Soziale Arbeit und Weiterbildung - Bachelor (Mono)
Eckdaten zum Studiengang
Fakultät
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Abschluss
Bachelor (Mono)
Zulassungsbeschränkung
Ja, im 1. Fachsemester
Regelstudienzeit
6 Semester
Kombinationsfach erforderlich?
Nein
Bewerbungsfrist
für
Deutsche, EU-Bürger/innen und Bildungsinländer/innen
Wintersemester:
15.07
Bewerbungsfrist
für
Nicht-EU-Bürger/innen
Wintersemester:
15.07
Gilt für alle Bewerber/innen mit deutscher oder EU-Hochschulzugangsberechtigung.
Studienbeginn
Wintersemester
Unterrichtssprache
Deutsch
Finanzen
Beiträge und Gebühren
Voraussetzung und Bewerbung
Neu ab Wintersemester 2026/2027 - bisheriger Name “Erziehungswissenschaft und Soziale Arbeit/Erwachsenenbildung”
Die 120 Studienplätze werden nach einem hochschuleigenen Auswahlverfahren vergeben, dem folgende Kriterien zugrunde gelegt werden: Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) sowie eine abgeschlossene fachnahe Berufsausbildung, mindestens 6-monatige Dienste und Praktika und nicht-schulische Preise, die in Bezug zur Erziehungswissenschaft stehen. Für diese Zusatzqualifikationen kann ein Bonus auf die Abiturnote von bis zu 0,5 Notenpunkten vergeben werden.
Neu ab Wintersemester 2026/2027 - bisheriger Name “Erziehungswissenschaft und Soziale Arbeit/Erwachsenenbildung”
Der B.A.-Studiengang richtet sich in erster Linie an Abiturientinnen und Abiturienten. Aufgrund des Bonierungssystems im Rahmen des Auswahlverfahrens und der damit verbundenen Anerkennung außerschulischer Leistungen (bezogen auf eine in den Bereichen Pädagogik und Soziale Arbeit sowie Erwachsenenbildung/Weiterbildung einschlägige Berufsausbildung, Dienste und Praktika wie Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) u.a., einschlägige Preise auf Regional-, Landes- oder Bundesebene) kann die Note um bis zu 0,5 verbessert werden.
Gemäß den generellen Vergabekriterien für zulassungsbeschränkte Studiengänge werden (nach Abzug der Vorabquoten für Härtefälle, für internationale Studierende und für ein Zweitstudium) 90 Prozent nach dem Ergebnis des Auswahlverfahrens und 10 Prozent nach Wartezeit vergeben. Damit wird das Bachelorstudium auch für Personen möglich, die aus dem Beruf kommen und sich umorientieren oder weiterqualifizieren möchten. Zudem wurde der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte ohne Abitur erleichtert.
Die Studien- und Prüfungssprache im Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit und Weiterbildung“ ist Deutsch.
Lehrveranstaltungen und Prüfungen können auch in englischer Sprache abgehalten werden. Es wird daher vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende englische Sprachkenntnisse verfügen.
Den Studierenden werden englische Sprachkenntnisse auf dem Niveau B 2 gemäß dem “Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen” empfohlen.
Kompaktstudiengang. Es kann kein Nebenfach belegt werden.
Details zum Studiengang
Der Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit und Weiterbildung" verbindet erziehungswissenschaftliche Grundlagen mit empirischen Forschungsmethoden und professionsbezogenen Qualifikationen in zwei wählbaren Profilbereichen: Sozialpädagogik/Soziale Arbeit (mit staatlicher Anerkennung) und Erwachsenenbildung/Weiterbildung. Ergänzt wird das Studium durch soziologische und psychologische Bezugsdisziplinen sowie transdisziplinäre Wahlbereiche. Eine begleitete Praxisphase von 800 Stunden ist verbindlicher Bestandteil des Studiums.
Renommierter Forschungsstandort: Der Studiengang ist am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen angesiedelt, das mit seinen vier Abteilungen – Allgemeine Pädagogik, Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung/Weiterbildung und Schulpädagogik – das größte erziehungswissenschaftliche Institut in Baden-Württemberg ist und ein breites erziehungswissenschaftliches Forschungs- und Lehrspektrum abdeckt.
Gesellschaftlich relevante Querschnittsthemen: Themen wie Diversität, Inklusion, Migration, Digitalisierung und Professionsethik sind verbindlich im gesamten Studienverlauf verankert.
Intensiver Praxisbezug: Das Fachpraktikum von 800 Stunden wird durch ein etabliertes Netzwerk kooperierender Einrichtungen und ein institutseigenes Praktikumsbüro unterstützt.
Staatliche Anerkennung: Studierende des Profils Sozialpädagogik/Soziale Arbeit sind mit ihrem Abschluss berechtigt, die Bezeichnung “staatlich anerkannte/r Sozialdarbeiter/in” bzw. “staatlich anerkannte/r Sozialpädagog/in” zu führen.
Internationale Perspektiven Ein Auslandssemester ist über zahlreiche ERASMUS-Partnerhochschulen sowie den CIVIS-Hochschulverbund möglich.
Rankings:Das Institut für Erziehungswissenschaft gehört zu den renommiertesten erziehungswissenschaftlichen Standorten Deutschlands:
- Im Times Higher Education (THE) World University Ranking by Subject 2026 (Education Studies) belegt die Universität Tübingen Platz 3 in Deutschland und Platz 68 weltweit.
- Im CHE-Hochschulranking 2025 erhielt das Institut in insgesamt zehn Kategorien Spitzenwerte im nationalen Vergleich – darunter allgemeine Studiensituation, Betreuung durch Lehrende, Unterstützung im Studium, Lehrangebot, Studienorganisation sowie Bibliotheks- und IT-Infrastruktur.
Das Institut für Erziehungswissenschaft ist sowohl innerhalb der Universität als auch in der regionalen Fachpraxis eng vernetzt. Innerhalb der Universität arbeitet es eng mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) zusammen – einem bundesweit einzigartigen Forschungsinstitut, an dem eine der drei Kernprofessuren dezidiert erziehungswissenschaftlich ausgerichtet ist (Politische und Kulturelle Bildung) und mehrere Institutsmitglieder in der Steuerungsgruppe mitwirken. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit dem Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung, das gemeinsam mit dem Institut den Fachbereich bildet und dessen Forschungsorientierung unmittelbar in die Lehre einfließt. Im Ergänzungsbereich öffnet der Studiengang den Blick auf weitere universitäre Disziplinen – von Kriminologie und Politikwissenschaft bis hin zu Psychiatrie und Volkswirtschaftslehre.
In die Fachpraxis der Region ist das Institut durch ein langjährig gewachsenes Netzwerk kooperierender Einrichtungen eingebunden, das Studierende bei der Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen in Tübingen und Baden-Württemberg unterstützt. Als größtes erziehungswissenschaftliches Institut in Baden-Württemberg mit über 5.000 Studierenden und 10 Studiengängen verfügt das IfE über eine breite institutionelle Verankerung, die Studierenden den Zugang zu einem dichten Netz fachlicher und beruflicher Kontakte eröffnet. Der Austausch ist durch reglemäßige Veranstaltungen und Vernetzungstreffen (u.a. Tag der Weiterbildung, Tübinger Sozialpädagogiktag) fester Bestandteil des Institutslebens.
Das Studium gliedert sich in sechs Semester und umfasst insgesamt 16 Module mit 180 ECTS-Punkten. Im ersten Semester belegen alle Studierenden gemeinsame Pflichtmodule; sie wählen einen der beiden Profilbereiche, den sie ab dem zweiten Semester vertiefen. Die Inhalte gliedern sich in sechs Bereiche:
Einführung und Grundlagen vermitteln erziehungswissenschaftliches Basiswissen, Wissenschaftstheorie und eine Einführung in beide Profilbereiche.
Forschung und Methoden befähigen zur eigenständigen Anwendung theoretischer, qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden.
Profilbereiche der Sozialpädagogik/Soziale Arbeit und Erwachsenenbildung/Weiterbildung bilden den fachlichen Schwerpunkt des Studiums und schließen ein begleitetes Praktikum von 800 Stunden ein.
Bezugsdisziplinen aus Soziologie und Psychologie liefern die wissenschaftlichen Grundlagen für das Verstehen sozialer Zusammenhänge.
Ergänzungsbereiche ermöglichen individuelle Schwerpunktsetzungen in erziehungswissenschaftlichen Vertiefungen, transdisziplinären Fächern und überfachlichen Qualifikationen.
Das Abschlussmodul begleitet die Studierenden von der Exposé-Entwicklung bis zur fertigen Bachelorarbeit.
Ein Auslandssemester ist in jedem Fachsemester möglich und wird vom Institut aktiv unterstützt. Das Institut für Erziehungswissenschaft verfügt über ein breites Netz an Partnerhochschulen im Rahmen des ERASMUS-Programms sowie über zusätzliche Mobilitätsmöglichkeiten durch die Mitgliedschaft der Universität Tübingen im CIVIS-Hochschulverbund. Das Praktikum kann wahlweise auch im Ausland absolviert werden. Das Institut berät umfassend bei der Planung und Organisation eines Auslandsaufenthalts.
Freiwilliger Auslandsaufenthalt
In jedem Studiengang ist ein freiwilliger Auslandsaufenthalt möglich. Mit der Planung sollte ca. ein bis eineinhalb Jahre vor der Abreise begonnen werden.
Weitere Informationen und Beratung zum Auslandsstudium finden Sie auf der fachübergreifenden Seite Wege ins Ausland. Zudem bieten einige Fächer auch eigene Informationen zu Auslandsaufenthalten an.
- Regelstudienzeit: 6 Semester
- Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
- ECTS: 180
- Studienplätze: 120 pro Jahr
- Praktikum: 800 Stunden
- Module: 16
- Profilbereiche: 2 (Sozialpädagogik/Soziale Arbeit und Erwachsenenbildung/Weiterbildung)
- Studienbeginn: Wintersemester
- Unterrichtssprache: Deutsch (einzelne Veranstaltungen auf Englisch möglich)
- Zulassung: zulassungsbeschränkt
- Studienort: Tübingen
Entscheidungshilfe bei der Studienwahl
Entscheidungshilfen für ein Erststudium
Die Universität bietet Hilfen zur Entscheidungsfindung an. Dazu gehören z.B. der Besuch von Lehrveranstaltungen, Orientierungsveranstaltungen zu Studienwahlthemen sowie verschiedene Beratungsangebote. Weitere Hinweise finden Sie auf den Seiten für Studieninteressierte.
Entscheidungshilfen für Masterstudiengänge
Bei der Studienwahlentscheidung für die Masterstudiengänge spielen Spezialisierung, Schwerpunktsetzung und forschungs- sowie berufsbezogene Kriterien eine Rolle. Für Interessierte an Masterstudiengängen gibt es eine Vielzahl an Orientierungshilfen wie z.B. den Besuch von Lehrveranstaltungen und spezielle Beratungs- sowie Informationsangebote (z.B. Zentrale Studienberatung, Studienfachberatung, Career Service). Nähere Informationen finden Sie unter Beratung und Information.
Nach dem Studium
Der Abschluss qualifiziert für ein breites Spektrum an Berufsfeldern in pädagogischen und sozialen Einrichtungen. Absolvent:innen des Profils Sozialpädagogik/Soziale Arbeit sind staatlich anerkannt und arbeiten etwa in der Kinder- und Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, Familienberatung, Eingliederungshilfe, Sucht- und Schuldnerberatung oder im Sozialpsychiatrischen Dienst. Absolvent:innen des Profils Erwachsenenbildung/Weiterbildung sind tätig in Volkshochschulen, betrieblichen Bildungseinrichtungen, gemeinnützigen Trägern oder öffentlichen Institutionen – in Funktionen der Kursleitung, Beratung, Programmplanung und des Bildungsmanagements.
Beratung und Praktika
Der Career Service der Universität berät bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg. Praktika und Jobs finden Sie im Praxisportal.
Der Bachelorabschluss berechtigt zur Aufnahme eines weiterführenden Masterstudiums. Am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen stehen folgende konsekutive Masterstudiengänge offen:
- M.A. Forschung und Entwicklung in der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit
- M.A. Erwachsenenbildung/Weiterbildung
- M.A. Bildung und Erziehung: Kultur – Politik – Gesellschaft
- M.A. Schulforschung und Schulentwicklung