Meldung
16.07.2026
Dem Marsleben auf der Spur
Forschungsteam mit Beteiligung des Tübinger Geomikrobiologen Andreas Kappler entwickelt neue Kriterien für die Suche nach Leben auf dem Mars
Die Suche nach Spuren von Leben außerhalb der Erde gehört zu den zentralen Herausforderungen der modernen Planetenforschung. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universitäten Göttingen und Tübingen hat untersucht, welche Spuren Leben auf dem Roten Planeten hinterlassen könnte – und gezeigt, wie schwierig ihre eindeutige Interpretation ist. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift GSA Bulletin erschienen.
Das Team analysierte eisenreiche, mikrobiell gebildete Sedimentstrukturen auf der Erde, sogenannte Mikrobialithe. Diese zählen zu den ältesten Zeugnissen des irdischen Lebens. Die Proben stammen aus dem Río Tinto im Südwesten Spaniens – einem Ort mit extrem sauren, eisenreichen Bedingungen, wie sie zeitweise auch auf der Oberfläche des frühen Mars geherrscht haben könnten. Deshalb könnten vergleichbare Sedimentstrukturen auch auf dem Roten Planeten existieren, die in Zeiten flüssigen Wassers dort durch mögliches Leben gebildet worden sein könnten. Bislang war jedoch unklar, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um potenzielle Mikrobialithe im Rahmen laufender Marsmissionen sicher zu erkennen.
Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Kappler
Universität Tübingen
Fachbereich Geowissenschaften – Arbeitsgruppe Geomikrobiologie
Telefon +49 7071 29-74992
andreas.kapplerspam prevention@uni-tuebingen.de
Internet: https://uni-tuebingen.de/de/84441
Prof. Dr. Jan-Peter Duda
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Geowissenschaften und Geographie – Abteilung Geobiologie
Goldschmidtstraße 3, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-27922
E-Mail: jan-peter.dudaspam prevention@uni-goettingen.de
Internet: www.geobiologie.uni-goettingen.de