Uni-Tübingen

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10.02.2017

Mit Heliumionen in die Nanowelt

Neues Helium-Neon-Ionenmikroskop

Doktorandin Inci Can (sitzend) und Dr. Ronny Löffler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for Light-Matter Interaction, Sensors & Analytics (LISA+). Foto: Universität Tübingen / Friedhelm Albrecht
Doktorandin Inci Can (sitzend) und Dr. Ronny Löffler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for Light-Matter Interaction, Sensors & Analytics (LISA+). Foto: Universität Tübingen / Friedhelm Albrecht

Das Zentrum für Licht-Materie-Interaktion, Sensoren und Analytik (LISA+) der Universität Tübingen hat am Freitag mit einem Festsymposium sein neu installiertes Helium-Neon-Ionenmikroskop eingeweiht. Die Beschaffung des Orion NanoFab der Carl Zeiss Microscopy GmbH im Wert von ca. 1.5 Millionen Euro wurde durch die Unterstützung der Universität und der Deutschen Forschungsgemeinschaft ermöglicht. Im Rahmen des Einweihungs-Programms sprach Dr. Peter Gnauck (Carl Zeiss NTS GmbH, Oberkochen) zum Thema „Heliumionenmikroskopie: Hochauflösende Abbildung und Nanostrukturierung mit He und Ne Ionen“ und Dr. Tom Wirtz (LIST Luxemburg) hielt einen Vortrag zum Thema „SIMS auf dem Helium Ionen Mikroskop: Eine neue Technik für hochauflösende Nanoanalytik“. Weitere Kurzvorträge hielten die Referenten Dr. Claus Burkhardt (NMI Reutlingen) über „Erste und frühe Erfahrungen mit HIM“, Dr. James Byrne (Geowissenschaften, Universität Tübingen) zu „Using He-Ion microscopy to map the growth and mineralization of twisted stalks by microaerophilic Fe(II)-oxidizing bacteria“, Benedikt Müller (Physikalisches Institut, Universität Tübingen) zum Thema „NanoSQUIDs: ultrasensitive Detektoren für magnetische Nanopartikel“ sowie Christoph Dreser und Florian Laible (Institut für Angewandte Physik, Universität Tübingen) zum Thema „Optische Antennen hergestellt mittels fokussiertem Heliumionenstrahl“.


Die Core Facility LISA+ ist eine zentrale naturwissenschaftliche Forschungs- und Service-Einrichtung der Universität, die das Ziel hat, Forschungs-Infrastruktur effizient zu nutzen sowie internen und externen Wissenstransfer zu fördern. Das neue Gerät eröffnet neue Möglichkeiten zur Mikroskopie und Nanofabrikation – hier wird ein fokussierter Helium- oder Neon-Ionenstrahl zur hochauflösenden Abbildung oder Bearbeitung von Oberflächen eingesetzt. Das Mikroskop ist eine neue und sehr innovative Entwicklung und wird in der Core Facility allen Mitgliedern der Universität sowie externen Nutzern zur Verfügung stehen.

Antje Karbe

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