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05.04.2017

Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung verliehen

PD Dr. Gotlind Ulshöfer. Foto:privat
PD Dr. Gotlind Ulshöfer. Foto:privat

Die Tübinger Volkswirtin und Theologin PD Dr. Gotlind Ulshöfer und die Kölner Theologin Dr. Claudia Fülling teilen sich den Hanns-Lilje-Stiftungspreis in der Kategorie Wissenschaft in Höhe von 10.000 Euro. Drei Projekte werden in der Kategorie Initiativen mit Preisen bedacht: Das hannoversche Projekt „5.000 Brote – Konfirmanden backen Brot für die Welt“ erhält 5.000 Euro. Der Bonner Verein für eine gerechte Weltwirtschaft, Südwind e.V., und der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer aus Karlsruhe bekommen jeweils 2.500 Euro.

Mehr als 200 Gäste feierten am 29. März in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover die Preisträger des „Hanns-Lilje-Stiftungspreises Freiheit und Verantwortung 2017“. Die Auszeichnung wird seit 2010 von der hannoverschen Hanns-Lilje-Stiftung verliehen. Mit 20.000 Euro ist er der höchst dotierte Preis, den kirchliche Stiftungen an Nachwuchswissenschaftler und Initiativen vergeben. Ausgezeichnet wurden diesmal herausragende wissenschaftliche Arbeiten und Projekte, die sich innovativ mit Fragen der Bedeutung der Wirtschaft für unser Leben auseinandersetzen.

Die Theologinnen Dr. Claudia Fülling aus Köln und PD Dr. Gotlind Ulshöfer aus Tübingen nahmen an dem Abend die Auszeichnungen für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten zu den Themen Empathie im Wirtschaftshandeln und soziale Verantwortung in Unternehmen in Empfang.

Alle zwei Jahre wird der „Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung“ zu wechselnden Themenschwerpunkten verliehen. Ziel der Hanns-Lilje-Stiftung ist es, dadurch den Dialog von Kirche und Theologie mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kunst und Politik zu fördern und zukunftsorientierte Debatten anzuregen. Eine siebenköpfige Jury aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wählte die Preisträger aus.

PD Dr. Gotlind Ulshöfer ist Diplom-Volkswirtin und Theologin und zurzeit „Heisenberg-Stipendiatin“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Sie erhält für ihre Arbeit „Soziale Verantwortung aus protestantischer Perspektive“ 5.000 Euro. Mit ihrer Habilitation beeindrucke PD Dr. Gotlind Ulshöfer die Jury durch ihre außerordentliche Versiertheit sowohl im ökonomischen als auch im theologischen Diskurs und ihre Brillanz, in der sie beide Stränge konzeptionell neu zusammenführe, heißt es in der Begründung der Jury für die Verleihung. Damit leiste die Verfasserin einen exzellenten Beitrag zum Diskurs über Corporate Social Responsibility (CSR). Sie hinterfrage den CSR-Diskurs wirtschaftsethisch und theologisch und profiliere ihn zugleich neu. Dies habe für eine zeitgemäße Ethik sozialer Verantwortung geradezu exemplarische Bedeutung, weil Unternehmen als moralisch verantwortliche Akteure ausgewiesen würden.

Quelle: Pressemitteilung der Hanns-Lilje-Stiftung. Vollständige Pressemitteilung unter: http://www.hanns-lilje-stiftung.de/projekte/hanns-lilje-stiftungspreis/stiftungspreis-2017/

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