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09.11.2016

Dr. Christoph Bareither mit dem Deutschem Studienpreis der Körber-Stiftung ausgezeichnet

Gewalt im Computerspiel: ein Vergnügen als gesellschaftlicher Konfliktfall

Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn mit dem Preisträger Christoph Bareither (zweiter Preis). Foto: Körber-Stiftung/David Ausserhofer
Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn mit dem Preisträger Christoph Bareither (zweiter Preis). Foto: Körber-Stiftung/David Ausserhofer

Dr. Christoph Bareither vom Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen ist am 8. November mit einem 2. Preis beim Deutschen Studienpreis 2016 der Körber-Stiftung ausgezeichnet worden. Sein Wettbewerbsbeitrag „Gewalt im Computerspiel: ein Vergnügen als gesellschaftlicher Konfliktfall“ beruht auf seiner 2015 an der Universität Tübingen eingereichten Dissertation »Ludisch-virtuelle Gewalt. Facetten eines Vergnügens«.


Im Mittelpunkt von Bareithers Studie stehen die emotionalen Erfahrungen der Spieler beim Spielen und die Faszination virtueller Gewalt. Er versucht nachzuvollziehen, wie die Spieler Gewaltsimulationen als Vergnügen erleben. Dazu beobachtete Bareither Online-Spielgruppen und LAN-Partys, führte qualitative Interviews und wertete zusätzlich YouTube-Videos und Medienberichte von 1983 bis 2014 aus.


Insgesamt wurden 2016 sechs 2. Preise vergeben, sie sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert.


Die drei ersten Preise beim Deutschen Studienpreis gingen in diesem Jahr an den Juristen Tom Pleiner von der Universität Augsburg (Thema: Überplanung statt Neubau von Stromtrassen; Sektion Geistes- und Kulturwissenschaften), die Politologin Astrid Séville von der Ludwig-Maximilians-Universität München (Thema: Verhängnisvolle Rhetorik der Alternativlosigkeit; Sektion Sozialwissenschaften) und die Maschinenbauingenieurin Elisabeth Wilhelm vom Karlsruher Institut für Technologie (Thema: Grafikfähiges Computer-Display für Blinde; Sektion Natur- und Technikwissenschaften). Die Spitzenpreise sind mit jeweils 25.000 Euro dotiert. Die Preise wurden in Berlin von Bundestagspräsident Norbert Lammert überreicht.

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