Alexandra Wiork stimmt der Aussage von Christine Rubas zu: Ihr Auslandssemester in Uganda habe ihr Leben verändert. Im Rahmen ihres Masterstudiums Cultures of the Global South studierte sie an der Makarere University in Kampala. Am Internationalen Tag berichtete sie von ihrer Zeit in Ostafrika, den Erfolgen und den Herausforderungen. Angst habe sie vor ihrem Auslandssemester nicht gehabt – die kam erst in der Anfangszeit in Kampala. Was dagegen half: mutig sein, die eigenen Grenzen kennen, und sich auf neue Erfahrungen einzulassen – sei es im Umgang mit den täglichen Transportmitteln im Straßenverkehr oder an Orten, an denen sie den Anschluss an ugandische Studierende fand.
Mut braucht es, um den Schritt raus aus der Komfortzone und ins Auslandssemester zu wagen – Mut, aber auch andere Ressourcen. Nicole Sauer und Franziska Waschek sind im International Office der Universität Tübingen für den Übersee-Austausch zuständig und haben den Internationalen Tag gemeinsam organisiert. Sie nehmen eine wachsende Unsicherheit unter den Studierenden in Bezug auf Auslandssemester wahr. Das gelte besonders für außereuropäische Ziele. „Finanzen spielen häufig eine Rolle, aber auch die allgemeine als instabil wahrgenommene Weltlage – etwa mit Blick auf die USA“, sagt Nicole Sauer. „Der Internationale Tag will deshalb Lust auf ein Auslandssemester machen und Bedenken abbauen. Die organisatorischen Fragen stehen hier erst mal nicht im Vordergrund.“