01.08.2025 | Universität Tübingen
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| Referent/in : |
PD Dr. Gero Bauer |
| Weiterführende Informationen : | Sommeruniversität |
Wir leben, so scheint es oft, in düsteren Zeiten. Eine Krise jagt die nächste, und es stellt sich die Frage, welche Zukunft wir uns als Gesellschaft noch vorstellen können. In der Literatur und Populärkultur spiegelt sich dieses Krisenbewusstsein in vermehrten Endzeitszenarien und einer Abwendung von optimistischen Narrativen. Aber sind dystopische und postapokalyptische Texte ‚nur‘ pessimistisch und haben das Nachdenken über ein gutes oder gar besseres Leben schon aufgegeben? Anhand einiger englischsprachiger Romane, Filme und Serien und in Bezug auf verschiedene Strömungen der Kulturtheorie wird gezeigt, wie gerade scheinbar pessimistische Erzählungen neue und ungewöhnliche Konzepte von Hoffnung und einem solidarischeren Miteinander aufzeigen können.
Gero Bauer ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Zentrums für Gender und Diversitätsforschung der Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der englischsprachigen Literatur des 19. und 21. Jahrhunderts, mit besonderem Fokus auf theoretischen Zugängen aus den Gender und Queer Studies.