Termindetails
30.07.2026 | Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit der Universitätsstadt Tübingen
Die Ewigkeitschemikalien PFAS – neue Probleme mit „alten“ Stoffen?
Sommeruniversität 2026
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Prof. Dr. Christian Zwiener |
Poly- und Perfluoralkylsubstanzen (PFAS) umfassen tausende Einzelstoffe und werden aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften sehr vielfältig verwendet in Produktion, im Brandschutz, Kältemitteln, Kochgeschirr oder Kosmetik. Aufgrund ihrer überaus hohen Stabilität (Persistenz) und einer bisher weit unterschätzten Toxizität sind sie jedoch als Problemstoffe einzustufen. Deshalb wurden einzelne Vertreter bereits verboten, Grenzwerte in die neue Trinkwasserverordnung eingeführt und bei der Europäischen Chemikalienbehörde (ECHA) ein Verfahren zur umfassenden Beschränkung der gesamten Stoffklasse gestartet. Der Vortrag geht auf die Stoffklasse der PFAS und deren Historie ein und beleuchtet relevante Fragen aus Forschung, Regulierung und Verbrauchersicht.
Prof. Dr. Zwiener ist Diplom-Chemiker mit Schwerpunkt Analytik von organischen Spurenstoffen und seit 2009 Professor für Umweltanalytik im Fachbereich Geowissenschaften. Er lehrt im Studiengang Umweltnaturwissenschaften und ist Mitglied im Vorstand der Wasserchemischen Gesellschaft, im ThinkTank PFAS der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und Delegierter der Europäischen Chemischen Gesellschaft (EUChemS). Die Forschungsschwerpunkte liegen auf organischen Spurenstoffen, deren Analytik, Verhalten und Schicksal in der Umwelt und in technischen Prozessen der Wasseraufbereitung und Sanierung. In den letzten 8 Jahren hat er mehr als 30 Fachbeiträge zum Thema PFAS publiziert.
Sommeruniversität an der Universität Tübingen heißt, dass Studierende und die interessierte Öffentlichkeit aus einer Serie von fünf allgemein verständlichen, aber dennoch forschungsaktuellen und spannenden Vorlesungen aus ganz verschiedenen Fachgebieten auswählen können. Die Sommeruniversität wird organisiert in Zusammenarbeit mit der Universitätsstadt Tübingen und ist Teil des Tübinger Kultursommers.
Für Personen mit Hörgerät bieten wir eine mobile drahtlose Signalübertragungsanlage (FM-Anlage) an.
Einzige Voraussetzung: Das Hörgerät muss mit einer sogenannten „Telefonspule“ (vom Akustiker aktivierte T-Spule) ausgestattet sein.