Uni-Tübingen

Gastdozent*innen Sommersemester 2026

Laura Aniela Bon

Laura Aniela Bon studierte Internationale Literaturen und Biologie an der Universität Tübingen und untersucht aus literaturwissenschaftlicher Perspektive die Schnittstelle von Lyrik, Linguistik und kreativem/ literarischem Schreiben. Von 2017-2021 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am interdisziplinären SFB 833 "Bedeutungskonstitution: Dynamik und Adaptivität sprachlicher Strukturen". Von 2022-2023 hat sie am Deutschen Seminar der Universität Tübingen das StudiForum Linguistik konzipiert und umgesetzt sowie Aufgaben in der interdisziplinären Lehre übernommen. Von 2023- 2024 arbeitete sie für das Internationale Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. Seit 2024 ist sie als Bildungsreferentin zum Thema “Nachhaltigkeit und Kreativität” aktiv, z.B. für den Ernährungsrat Region Tübingen- Rottenburg e.V. 

Luca Kieser

Luca Kieser wurde 1992 in Tübingen geboren und studierte Philosophie, Sprachkunst und Ethik in Heidelberg, Leipzig und Wien. Sein Debütroman „Weil da war etwas im Wasser“ war unter anderem für den Deutschen Buchpreis 2023 nominiert. Zuletzt erschien sein zweiter Roman „Pink Elephant, der 2025 von Books at Berlinale ausgewählt und vom Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet wurde. Er lebt in Wien und verbringt während des Sommersemesters 2026 eine Residency am Stuttgarter Schriftstellerhaus. 

Farhad Showghi

Farhad Showghi, geboren 1961 in Prag, verbrachte Kindheit und Jugend in der BRD und in Iran.  

Nach seinem Studium der Humanmedizin in Erlangen lebt und arbeitet er seit 1989 als Psychiater, Psychotherapeut, Autor und Übersetzer in Hamburg.  

Er veröffentlichte unter anderem die Einzelbände Die Sekunde ist eine bewohnbare Provinz, Kulturamt Erlangen 1988, Die Walnußmaske, durch die ich mich träumend aß, Rospo 1998, Ende des Stadtplans, Urs Engeler Editor 2003, Die große Entfernung, Urs Engeler Editor 2008, In verbrachter Zeit, kookbooks 2014, und Wolkenflug spielt Zerreißprobe, kookbooks 2017, sowie als Übersetzer Ahmad Shamlu: Blaues Lied. Ausgewählte Gedichte. Persisch und Deutsch, Urs Engeler Editor 2002.  

Zuletzt erschienen: Anlegestellen für Helligkeiten, kookbooks 2021 sowie Ende des Stadtplans / Die große Entfernung, Neuausgabe der Prosagedichte, Urs Engeler Verlag, Schupfart 2022. 

Farhad Showghi erhielt unter anderem Kulturförderpreise für Literatur der Städte Erlangen und Hamburg, den 3-sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, den N. C. Kaser-Lyrikpreis und den Peter-Huchel-Preis. 

Bryan Vit

Bryan Vit (geb. 1988) ist Hip-Hop Künstler, Forscher, Educator und Aktivist. Aufgrund seiner Faszination für Rap absolvierte er ein Studium in Deutscher und Englischer Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Bern. 2014 zog er für die Promotion nach Heidelberg, wo er sich mit einem praxisorientierten Ansatz an der Grenze zwischen Wissenschaft, Kunst und Kultur bewegt. Als Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter des „Freien Hip-Hop Instituts“ dokumentiert, erforscht und vermittelt er das kulturelle Erbe von Hip-Hop und entwickelt dabei alternative Formen und Formate der Bildung. Er schreibt, moderiert und publiziert, hält Vorträge und macht seit über 15 Jahren Hip-Hop Bildungsarbeit an Schulen, Jugendhäusern und Universitäten. 

Toni Landomini

Toni Landomini (geb. 1969), bekannt als Toni-L, ist ein Heidelberger Hip-Hop-Pionier und Gründungsmitglied der legendären Formation Advanced Chemistry. Mit dem Song „Fremd im eigenen Land“ (1992) setzte er gemeinsam mit Torch und Linguist ein starkes Zeichen gegen Rassismus und prägte die deutschsprachige Hip-Hop-Kultur nachhaltig. Auch als Solokünstler veröffentlichte er erfolgreiche Alben wie „Der Pate“ (1997) und „Der Funkjoker“ (2002) und tourte weltweit. In seinen Texten thematisiert Toni-L gesellschaftliche Verantwortung, Humanismus und Toleranz. Neben seiner musikalischen Arbeit ist er auch auf Theaterbühnen aktiv, etwa in „Biedermann und die Brandstifter“ (Theater Heidelberg) und „Nathan“ (Nationaltheater Mannheim). Als Kulturvermittler engagiert sich Landomini seit Jahrzehnten in der kulturellen Bildung – u. a. als Referent des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, Leiter des Nachwuchsprojekts Sprungbrett am Karlstorbahnhof Heidelberg und Juror bei verschiedenen Lese- und Schreibwettbewerben. Zudem war er in die Bewerbung Heidelbergs als UNESCO City of Literature eingebunden und ist seit 2023 Geschäftsführer des „Freien Hip-Hop Instituts“. 

Sarah Lesch

Sarah Lesch gehört zu den profiliertesten Stimmen der neuen deutschsprachigen Liedermacherszene. Seit über zehn Jahren steht sie für handgemachte Musik, präzise Sprache und eine künstlerische Haltung, die sich konsequent zwischen persönlicher Nähe und gesellschaftlicher Verantwortung bewegt. Ihre Songs verbinden poetische Intimität mit politischer Klarheit – ohne Parolen, aber mit spürbarer Wirkung. Mit mehreren Albumveröffentlichungen, Millionen Streams, ausgedehnten Tourneen und Auftritten auf renommierten Festivals hat sich Sarah Lesch weit über die klassische Liedermacherszene hinaus etabliert. Ihre Musik wird regelmäßig von Presse, Radio und Kulturformaten aufgegriffen und diskutiert. Lesch arbeitet bewusst unabhängig und entwickelt ihre Projekte langfristig und nachhaltig – musikalisch, publizistisch und unternehmerisch. Neben ihrer Musik veröffentlicht sie Texte und Bücher und pflegt einen engen, direkten Austausch mit ihrem Publikum.

Am 17. April 2026 erscheint ihr neues Album  „Poesie & Widerstand“ auf Listenrecords. Begleitend geht Sarah Lesch auf große Tour. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.  

Heike Gfrereis

Heike Gfrereis hat zwischen 2001 und 2021 die Museumsabteilung im Deutschen Literaturarchiv Marbach geleitet und zahlreiche Wechsel- und Dauerausstellungen im Bereich der Literatur kuratiert. Von ihr stammt das Gründungskonzept für das 2006 eröffnete Literaturmuseum der Moderne sowie die Konzepte zur Neugestaltung des Schiller-Nationalmuseums 2009 und zur Neuausrichtung des Marbacher Museumsprogramms 2019. Seit 2013 ist sie Honorarprofessorin der Universität Stuttgart, seit 2022 Referentin der neuen Stabsstelle »Literatur im öffentlichen Raum« am Deutschen Literaturarchiv Marbach. Aktuell arbeitet sie an einer Studie über ästhetische Erfahrungen und Grenzen in Literaturarchiven und -ausstellungen. 

Nina Lenz

Nina Lenz, geboren 1993 in Mühlacker, studierte in Tübingen Germanistik und Literatur- und Kulturtheorie, sowie am Studio Literatur und Theater.

Sie lebt in Tübingen und schreibt Lyrik und Prosa, organisiert Lesungen und Schreibworkshops.

Zuletzt veröffentlichte sie unter anderem in den Zeitschriften Sinn und Form, Literarische Blätter, Open Sewers und manuskripte und war Finalistin beim Hans-Meinke-Preis 2023. 

Carolin Callies

Carolin Callies, geboren 1980 in Mannheim, lebt in Ladenburg bei Heidelberg. Seit ihrer Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin im Suhrkamp Verlag und dem Studium der Germanistik und Medienwissenschaften in Mannheim im Literaturbetrieb tätig. Zuletzt erschienen ihre beiden Gedichtbände schatullen & bredouillen und teilchenzoo im Verlag Schöffling & Co. Auszeichnungen: Gerlinger Lyrikpreis 2020 der Petra Schmidt-Hieber Literaturstiftung,Thaddäus-Troll-Preis 2015. Als Literaturvermittlerin organisiert sie die Ladenburger Literaturtage vielerorts, die Bühne Die Unabhängigen für die Kurt Wolf Stiftung auf der Buchmesse Leipzig und moderiert den Podcast Kapriolen für das Literaturhaus Stuttgart. 

Volker Quandt

Volker Quandt wurde in Lund/Schweden geboren. Er ist Tübinger Theatersport-Leiter im LTT und leitet das Harlekin Theater. Er ist Regisseur von über 60 Inszenierungen in Deutschland, Schweden, Dänemark, Brasilien, Japan, Chile, Ghana. Dramatiker (Theaterstücke und Hörspiele), Dramaturg, Übersetzer von Theaterstücken und Verleger. Seit 2000 Gastdozent in Sachen Improvisationstheater an der Theaterhochschule Zürich.

Stefan Tigges

Stefan Tigges (Dr. phil.) lehrt und forscht an den Schnittstellen von theoretischer und künstlerischer Ausbildungspraxis bzw. Schauspiel und Bühnen-/Kostümbild sowie Dramaturgie, u.a. an der Akademie der Künste Berlin, der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg/Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sowie an der Kunst Universität Graz, wo er sich 2020 ebenso habilitierte. Nach einer Zusammenarbeit mit Johan Simons an Alfred Jarrys „Ubu“ (Thalia Theater Hamburg 02/2025) arbeitet er aktuell mit Jens Harzer an einem gemeinsamen Buch.

Letzte Monografie: Jürgen Gosch/Johannes Schütz. Theater, Transcript Verlag, Bielefeld 2021

 

Ausgezeichnete Gastdozent*innen ergänzen die fixen Seminare des Studios. Die Arbeit mit Schriftsteller-, Verleger-, Journalist-, Dramatiker- oder Lektor*innen bietet vielfältige Möglichkeiten der Horizonterweiterung und spannende Einblicke in den literarischen Betrieb der Gegenwart.