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02.07.2026
Balthasar-Fischer-Preis 2026 für Theologen Dominik Abel
Der Tübinger Theologe Dr. Dominik Abel wird mit dem Balthasar-Fischer-Preis 2026 ausgezeichnet.
Der Tübinger Theologe Dr. Dominik Abel wird mit dem Balthasar-Fischer-Preis 2026 ausgezeichnet. Das Deutsche Liturgische Institut in Trier (DLI) verleiht den Preis zum elften Mal, er ist mit 3.000 Euro dotiert. Der Preis wird in diesem Jahr geteilt, zweiter Preisträger ist Dr. Martin Berger von der Universität Wien.
Dominik Abel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Lehrstühlen für Kirchenrecht und für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Er erhält die Auszeichnung für seine Studie „Jenseits des Kirchturmdenkens. Liturgie und Kirchenentwicklung zwischen Tradition, Inkulturation und Gegenwart“. Die Dissertation wurde von Prof. Dr. Benedikt Kranemann betreut und an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt angenommen. Abel wurde im August 2025 mit summa cum laude zum Doktor der Theologie promoviert. In seiner Arbeit setzt er sich theoretisch und empirisch mit dem Thema der Liturgie vor Ort auseinander, die sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel befindet: Die Zahl der Gottesdienstteilnehmenden geht zurück, Kirchen werden geschlossen oder umgebaut und Gemeinden zusammengelegt. Am Ende der Studie entwickelt er mit der Kategorie des „Kirchturmdenkens 2.0“ das Bild einer Liturgiepastoral, die dezentral organisiert ist, sich am Glauben der Menschen ausrichtet und partizipativ ist.
Der Preisträger hat an der Universität Erfurt zunächst Staatswissenschaften Wirtschaft (B.A.) und anschließend Theologie (Mag. Theol.) studiert.
Der zweite Preisträger Martin Berger wird ausgezeichnet für seine Dissertation „Der Ritus chori maioris ecclesiae Ratisponensis 1571“, die im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“ an der Universität Regensburg unter der Betreuung von Prof. Dr. Harald Buchinger entstanden ist. Die Dissertation wurde im Juni 2024 an der Fakultät für Katholische Theologie mit summa cum laude angenommen. Bergerstudierte an der Universität Regensburg Theologie (Mag. Theol.) und Kulturgeschichtliche Mittelalterstudien (M.A.). Er ist seit März 2025 Universitätsassistent (post doc) am Fachbereich für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie der Universität Wien.
Der Preis weiß sich dem Lebenswerk Prof. Dr. Balthasar Fischers (1912–2001) verpflichtet, des langjährigen Ordinarius für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier. Mitglieder der Jury waren: Prof. Dr. Stefan Böntert, Bochum; Prof. Dr. Albert Gerhards, Bonn; Prof. Dr. Martin Klöckener, Fribourg; PD Dr. Nicole Stockhoff, Münster, und Dr. Marius Linnenborn, Deutsches Liturgisches Institut, Trier. Die Preisverleihung wird am 3. September 2026 in Frankfurt/Sankt Georgen stattfinden.
Das Deutsche Liturgische Institut ist eine Arbeitsstelle und Studienstätte zur Förderung des Gottesdienstes der katholischen Kirche in Deutschland und im deutschen Sprachgebiet. Es versteht sich als Schnittstelle von wissenschaftlicher Theologie und liturgischer Praxis, von kirchlichen Institutionen und Gemeinden. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen und pastoralen Arbeit steht die Sorge um Formen des Gottesdienstes, in denen Menschen von heute ihren Glauben in der Gemeinschaft der Kirche ausdrücken und feiern können.