Im Tübinger Wissenschafts- und Technologiepark „Obere Viehweide“ haben Ende Oktober in der Maria-von-Linden-Straße 5 die Bauarbeiten für das Gebäude Cyber Valley 2 begonnen. Dieser zweite Bauabschnitt, angrenzend an das Gebäude Cyber Valley 1, soll nach der Fertigstellung Arbeitsgruppen des Fachbereichs Informatik der Universität und des Hertie-Instituts für künstliche Intelligenz in der Hirnforschung (Hertie Institute for Artificial Intelligence in Brain Research; Hertie AI) am Universitätsklinikum Tübingen zur Verfügung stehen.
Mit ihren Forschungsbereichen in der künstlichen Intelligenz und dem maschinellen Lernen ist die Universität Tübingen Gründungspartnerin der heutigen Cyber Valley GmbH, Europas größtem Forschungskonsortium im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Weitere Gründungspartner waren 2016 das Land Baden-Württemberg, die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die Universität Stuttgart sowie Amazon, BMW AG, IAV GmbH, Mercedes-Benz Group AG, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG. Seit 2019 ist zudem die Fraunhofer-Gesellschaft Cyber-Valley-Partnerin.
Die ersten Arbeitsgruppen des Fachbereichs Informatik der Universität Tübingen sind bereits vom langjährigen Informatikstandort auf dem Sand auf den neuen Campus in die Maria-von-Linden-Straße 6 gezogen. In diesem Jahr wird das fast fertige Cyber-Valley-Gebäude 1 in der Maria-von-Linden-Straße 1 bezogen. Alle weiteren Arbeitsgruppen sollen der Planung zufolge von 2028 an auf das Gebäude Cyber Valley 2 und das Gebäude in der Maria-von-Linden-Straße 6 verteilt werden. „Damit wird die Informatik der Universität Tübingen endlich komplett im Wissenschafts- und Technologiepark Obere Viehweide angesiedelt sein“, sagt Professor Andreas Geiger, der Sprecher des Fachbereichs Informatik.
Der Neubau
Das Gebäude Cyber Valley 2 soll bis 2028 fertiggestellt werden und rund 8.700 Quadratmeter umfassen. Die Forschungsflächen sollen insgesamt 20 Arbeitsgruppen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens beherbergen sowie einen zentralen Hörsaal und eine Präsenzbibliothek. Der viergeschossig geplante Bau soll mit dem bereits bestehenden Gebäude Cyber Valley 1 und den Freianlagen ein Gebäudeensemble bilden. In dem Ensemble entstehen außer den Institutsflächen ein zentraler Server sowie auch eine Cafeteria mit Lern- und Begegnungsmöglichkeiten. Das Land investiert rund 75 Millionen Euro in das Gebäude Cyber Valley 2. Die Fertigstellung ist für Mitte 2028 vorgesehen.
Pressemitteilung der Landesregierung von Baden-Württemberg/Hochschulkommunikation der Universität Tübingen