Uni-Tübingen

01.02.2026

Uni Tübingen neuer Partner im GeneNovate-Programm

GeneNovate ist das erste bundesweite Entrepreneurship-Programm im Bereich der Gen- und Zelltherapien. Ziel ist es, den Transfer innovativer medizinischer Lösungen zu unterstützen und diese den Patientinnen und Patienten schneller zugänglich zu machen. Die Universität Tübingen ist seit 2026 neuer Partner und erweitert somit gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Freiburg das bundesweite GeneNovate-Netzwerk um einen weiteren Standort im Südwesten Deutschlands.

GeneNovate möchte Forschende sowie Medizinerinnen und Mediziner für Unternehmertum begeistern, fundiertes Wissen vermitteln und so langfristig medizinische Innovation zum Wohle der Patientinnen und Patienten fördern. Das Programm vermittelt die Grundlagen des Unternehmertums, fördert interdisziplinären Wissenstransfer und vernetzt Teilnehmende mit Expertinnen und Experten aus Forschung, Klinik, Industrie, Regulatorik und Finanzierung.

GeneNovate ist Teil der Initiative „Nationale Strategie für gen- und zellbasierte Therapien“, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) beauftragt und vom Berlin Institute of Health an der Charité koordiniert und umgesetzt wurde. Die Koordination des Entrepreneurship-Programms obliegt dem Netzwerkbüro GCT Germany.

Als Hauptziel des Programms gilt der Aufbau eines Biotech-Entrepreneurship-Ökosystems in Deutschland. Verschiedene Standorte betreiben in diesem Bereich bereits Spitzenforschung. Nun gilt es, ebendiese Forschung national noch stärker zu vernetzen. Dadurch soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Bereich des „Biotech Entrepreneurship“ gestärkt werden.

Die Universität Tübingen, insbesondere die medizinische Fakultät, bildet gemeinsam mit dem Uniklinikum Freiburg die Netzwerkregion Südwest. Aufgabe der Tübinger Universität ist es, ihre Fachkompetenz in der Forschung und ihre lokalen Technologietransfer-Strukturen (TTO) in das nationale Netzwerk einzubringen, um so den „Knowledge Valorisation Gap“ – also die Lücke zwischen Grundlagenforschung und kommerzieller Anwendung – zu schließen.

Wie jeder andere Standort des Netzwerkes ist Tübingen dafür verantwortlich, lokale Workshops zu organisieren, Mentorinnen und Mentoren sowie Startups zu identifizieren und die Schnittstelle zum zentralen Programmmanagement zu bilden. Das Startup Center übernimmt diese Aufgabe federführend für die Universität Tübingen.

Die Workshops des GeneNovate Entrepreneurship-Programms finden von Januar bis Juni 2026 abwechselnd in Freiburg und Tübingen statt. 

Mehr Informationen zum GeneNovate Entrepreneurship-Programm: http://www.genenovate.de

 

Über das Nationale Netzwerkbüro für Gen- und Zelltherapien / Netzwerkbüro GCT Germany
Das Netzwerkbüro GCT Germany wurde im Rahmen der Nationalen Strategie für Gen und zellbasierte
Therapien eingerichtet. Es unterstützt als zentrale Plattform die Vernetzung von Forschung, Wirtschaft,
Patienten*innen und Selbsthilfeorganisationen, sowie Politik und Gesellschaft. Die Mission ist, durch
unabhängige, standortübergreifende Informationen und Vernetzung eine nationale GCT-Community
aufzubauen: das Netzwerk GCT Germany. Das Nationale Netzwerkbüro bündelt die Kompetenzen und
Aktivitäten aller Stakeholder und schafft Synergien, damit Patient*innen schneller Zugang zu diesen
Therapien erhalten können. Zudem betreibt das Netzwerkbüro Plattformen und Formate wie den GCT-
Atlas und das GeneNovate Programm, um Technologietransfer, Wissenskommunikation und
Stakeholder-Engagement in Deutschland - und im europäischen Kontext - voranzutreiben. 
Zur Seite des Netzwerkbüros: http://www.gct-germany.de

 

Über die Nationale Strategie für Gen- und zellbasierte Therapien (Nationale Strategie GCT)
Die Nationale Strategie GCT wurde 2022 vom ehemaligen Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF, heute Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR))
beauftragt und in einem moderierten Prozess mit rund 150 Stakeholdern erarbeitet. Mit dem Ziel, das
Wohl von Patientiennen und Patienten und den Biotech-Standort Deutschland aktiv zu fördern, haben Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft acht Handlungsfelder mit insgesamt 91 konkreten Maßnahmen definiert und im Juni 2024 dem BMBF übergeben. Das Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) moderierte die Erarbeitung des Strategiepapiers und hat aktuell die Sprecherschaft inne. Es koordiniert in dieser Rolle die weitere Ausarbeitung und Umsetzung der vorgeschlagenen
Maßnahmen. 
Weitere Informationen unter:  https://www.nationale-strategie-gct.de/genenovate/