Uni-Tübingen

Nobelpreise

Der seit 1901 jährlich verliehene Nobelpreis gilt als höchste Auszeichnung in der Wissenschaft. Er deckt die Kategorien Physik, Chemie, Medizin, Literatur, Wirtschaft und Friedensbemühungen ab.
Die Nobelpreisträgerinnen und -träger in Verbindung mit der Universität Tübingen:

Medizin

1991
Bert Sakmann

Bert Sakmann (*1942) erhielt den Nobelpreis 1991 für seine Entdeckungen zur Funktion von einzelnen Ionenkanälen in Zellen. Sakmann studierte u.a. an der Universität Tübingen Medizin.

1995
Christiane Nüsslein-Volhard

Christiane Nüsslein-Volhard (*1942) erhielt den Nobelpreis 1995 für ihre grundlegenden Erkenntnisse über die genetische Kontrolle der frühen Embryoentwicklung. Sie studierte an der Universität Tübingen von 1964 bis 1968 Biochemie und promovierte dort 1973. Seit 1991 ist sie zudem Honorarprofessorin der Universität.

1999
Günter Blobel

Günter Blobel (*1936) erhielt den Nobelpreis 1999 für die Entdeckung der in Proteinen eingebauten Signale, die ihren Transport und die Lokalisierung in der Zelle steuern. Er studierte an der Universität Tübingen Medizin und promovierte dort von 1958 bis 1960.

Chemie

1904
William Ramsay

William Ramsay (1852-1916) erhielt den Nobelpreis 1904 für die Entdeckung der flüchtigen gasförmigen Elemente in der Luft. Ramsay studierte u.a. an der Universität Tübingen und wurde dort auch promoviert.

1907
Eduard Buchner

Eduard Buchner (1860-1917) erhielt den Nobelpreis 1907 für seine biochemischen Untersuchungen und die Entdeckung der zellfreien Gärung. Buchner war von 1896 bis 1898 Professor für Chemie an der Universität Tübingen.

1923
Fritz Pregl

Fritz Pregl (1869-1930) erhielt den Nobelpreis 1923 für die Entwicklung der Mikroanalyse organischer Substanzen. Pregl studierte 1904 unter anderem an der Universität Tübingen.

1939
Adolf Butenandt

Adolf Butenandt (1903-1995) erhielt den Nobelpreis 1939 für die Erforschung der Keimdrüsenhormone. Butenandt war von 1945 bis 1956 Leiter des Tübinger Max-Planck-Instituts für Biochemie und Professor für Physiologische Chemie an der Universität Tübingen.

1979
Georg Wittig

Georg Wittig (1897-1987) erhielt den Nobelpreis 1979 für die Entwicklung von Bor- beziehungsweise Phosphorverbindungen in wichtigen Reagenzien innerhalb organischer Synthesen. Wittig studierte von 1916 bis 1920 Chemie an der Universität Tübingen und war dort von 1944 bis 1956 Professor für Chemie.

1988
Hartmut Michel

Hartmut Michel (*1948) erhielt den Nobelpreis 1988 für die Erforschung der dreidimensionalen Struktur des Reaktionszentrums der Photosynthese bei einem Purpurbakterium. Michel studierte von 1969 bis 1974 Biochemie an der Universität Tübingen.

Physik

1909
Ferdinand Braun

Ferdinand Braun (1850-1918) erhielt den Nobelpreis 1909 als Anerkennung seiner Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegraphie. Braun war zwischen 1885 und 1895 in leitender Funktion an der Gründung und dem Aufbau des Physikalischen Instituts beteiligt.

1967
Hans Bethe

Hans Bethe (1906-2005) erhielt den Nobelpreis 1967 für seine Arbeiten über die Energieumwandlung in Sternen. Bethe lehrte 1932/33 an der Universität Tübingen.