Uni-Tübingen

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20.04.2016

Tübinger Studierende gewinnen erstmalig International Roman Law Moot Court

Angehende Juristen der Universität Tübingen setzen sich bei Prozesssimulation gegen Teams sieben anderer Universitäten durch

Die Tübinger Teilnehmer des International Roman Law Moot Court v.l.n.r.: Adrian König, Karolin Dirscherl, Sima Samari und Susanne Renz. Foto: privat

Beim neunten International Roman Law Moot Court (dt. fiktives Gericht) vom 6. bis 9. April 2016 in Wien errangen vier Tübinger Jurastudierende erstmalig den ersten Platz. An der Prozesssimulation nahmen Studierende der Universitäten Athen, Cambridge, Liège, Neapel, Oxford, Trier und Wien teil. Sie traten dabei als Anwälte in einem fiktiven justinianischen Zivilprozess auf und versuchten, die Richter vom Standpunkt ihres Mandanten zu überzeugen.

Für die Universität Tübingen nahmen Sima Samari und Susanne Renz als Kläger sowie Karolin Dirscherl und Adrian König als Beklagtenvertreter teil. Sie waren in einem vorangehenden Bewerbungsverfahren ausgewählt worden. Das Team, das von Professor Thomas Finkenauer und Sebastian Schneider von der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen betreut wurde, begann bereits im Januar mit der Einarbeitung in die rechtlichen Probleme des fiktiven Falles. Zur Vorbereitung absolvierten sie auch einige Probeverhandlungen, bei denen ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs als Richter fungierten.

Der ausgewählte Fall behandelte verschiedene Probleme des Deliktsrechts und der Geschäftsführung ohne Auftrag, die von den Teilnehmern bedacht werden mussten. Zudem stellten sich die Studierenden den kritischen Nachfragen der Richter, zu denen unter anderem die Professoren der beteiligten Universitäten zählten.

Das Tübinger Team gewann alle Vorrundenbegegnungen gegen Neapel, Oxford und Wien und zog damit als Gruppenerster ins Halbfinale ein, wo es das Team aus Liège, das als Beklagtenvertreter fungierte, besiegte. Auch im Finale gegen das Klägerteam der Universität Cambridge konnten sich die Tübinger mit ihrer Argumentation und rhetorischem Geschick durchsetzen und damit den Sieg des Wettbewerbs erringen.

Sima Samari und Karolin Dirscherl wurden bei der Preisverleihung im Rahmen des Clifford Chance LLP European Private Law Dinner zudem für ihre außergewöhnlichen rhetorischen Fähigkeiten als beste bzw. drittbeste Rednerin des gesamten Wettbewerbs ausgezeichnet.

Weitere Informationen: http://www.jura.uni-tuebingen.de/professoren_und_dozenten/finkenauer/romanlawmootcourt

Sebastian Schneider

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