden, sondern es ist für das Verständnis zwingend notwendig, sich selbst und im Austausch mit anderen mit den Themen zu beschäftigen. Die Diskussion mit den Mitstudierenden ist eine wichtige Methode, um das Sprechen über schwierige Inhalte einzuüben und hierbei Lücken zu erkennen und zu beheben. Das Modul wird durch eine mündliche Prüfung abgeschlossen, bei der die Inhalte aller der im Masterstudiengang erworbenen Kenntnisse in zusammenhängenden Fragestellungen abgefragt werden können.

Im ersten Jahr des Masterstudiums (der fachlichen Vertiefungsphase) belegen die Studierenden grundlegende und vertiefende Vorlesungen aus dem Gebiet „Quantum Science“ (z.B. „Elemente der Quantentechnologien“, „Quantenoptik“, „Laserkühlen und Quantengase“, „Rydberg-Physik“, „Vielteilchen-Quantensysteme“). Alle Vorlesungen werden durch Übungen ergänzt und durch mündliche Prüfungen abgeprüft.

Die Studierenden belegen außerdem mindestens eines der angebotenen Laborpraktika. Hierfür sind mit den Laborversuchen zur Laserphysik und zur Quantenoptik bereits Strukturen (eingerichtete Laborräume und die entsprechenden Kurse) vorhanden. Da mit dem neuen Masterstudiengang sich die Teilnehmerzahl erhöhen wird, wird zusätzliche Ausstattung für die Laborarbeitsplätze benötigt. Die Studierenden sollen außerdem Module im Umfang von mindestens 6 ECTS Punkten eines benachbarten Gebiets der Physik zu belegen, z.B. „Astroparticle physics“, oder „Physik der Nanostrukturen“. Das Modul muss vorab vom Studiengangskoordinator genehmigt werden.

Im zweiten Jahr (der Forschungsphase) erarbeiten die Studierenden zunächst die notwendigen Spezialkenntnisse für die Durchführung eines Forschungsprojekts und erwerben Fertigkeiten der experimentellen bzw. theoretisch-mathematischen Praxis. Anschließend führen sie ein Forschungsprojekt selbständig im Rahmen der Master-Arbeit durch.

Freiwilliger Auslandsaufenthalt
In jedem Studiengang ist ein freiwilliger Auslandsaufenthalt möglich. Mit der Planung sollte ca. ein bis eineinhalb Jahre vor der Abreise begonnen werden. 
Weitere Informationen und Beratung zum Auslandsstudium finden Sie auf der fachübergreifenden Seite Wege ins Ausland. Zudem bieten einige Fächer auch eigene Informationen zu Auslandsaufenthalten an. 

Zahlen und Fakten:

Im Wintersemester 2020/21 sind für die Physik-Studiengänge alle Abschlüsse rund 720 Studenten eingeschrieben. Die Immatrikulierten verteilen sich u.a. auf folgende Studiengänge:

  • Bachelor of Science: 351
  • Master of Science: 83
  • Astro- and Particle Physics Master of Science: 62
  • Bachelor of Education: 98
  • Astronomie Bachelor of Education Nebenfach: 1
  • Bachelor of Education Vorleistungen Erweiterungsfach: 4
  • Master of Education: 14
  • Lehramt Gymnasium: 26
  • Erweiterungsprüfung Hauptfach: 6
  • Erweiterungsprüfung Nebenfach: 3
  • Promotion: 109
  • Diplom: 14

Das Modulhandbuch des M.Sc. Advanced Qautum Physics beschreibt die Ziele und den Aufbau eines Studiengangs. Sie finden im Modulhandbuch genauere Angaben zu Art und Umfang aller Module sowie deren Lehrveranstaltungen, Anforderungen und Prüfungen. Ein idealtypischer Studienverlaufsplan im Modulhandbuch hilft bei der Planung Ihres Studiums. Das Modulhandbuch und die Prüfungsordnung helfen Ihnen, die Rahmenbedingungen Ihres Studiums zu verstehen und die richtigen Module/Lehrveranstaltungen auszuwählen.

Die Studien- und Prüfungsordnung des M.Sc. Advanced Quatum Physics enthält rechtlich verbindliche Regelungen zu einem Studiengang. Darin ist unter anderem festgelegt, welche Module eines Studiengangs absolviert und welche Prüfungen abgelegt werden müssen, um den Studiengang erfolgreich abzuschließen. Die Studien- und Prüfungsordnung regelt auch, wie oft Prüfungen wiederholt werden können, welche Fristen für die Prüfungen eines Studiengangs gelten und wie die Abschlussnote berechnet wird. Die Prüfungsordnung und das Modulhandbuch helfen Ihnen, die Rahmenbedingungen Ihres Studiums zu verstehen und die richtigen Module/Lehrveranstaltungen auszuwählen.

Entscheidungshilfe bei der Studienwahl

Entscheidungshilfen für ein Erststudium

Die Universität bietet Hilfen zur Entscheidungsfindung an. Dazu gehören z.B. der Besuch von Lehrveranstaltungen, Orientierungsveranstaltungen zu Studienwahlthemen sowie verschiedene Beratungsangebote. Weitere Hinweise finden Sie auf den Seiten für Studieninteressierte.

Entscheidungshilfen für Masterstudiengänge

Bei der Studienwahlentscheidung für die Masterstudiengänge spielen Spezialisierung, Schwerpunktsetzung und forschungs- sowie berufsbezogene Kriterien eine Rolle. Für Interessierte an Masterstudiengängen gibt es eine Vielzahl an Orientierungshilfen wie z.B. den Besuch von Lehrveranstaltungen und spezielle Beratungs- sowie Informationsangebote (z.B. Zentrale Studienberatung, Studienfachberatung, Career Service). Nähere Informationen finden Sie unter Beratung und Information.

Nach dem Studium

Absolventen mit einem Master Abschluss in Quantum Science qualifizieren sich für eine Promotion in einem der Teilgebiet der Quantenwissenschaften, z.B. in der Quantenoptik, Atomphysik, Quanteninformation, Quantensimulation, Quanten-Kommunikation, Quantum Computing, oder auch Quantenmetrologie. Doktoranden mit Vorerfahrungen in einem der Gebiete sind hochbegehrt in den entsprechenden Arbeitsgruppen weltweit.

Die Berufsfeldoptionen außerhalb der Wissenschaft liegen für die Absolventen vor allem im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich, als auch im Finanz-, Beratungs- und Versicherungssektor. Je weiter technische Produkte entwickelt werden, umso mehr müssen Quanteneffekte berücksichtigt werden, bzw. spielen eine entscheidende Rolle für die Funktionalität. Ein Beispiel ist hier die Miniaturisierung von Sensoren in der Nanotechnologie. Seit kurzem werden Quanteneffekte auch vermehrt ganz bewusst eingesetzt, um bestimmte Funktionalitäten zu erreichen, z.B. die Verschränkung von Quantenteilchen für die sichere Datenkommunikation. Diese Entwicklung wird als zweite Quantenrevolution bezeichnet und wird momentan von der Europäischen Union mit einem Flaggschiff-Programm mit 1 Milliarde Euro gefördert. Absolventen auf diesem Gebiet sind prädestiniert dafür, neue Ideen durch die Ausgründung von Spin-off Firmen selbst zu gestalten. Sie stehen außerdem hoch im Kurs als Arbeitnehmer, sowohl bei mittelständischen Unternehmen, wie z.B. der HighFinesse GmbH oder der Swabian Instruments GmbH, bei größeren Unternehmen wie der Toptica Photonics AG, als auch bei großen Konzernen wie der Robert-Bosch GmbH, der Carl Zeiss AG, der Trumpf Laser GmbH, der Siemens AG, und der Airbus SE.

Die Tatsache, dass ein Bedarf an Experten im Bereich Quantum Science besteht, wird auch durch die Hightech Strategie der Bundesregierung signalisiert: https://www.hightech-strategie.de/de/hightech-strategie-2025-1726.html

Beratung und Praktika
Der Career Service der Universität berät bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg. Praktika und Jobs finden Sie im Praxisportal.

Im Anschluss an den Master ist die Möglichkeit zur Promotion gegeben. Informationen zur Promotion finden Sie auf der Promotionsseite der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Hier finden Sie alle Informationen zur Ehemaligen-Vereinigung Alumni Tübingen.

 Alle Studiengänge