07.07.2026
Von der Idee zur Wirkung: Social Entrepreneurship im Startup Center
Wie gründet man ein Unternehmen, das nicht in erster Linie Gewinne maximiert, sondern gesellschaftliche Probleme löst? Dieser Frage sind engagierte Studierende und Promovierende am 2. und 3. Juli im Rahmen des Workshops SEA:start – Dein Einstieg in soziales Unternehmertum nachgegangen. In vier praxisnahen Modulen lernten die Teilnehmenden, wie aus einer Idee ein wirkungsvolles Sozialunternehmen wird – und entwickelten dabei erste eigene Projekte.
Der Workshop richtete sich an alle, die bereit sind, gesellschaftliche Herausforderungen unternehmerisch anzugehen. Entsprechend bunt war die Runde: Bachelor- und Masterstudierende arbeiteten gemeinsam mit Promovierenden an innovativen Ideen, viele von ihnen aus den Geisteswissenschaften. Gerade diese Mischung machte den Reiz aus, denn wer gewohnt ist, gesellschaftliche Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen, bringt beste Voraussetzungen mit, um Probleme zu erkennen, für die es noch keine Lösung gibt.
Theorie trifft auf Praxis
Inhaltlich folgte der Workshop einem klaren roten Faden vom großen Ganzen bis zur konkreten eigenen Idee.
Das erste Modul führte in das Thema ein: ausgehend von den drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen und den 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen wurde erklärt, was Social Entrepreneurship ausmacht, nämlich die Verbindung von sozialer Mission und unternehmerischem Handeln, also gesellschaftliche Wirkung durch wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Im zweiten Modul wurde es konkret: Anhand von fünf Kernfragen lernten die Teilnehmenden, ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwerfen – von der angestrebten Wirkung über das Angebot bis zu Finanzierung und Skalierung. Mit dem Business Model Canvas bekamen sie zugleich Werkzeuge an die Hand, um ihre Ideen zu strukturieren.
Das dritte Modul stellte die Frage nach der Wirkung in den Mittelpunkt. Mit der sogenannten Wirkungstreppe, vom eingesetzten Input über den Output bis zu Outcome und Impact, lernten die Teilnehmenden, echte gesellschaftliche Veränderung von bloßer Aktivität zu unterscheiden.
Im vierten und letzten Modul entwickelten die Teilnehmenden schließlich über Kreativitätsübungen und die Methode des Design Thinking erste eigene Lösungsansätze mit Orientierung an vier Themenfeldern: Klimawandel, soziale Ungleichheit, Konsum und Gesundheit.
Persönliche Einblicke: Theodora Chatzipavlidis von Velout
Ein besonderes Highlight war das virtuelle Zusammentreffen mit einer echten Gründerin. Für eine Stunde schaltete sich Theodora Chatzipavlidis, Gründerin des Startups Velout, online in den Workshop. Sie erzählte ihre persönliche Gründungsgeschichte, gewährte offene Einblicke in den Alltag zwischen Vision und Realität und stand anschließend für alle Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung.
Velout passt dabei perfekt zu den Inhalten des Workshops. Das Startup betreibt eine KI-gestützte Matching-Plattform, die Solo-Reisende miteinander verbindet und eine internationale Community aufbaut. Der Leitgedanke: Niemand soll allein reisen müssen, wenn er oder sie es nicht möchte – und Technologie soll echte menschliche Begegnungen fördern, statt sie zu ersetzen.
Ein gelungener Einstieg ins Social Entrepreneurship
Am Ende der zwei Tage nahmen die Teilnehmenden nicht nur ein solides Grundverständnis von Social Entrepreneurship mit, sondern auch konkrete Werkzeuge und erste eigene Projektideen.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für zwei inspirierende Tage im Startup Center und freuen uns schon jetzt auf den Social-Entrepreneurship-Workshop im kommenden Wintersemester!