Uni-Tübingen

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06.12.2017

Auszeichnung für Projekt „tü-go – besser bechern: eine Initiative für Mehrweg“

Jurypreis bei der vierten Auflage des swt-Umweltpreises der Stadtwerke Tübingen

Die Preisträger des 4. swt-Umweltpreises gemeinsam auf der Bühne mit Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, Geschäftsführern der Stadtwerke Tübingen und Jurymitgliedern. (Foto: swt/de Maddalena)
Die Preisträger des 4. swt-Umweltpreises gemeinsam auf der Bühne mit Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, Geschäftsführern der Stadtwerke Tübingen und Jurymitgliedern. (Foto: swt/de Maddalena)

Das Projekt „tü-go – besser bechern: eine Initiative für Mehrweg“ ist beim diesjährigen Umweltpreis der Stadtwerke Tübingen mit einem Jurypreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

Bündniss „Müllarmes Tübingen“

Initiator des Projektes ist das Bündniss „Müllarmes Tübingen“, das sich 2015 auf Anregung der Universität Tübingen gründete. Zum Bündniss gehören außerdem die Universitätsstadt Tübingen, der Handel- und Gewerbeverein, Tübingen erleben GmbH, Wirtschaftsförderung Tübingen und der Bürger- und Verkehrsverein, sowie die Studierendeninitiative tü-go.

3 Millionen Einwegbecher pro Jahr

Anlass zur Gründung des Bündnisses war der Ärger über die explodierende Abfallflut, verursacht durch Wegwerfverpackungen, sichtbar in Bereichen von Stadt und Universität Tübingen vor allem in Form von Coffee-to-go-Einwegbechern.


Neben den erheblichen Abfallmengen, die zudem häufig nicht den Weg in Abfallbehältnisse finden, verursachen diese Becher einen beträchtlichen Ressourcenverbrauch.


So sind allein die jährlich im Tübinger Stadtgebiet anfallenden rund 3 Millionen Becher für einen Bedarf an knapp 70 t Holz, ca. 1.5 Millionen Liter Wasser und fast 340 000 kWh Energie (Jahresbedarf von 108 Musterhaushalten), sowie 33 t Rohöl bei einem Kohlendioxid-Ausstoß von 118 t verantwortlich.


Dieser, im Hinblick auf eine Nutzungsdauer von nur wenigen Minuten beachtliche, Ressourcenbedarf muss zudem ergänzt werden durch die von Toxikologen beschriebene gesundheitsbedenkliche Aufnahme von Inhaltsstoffen aus der Kunststoffbeschichtung, sowie dem ebenfalls im Getränk gelösten Abrieb der äußerlichen Druckfarbe, die sich beim Ineinanderstapeln der Becher löst.

Mehrwegbecher und KeepCups

Deshalb propagiert das Bündnis, wie zuvor schon die Universität Tübingen, den mitgebrachten Mehrwegbecher. Um Studierenden eine attraktive Alternative zum kurzlebigen Wegwerfprodukt zu bieten, wurde an der Universität bereits seit dem Jahr 2012 der mit Uni-Logo versehene KeepCup abgegeben. Dieser war zuvor von Studierenden unter mehreren Mehrwegbechermodellen ausgewählt worden. Nun wurde dieses Modell für das Stadtgebiet übernommen und es konnten inzwischen 23 Einzelhändler für den Verkauf des KeepCups und einen um mindestens 20 Cent reduzierten Abgabepreis für Heißgetränke zum Mitnehmen in einem beliebigen Mehrwegbecher gewonnen werden.


Das „besser bechern“- Logo ziert inzwischen Infoflyer, Aufsteller in den teilnehmenden Geschäften, Roll-up und Banner, die bei zahlreichen Gelegenheiten zum Einsatz kommen, sowie Werbung in TÜ-Bussen (11/2017), um Aufmerksamkeit auf das Anliegen des Bündnisses zu lenken.

Preisgala im Landestheater Tübingen

Insgesamt 13 Preisträger präsentierten Anfang Dezember bei der Preisträgergala im Landestheater Tübingen (LTT) ihre preisgekrönten Projekte. Bei der vierten Auflage des swt-Umweltpreises zeichneten die Stadtwerke Tübingen (swt) die Projekte mit insgesamt 30.000 Euro aus. Den ersten Publikumspreis gewann „Foodsharing Tübingen“ – und bekam von der Jury obendrein auch den ersten Jurypreis zugesprochen. Mit dem erstmals vergebenen swt-Umweltpreis für Betriebe wurde die Ammertäler Metzgerei Egeler ausgezeichnet.

In den Kategorien „Umwelt, Klima und Natur schützen“, „Umweltbildung“ sowie „Ressourcen sparen und wiederverwerten“ hatten sich 32 gemeinnützige Umwelt- und Klimaschutzprojekte aus Tübingen und den angrenzenden Landkreisen beworben. Die ersten 20 sicherten sich gleich zum Wettbewerbsstart einen „Early-Bird-Bonus“ von jeweils 250 Euro.

Pressemitteilung der Stadtwerke Tübingen

Maximilian von Platen

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