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02.02.2026

Gerhard Huisken erhält das Bundesverdienstkreuz

Professor Gerhard Huisken forscht in Tübingen im Überschneidungsbereich von Analysis, Geometrie und Physik. Für herausragende Verdienste um die Mathematik wurde der 67-Jährige jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, hat Professor Gerhard Huisken das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Beisein von Professorin Dr. Dr. h.c. (Dōshisha) Karla Pollmann, Rektorin der Universität Tübingen, auf Schloss Hohentübingen überreicht.

Die hohe Auszeichnung wurde Professor Gerhard Huisken durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Vorschlag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann verliehen. Der Bundespräsident begründete die Verleihung damit, dass der Mathematiker „sich in besonderer Weise um die Wissenschaft in Deutschland verdient gemacht“, zahlreiche Rufe an Lehrstühle im Ausland abgelehnt und als engagierter Lehrer viele bedeutende Forschende hervorgebracht hat. 

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski überreichte Gerhard Huisken am heutigen Montag im Rahmen einer Feierstunde im Schloss Hohentübingen das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ministerin Petra Olschowski sagte: „Professor Gerhard Huisken ist ein herausragender Wissenschaftler, der sich um die Mathematik und den Wissenschaftsstandort Deutschland in besonderer Weise verdient gemacht hat. Seine Forschung und sein Engagement haben nicht nur die mathematische Gemeinschaft bereichert, sondern auch junge Talente gefördert und unterstützt. Wir sind stolz, dass er sich für den Forschungsort Deutschland und insbesondere für Baden-Württemberg entschieden und hier prägend gewirkt hat.“

"Ich bin sehr dankbar für diese ehrenvolle Auszeichnung. Sie bedeutet mir nicht nur Anerkennung meiner eigenen Arbeit, sondern auch gesellschaftliche Anerkennung mathematischer Grundlagenforschung und eines wissenschaftlichen Umfeldes, das die Arbeit eines Einzelnen erst möglich macht. Mein Dank gilt allen, die mich auf meinem Weg begleitet haben", sagte Gerhard Huisken.

„Die Auszeichnung für Professor Gerhard Huisken würdigt einen herausragenden Forscher, der mit Ideenreichtum, großem Einsatz und Sinn für Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit die Grundlagenforschung voranbringt. Er hat Maßstäbe in der Mathematik gesetzt und signifikant daran mitgewirkt, das wissenschaftliche Profil der Universität Tübingen national und international zu schärfen“, sagte die Rektorin der Universität Tübingen, Professorin Dr. Dr. h.c. (Dōshisha) Karla Pollmann.

Beweis der Penrose-Vermutung für Schwarze Löcher

Gerhard Huisken ist Professor für Nichtlineare Partielle Differentialgleichungen im Fachbereich Mathematik an der Universität Tübingen und Direktor des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach. Seine Forschung im Überschneidungsbereich von Analysis, Geometrie und Physik hat internationale Anerkennung gefunden. Insbesondere seine Beiträge zur allgemeinen Relativitätstheorie, darunter der Beweis der Penrose-Vermutung für Schwarze Löcher, sind von größter Bedeutung. Er ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Akademien, darunter der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Der Mathematiker hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Auf Grundlage einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst