Kunst ist politisch. Beim Format „Politik, Prosa Poesie!“ (PPP!) performten Künstler:innen aus Tübingen ihre selbstgeschriebenen Texte auf der Bühne des d.a.i.
Von der eisigen Lawine aus Formularen und langen Anträgen, dem politischen, aber auch persönlichen Umgang mit vergangenen und aktuellen Kriegen bis hin zum Lernalltag geflüchteter Kinder in Deutschland – all das war Thema in der vierten Ausgabe von PPP. Moderator Alieren Renkliöz widmete diesen Abend ganz dem politischen Schreiben. „Angesichts der katastrophalen Weltlage kann uns Kunst Kraft und Orientierung schenken, mit diesen Dingen umzugehen. Schreiben ist ein Weg die Welt zu ordnen, zu verstehen. Mit diesem Format geben wir politischen Künstler*innen Raum und laden zur poetischen Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit ein“, so der Moderator.
PPP! Ist ein Kooperationsprojekt des Studio Literatur und Theaters Tübingen (SLT) und des Literatur-WG e.V. Die vierte Ausgabe des Formates wurde vom Kulturamt der Stadt Tübingen gefördert. Neben studentischen Stimmen standen auch professionelle Autoren wie der Sachbuchautor und Journalist Emran Feroz oder die Dichterin Anna Breitenbach auf der Bühne.
„Politik. Prosa. Poesie!“ nimmt die Bühnenpräsenz eines Poetry Slams und kombiniert ihn mit dem inhaltlichen Tiefgang einer Literaturlesung. Diese Aspekte von zwei unterschiedlichen Veranstaltungsformaten kombinierend, verlangen wir von den Dichter*innen Tiefgang und Intensität im Ausdruck - ganz ohne Konkurrenz.
Das Mikrofon gehörte den Künstler:innen, das Urteil dem Publikum.