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25.02.2026
Largus Angenent mit dem Landesforschungspreis 2026 ausgezeichnet
Largus Angenent, Professor für Environmental Biotechnology an der Universität Tübingen, erhält den Landesforschungspreis 2026 für seine wegweisende Forschung zur nachhaltigen Nutzung mikrobieller Gemeinschaften in Energiegewinnung und Umweltreinigung. Mit insgesamt 200.000 Euro ist der Preis der höchstdotierte Forschungspreis eines Bundeslandes.
Angenent forscht zur nachhaltigen Nutzung mikrobieller Gemeinschaften in der Energiegewinnung und zur Reinigung von Umweltverschmutzungen. Seine Forschung konzentriert sich auf die optimale Nutzung von Bakterien in der Gasfermentation, einer wichtigen Quelle für die saubere Energie der Zukunft. Durch die Analyse der Zusammensetzung und des Zusammenspiels von Mikrobengemeinschaften in verschiedenen Umgebungen, wie beispielsweise in der Luft von Krankenhäusern oder in Fermentierungsanlagen, hat er grundlegende Erkenntnisse gewonnen und sie erfolgreich in Anwendungen umgesetzt. So entwickelt und optimiert er in seiner eigenen Firma Mikroben zur Speicherung von Wasserstoff und Kohlendioxid in Form von Methan, was einen wichtigen Schritt zu einer nachhaltigeren Energieversorgung darstellt.
Angenent wurde er an der Iowa State University in den USA promoviert. 2002 wurde er Assistant Professor im Department of Energy, Environmental & Chemical Engineering an der Washington University in St. Louis, 2008 Associate Professor am Department of Biological and Environmental Engineering der Cornell University. Im April 2017 trat er seine Humboldt-Professur an der Universität Tübingen an.
Angenent teil sich den Landesforschungspreis für Grundlagenforschung mit Professorin Irena Kogan von der Universität Mannheim. Sie wird für ihre bedeutenden Beiträge zur Migrations- und Ungleichheitsforschung ausgezeichnet. Professor Robert Zeiser von der Universität Freiburg erhält den Landesforschungspreis für Angewandte Forschung für innovative Fortschritte in der Krebsmedizin durch Stammzelltransplantation und Immuntherapie.
Der Landesforschungspreis wird seit 1989 verliehen. Seit 1999 ist der Preis zweigeteilt in eine Auszeichnung für Grundlagenforschung und eine für Angewandte Forschung. Die Preise sind mit je 100.000 Euro dotiert.
(Nach einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)