22.10.2026
Über Jahrhunderte war die Tübinger Universität von Männern geprägt, obgleich schon bei der Gründung 1477 mit Mechthild von der Pfalz einer Frau eine zentrale Rolle zukam und ohne sie das Gründungsvorhaben wohl nicht umsetzbar gewesen wäre. Danach scheint es bis ins ausgehende 19. Jahrhundert still um die Frauen der Universität geworden zu sein. Bei genauerer Betrachtung sind jedoch auch vor der ersten offiziell zugelassenen Gasthörerin und außerordentlichen Studentin Maria von Linden Frauen in verschiedenen Rollen immer wieder in der Geschichte der Hochschule zu fassen.
Das Buch „Frauen an der Universität Tübingen“ geht den Spuren dieser Frauen nach und beleuchtet die Geschlechterbeziehungen sowohl in der Zeit vor der Zulassung von Frauen zum Studium als auch die weitere Entwicklung bis zur Anstellung der ersten Wissenschaftlerinnen und Professorinnen. Thematisiert werden zudem die Gleichstellungspolitik an der Universität in den letzten Jahrzehnten sowie generell Fragen der Geschlechterkonstruktionen.
Die Buchvorstellung wird durch ein Grußwort der Rektorin Prof. Dr. Dr. hc. (Dōshisha) Karla Pollmann, eine Podiumsdiskussion sowie eine Plakatausstellung zu „100 Jahre Frauenstudium“ abgerundet. Für eine kleine Erfrischung ist ebenfalls gesorgt.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung vom Institut für Geschichtliche Landeskunde, Zentrum für Gender- und Diversitätsforschung, Museum der Universität Tübingen, MUT und Team Equity.
Das populärwissenschaftliche Buch „Frauen an der Universität Tübingen“ erscheint als Band 11 in der Reihe „landeskundig. Tübinger Vorträge zur Landesgeschichte“. Weitere Informationen: Tjark.wegnerspam prevention@uni-tuebingen.de | 07071 29 77582