Uni-Tübingen

Die Wissenschaftskommunikation

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des SFB 1070

Der Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Öffentlichkeit stellt eine wichtige Aufgabe großer Forschungsverbünde dar. Ziel dieses Teilprojektes ist es, die Leitthemen des SFB 1070 RessourcenKulturen zum Verhältnis von Ressourcen und kulturellen Dynamiken in die gegenwärtige öffentliche Diskussion einzubringen. Zur Umsetzung dienen vielfältige mediale Formate: öffentliche Vorlesungen, Zeitungs- und Magazinartikel, Radiobeiträge und Fernsehspots, Beiträge zur Kinderuniversität und Schul-Projekttage an Tübinger Schulen. Hinzu kommen Auftritte in den sozialen Medien und andere Web-basierte Formen der Kommunikation. Neu im Programm sind Online-Ausstellungen, um die komplexen Ergebnisse der unterschiedlichen Teilprojekte zu visualisieren und leicht verständlich zu machen. Zu den weiteren Aufgaben des Projekts „Ressourcen und Öffentlichkeiten“ gehört die allgemeine Pressearbeit in enger Zusammenarbeit mit der Stabsstelle für Hochschulkommunikation an der Universität Tübingen.


SFB 1070 mit Workshop zur Wissenschaftskommunikation auf dem Weltethnologiekongress 2019

Rund 15 Wissenschaftler*innen aus 12 Nationen nahmen am Workshop “Writing for a public of non-anthropologists” (Commission on
Anthropology and Education) der International Union of Anthropological and Ethnological Sciences (IUAES) in Poznán/Polen 2019 teil. Der
Workshop stand unter der Leitung von PD Dr. Sabine Klocke-Daffa (SFB 1070 - Univ. Tübingen), Prof. Giovanna Guslini (vorm. Ministerium für
Erziehung, Universitäten und Forschung, Italien) und Dr. Ajeet Jaiswal (Pondicherry University, Indien). Die Pressetexte sollen auf der
Webseite der IUAES-Commission veröffentlicht werden.


Faktencheck: Waren Wikinger Barbaren? - Dr. Sandra Teuber und Annika Condit vom SFB 1070 RessourcenKulturen beantworteten alle Fragen rund um die faszinierenden Nordmannen

Hatten Wikingerhelme eigentlich Hörner? Waren die Wikinger wirklich vor Kolumbus auf dem amerikanischen Kontinent? Und natürlich: Waren sie brutale Barbaren?

Diese und noch viel mehr Fragen beantworteten Dr. Sandra Teuber und Annika Condit letzten Freitag beim Tübinger Fenster für Forschung (TÜFFF) den vielen interessierten Kindern, Jugendlichen und auch erwachsenen Besuchern. Dabei hatten sie für alle Altersklassen etwas im Gepäck: einen essbaren Wikingerschatz, das Brettspiel Hnefatafl, eine Art wikingerzeitliches Schach, und viele Hintergrundinformationen zum Ausbreitungsgebiet der Wikinger, zur ehemaligen Handelsmetropole Haithabu und zu Schiffen, Helmen, Schwertern und Schmuck. Die beiden Mitarbeiterinnen des Sonderforschungsbereichs RessourcenKulturen räumten mit einigen Klischees auf: Es wurde noch nie ein Hornbewehrter Wikingerhelm gefunden, dieser wäre im Kampf auch recht unpraktisch gewesen und Wikinger betraten tatsächlich bereits um das Jahr 1000 n. Chr. als erste Europäer das heutige Kanada und damit den nordamerikanischen Kontinent. Es stimmt allerdings, dass Wikinger ab dem 8. Jahrhundert ganz Europa bis hin nach Konstantinopel und Kiew durch Raubzüge in Angst und Schrecken versetzten. Aber nicht nur: Sie entwickelten sich zunehmend zu Händlern und Siedlern, wurden etwa ab dem 11. Jahrhundert sesshaft und damit endete die Zeit der Wikinger.