Uni-Tübingen

Achtzehnte Tübinger Schreibwoche

Du fragst dich, was es bedeutet, einen wissenschaftlichen Text zu schreiben? Steht bei dir bald ein neues Schreibprojekt an? Oder hast du Fragen zu deiner aktuellen Arbeit? Gar kein Problem! Denn genau dafür gibt es die Tübinger Schreibwoche, die vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 bereits zum achtzehnten Mal stattfindet. 

Was genau findet in der Schreibwoche statt?

Bei der Tübinger Schreibwoche kannst du ganz unterschiedliche Facetten des wissenschaftlichen Schreibens entdecken. In verschiedenen Workshopformaten vermitteln die Tutor:innen des Diversitätsorientierten Schreibzentrums theoretische Grundlagen und geben dir praktische Methoden an die Hand, mit denen du deine Schreibprojekte meistern kannst. Die Veranstaltungen dauern jeweils 90 Minuten. Tatkräftig unterstützt wird das Team des Diversitätsorientierten Schreibzentrums dabei vom Geschichtsmentorat des Fachbereichs Geschichtswissenschaft.

Dieses Mal stehen u.a. die folgenden Themenbereiche im Vordergrund: 

  • Prokrastination verstehen
  • Ordnung durch Zeitmanagement
  • Objektiv schreiben
  • KI als Schreibpartner
  • Journaling
  • Quellen im Griff mit Zotero
  • Schreiben für Geisteswissenschaftler:innen
  • Perfektionismus im Schreibprozess
  • Texte wissenschaftlich formulieren

Treffpunkt für alle Veranstaltungen sind die Räumlichkeiten der UB. Diese werden während der Schreibwoche gut ausgeschildert sein. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen kannst du dem Programm entnehmen. 

Willkommen sind Studierende und Promovierende aller Fachsemester und aller Fakultäten. Für die Workshops ist keine Anmeldung erforderlich - komm einfach vorbei!

Klappe für Beschreibungen zu den Angeboten der achtzehnten Tübinger Schreibwoche einfach die folgenden Überschriften aus.

Montag, 29. Juni 2026

Schreiben heißt Denken - Journaling im Schreibprozess

12:15 bis 13:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

Der Kopf ist voller Gedanken, die Gliederung steht noch nicht und das Schreiben will einfach nicht richtig beginnen? Journaling kann dabei helfen, Gedanken zu ordnen, Ideen weiterzuentwickeln und den eigenen Schreibprozess zu reflektieren. In diesem Workshop lernst du verschiedene Journaling-Methoden kennen und probierst diese selbst aus. Gemeinsam erkunden wir, wie Schreiben nicht nur ein Mittel zur Textproduktion, sondern auch ein Werkzeug zum Denken, Strukturieren und Weiterkommen sein kann.

 

Perfektionismus im Schreibprozess

14:15 bis 15:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

Kommst du aus dem Texte lesen nicht mehr heraus, arbeitest noch immer an dem perfekten Satz oder bist mit deinem fertigen Text unzufrieden? Dann ist dieser Workshop genau richtig für dich! In diesem Workshop sprechen wir über Perfektionismus im Schreibprozess und lernen Strategien kennen, mit diesem umzugehen. Im gemeinsamen Austausch betrachten wir die verschiedenen Facetten des Schreibperfektionismus und suchen nach möglichen Ursachen. Darüber hinaus arbeiten wir an einem realistischen Schreibprozess und präzisen Arbeitsschritten für die Hausarbeit.  

 

Objektivität und Perspektivität im wissenschaftlichen Schreiben

16:15 bis 17:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

Wissenschaftliche Texte sollen objektiv sein – doch was bedeutet das eigentlich? Ist vollständige Objektivität überhaupt möglich, oder fließen immer auch persönliche Perspektiven und Vorannahmen in einen Text ein?

Im Workshop setzen wir uns mit den Merkmalen wissenschaftlichen Schreibens auseinander und untersuchen, wie Objektivität im Text sprachlich umgesetzt werden kann. Gemeinsam analysieren wir einen Text, versuchen diesen umzuschreiben und diskutieren die Grenzen objektiven Schreibens. 

 

Ansprechend wissenschaftlich schreiben für Geschichtswissenschaftler:innen

18:15 bis 19:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

Wissenschaftliches Schreiben ist nicht leicht. Das auch noch sprachlich ansprechend zu gestalten, ist die Kür. Präzise Sprache und eleganter Stil sind keine Gegensätze, im Gegenteil: Gerade in den Geisteswissenschaften hängt der sprachliche Ausdruck eng mit der inhaltlichen Argumentation zusammen. An konkreten Beispielen werden wir Euch Tipps und Tricks an die Hand geben, wie Ihr etwa Eure Einleitung oder die Übergänge von Kapiteln in Euren Texten sprachlich ansprechend – und damit überzeugend – gestaltet. Nicht zuletzt werden wir auch auf den berühmten ‚roten Faden‘ zu sprechen kommen, der für eine gute Hausarbeit unabdingbar ist. Dabei wird es auch genügend Zeit für Eure ganz individuellen Anliegen geben – Ihr könnt also gerne Eure konkreten Fragen mitbringen. 

Dieser Workshop wird durchgeführt vom Geschichtsmentorat.

Dienstag, 30. Juni 2026

Prokrastination verstehen und ins Schreiben kommen

12:15 bis 13:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

Nächstes Mal fange ich früher an! Wenn dir dieser Satz schonmal durch den Kopf gegangen ist, dann könntest du in diesem Workshop richtig sein. Woher kommt Prokrastination und wie können wir sie reduzieren? Grundlage des Workshops ist die Annahme, dass es nützlich ist, zu verstehen, warum Prokrastination vorkommt und gemeinsam über Wege nachzudenken, wie sie auf ein individuell zufriedenstellendes Maß beschränkt werden kann.  

 

Quellen im Griff mit Zotero

14:15 bis 15:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

Du hast Literatur recherchiert und findest die passenden Dokumente aber nicht wieder, weil die Dateien in verschiedenen Ordnern abgespeichert sind? Du hast keine Lust oder keine Zeit mehr, das gesamte Literaturverzeichnis händisch zu erstellen? Gleichzeitig klingt allein das Wort „Literaturverwaltungsprogramm“ sperrig und die Hürde, sich in ein neues Programm einzuarbeiten, scheint manchmal hoch. Wenn du dich darin wiederfindest, komm‘ gerne zum Workshop und wir probieren es gemeinsam aus. Du wirst feststellen, dass Zotero gar nicht so kompliziert ist und dir den Schreibprozess um einiges erleichtern kann.

Folgendes schauen wir uns an:

  • Welche Vorteile hat ein Literaturverwaltungsprogramm wie Zotero?
  • Grundlagen des Programms: Literatur einfügen, organisieren
  • Zotero Connector: Literatur direkt aus dem Browser importieren
  • Verknüpfung von Zotero und Word  
  • Mit Literatur arbeiten: lesen, markieren, Notizen erstellen 
     

WICHTIG! Wenn du am Workshop teilnehmen möchtest, solltest du vorab das Programm und auch den Browser Plug-in (Zotero Connector) installieren, damit du aktiv mitmachen kannst. Die Nutzung von Zotero ist kostenlos. Du kannst es unter folgendem Link herunterladen: https://www.zotero.org/ 

Mittwoch, 1. Juli 2026

Prompting: KI im Schreibprozess

12:15 bis 13:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

Wie kann KI beim wissenschaftlichen Schreiben sinnvoll eingesetzt werden? In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Möglichkeiten und Grenzen generativer KI und lernen, wie durch gezieltes Prompten hilfreiche Ergebnisse für den Schreibprozess erzielt werden können. Anhand praktischer Übungen entwickelst du eigene Prompts und reflektierst den kritischen Umgang mit KI-generierten Inhalten. 

 

KI-Schreibberatung

14:15 bis 15:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

Du hast Fragen zum Thema KI und Schreiben? Während unserer Beratungszeit kannst du einfach vorbeikommen und mit uns zum Beispiel darüber sprechen, wie ein sinnvoller KI-Einsatz aussehen kann, welche Promptstrategien für dein Anliegen geeignet sind oder wie du Unsicherheiten bezüglich der KI-Regelungen in deinem Fach mit deinen Dozierenden besprechen kannst.

 

Ordnung im Schreibprozess durch realistisches Zeitmanagement

16:15 bis 17:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

“Heute muss ich endlich schreiben!” – Klingt so einfach, aber Schreiben bedeutet weit mehr als nur Formulieren: Ideen sammeln, strukturieren, recherchieren, entscheiden und überarbeiten konkurrieren oft gleichzeitig um Aufmerksamkeit. Das kann zu Überforderung, Aufschieben und dem Gefühl führen, im eigenen Schreibprozess den Überblick zu verlieren. In diesem Workshop reflektierst du deinen eigenen Schreibprozess und lernst Methoden kennen, um Schreibphasen sinnvoll zu organisieren, Prioritäten zu setzen und mit den eigenen Zeit- und Energieressourcen bewusster umzugehen. So entsteht mehr Ordnung im Schreiballtag und dein Schreiben wird planbarer. 

Freitag, 3. Juli 2026

Wissenschaftliche Texte formulieren - einen eigenen Schreibstil finden

14:15 bis 15:45 Uhr

Raum direkt links hinter der Ammerbaubrücke in der UB (ehemaliger PC-Pool)

Gemeinsam werden wir klären, was es bedeutet, wissenschaftlich zu schreiben und was die speziellen Bedingungen sind, unter denen wissenschaftliche Texte und speziell Hausarbeiten/ Bachelor- und Masterarbeiten entstehen. Damit wollen wir zusammen den Rahmen abstecken, in dem du einen eigenen wissenschaftlichen Stil finden und in Zukunft eigenständig weiterentwickeln kannst.