Im Rahmen der CIVIS-Allianz ist die Förderung der Mobilität von Studierenden ein zentraler Baustein, auch die Förderung virtueller Mobilität. Voraussetzung hierfür ist die Kooperation von Lehrenden.
Konkret ist daran gedacht, dass Partner aus verschiedenen CIVIS-Universitäten sich zusammenfinden und gemeinsam eine digitale Lehrveranstaltung, ein Modul oder auch ein gemeinsames Arbeitsprogramm im Rahmen einer Summer School konzipieren und durchführen. Um digitale Szenarien zu entwickeln und umzusetzen, werden Beratung und Unterstützung angeboten.
Collaborative International Online Learning (COIL)
Globales Lernen funktioniert nicht ohne authentische internationale Erfahrungen – ebenso wenig wie Schwimmen auf dem Trockenen. Daher brauchen Lernende die Möglichkeit, sich mit Menschen aus unterschiedlichen Kontexten über gemeinsame Herausforderungen auszutauschen – lokal, global und online.
COIL (Collaborative Online International Learning) ist ein effektives Format für globales Lernen. Es bringt Lehrende aus unterschiedlichen Ländern und Fachbereichen zusammen, um gemeinsam Lernprojekte zu gestalten, die zeitliche, sprachliche und kulturelle Grenzen überwinden und den Studierenden ermöglichen, eigene Sichtweisen einzubringen und zu erweitern.
Merkmale von COIL:
Eingebettet in bestehende Präsenz-, Hybrid- oder Online-Kurse
Disziplinübergreifend oder disziplinintern anwendbar
Dauer von etwa 4 bis 8 Wochen
Typische Elemente:
Kennlernaktivitäten zur Vertrauensbildung
Gemeinsame Aufgaben in Internationalen Teams
Reflexionsphasen zur Förderung neuer Denkweisen
Technologie ermöglicht die Verbindung zu Menschen weltweit – ob über Video- und Sprachanrufe oder einfache, smartphonebasierte Kommunikationsformen. Erfolgreiche COIL-Projekte profitieren von Unterstützung in den Bereichen Lerntechnologie und internationaler Zusammenarbeit. COIL ist ein bewährter Ansatz für globales Lernen, insbesondere in Verbindung mit weiteren Lernmöglichkeiten wie Sprachkursen, interkulturellem Austausch, Auslandsaufenthalten oder internationalen Forschungskooperationen.
Typischer Ablauf eines COIL-Projekts an der Universität Tübingen
Ein COIL-Projekt an der UT dauert in der Regel 3 bis 5 Wochen, wobei auch längere Zeiträume möglich sind
Jede beteiligte Hochschule bewertet eigenständig ihre Lernziele und Ergebnisse
Beginn mit einer Icebreaker-Aktivität, um das gegenseitige Kennenlernen zu fördern und die virtuelle Zusammenarbeit zu erleichtern
Internationale Studierendenteams arbeiten gemeinsam an Projekten und herausforderungsorientierten Lernaufgaben
Zum Abschluss reflektieren die Studierenden über verschiedene Aspekte ihrer COIL-Erfahrung – etwa ihre zentralen Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit, persönliche Entdeckungen über sich selbst, andere Teilnehmer oder das Projektthema
Wie finde ich Partner für COIL oder Virtual Exchange?
Lehrende können eine Projektidee in der COIL/VE-Datenbank veröffentlichen. Die Datenbank ist Teil des Selbstlernangebots und eine Art „Vermittlungsplattform“ für Lehrende und Koordinator:innen, die auf der Suche nach Partnerinstitutionen für eine Zusammenarbeit sind.
Sie interessieren sich für das Format COIL? Der verlinkte Onlinekurs bietet Zugang zu grundlegenden Fragen und Zielsetzungen, Rahmenbedingungen für COIL an der UT und praktische Hinweise zur Umsetzung.
Sie interessieren sich für das Format COIL? Der verlinkte Onlinekurs bietet Zugang zu grundlegenden Fragen und Zielsetzungen, Rahmenbedingungen für COIL an der UT und praktische Hinweise zur Umsetzung.
Beratung zu möglichen digital unterstützten Szenarien: synchrone oder asynchrone Lehre, Blended Learning-Ansätze, didaktische Aspekte von Videokonferenzen u.a. Unterstützung im Bereich technischer Fragen, ggf. geeignete Workshops zu bestimmten Themen
Dipl.-Ing.(FH) Esther Fink Didaktische Beratung. Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lehr- und Lernerfahrungen. 07071 29-78395; esther.finkspam prevention@uni-tuebingen.de