Uni Tübingen

Meldung

08.07.2025

Mathematik-Rätsel lösen und Bioleaching bestaunen im MINT-Klassenzimmer

Universität Tübingen bietet mit dem modernen Raum Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe spielerischen Zugang zu den Naturwissenschaften. Manuel Hagel, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag Baden-Württemberg, verschafft sich während eines Besuchs einen Eindruck.

Masterstudierende der Universität Tübingen unterrichten im MINT-Klassenzimmer eine 6. Klasse einer Schule aus der Region.

„2, 4, 8, 16, 32, 64, 128“, schreibt die Sechstklässlerin mit blauer Tinte auf ihr weißes Blatt. In der Zeile darunter fängt sie an zu rechnen: „26-16=10*2=20-1=19“. Zwei Minuten Zeit haben sie und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, um die Lösung zu ermitteln. Die Aufgabe: Sie und die anderen Jugendlichen im Raum sollen sich einen Kreis aus 26 Menschen vorstellen. Mit Hilfe von Mathematik sollen sie dann den Zusammenhang der Position der am Ende übrigbleibenden Person und der Anzahl der Personen im Kreis untersuchen, wenn nach und nach einem bestimmten Muster folgend Menschen den Kreis verlassen müssen und dieser Vorgang nach demselben Muster stets von vorn beginnt. So lautet die Aufgabe – in der Mathematik auch bekannt als Josephus-Permutation –, die der Beamer an die Leinwand im MINT-Klassenzimmer projiziert. MINT steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Die Schülerinnen und Schüler sind einen Tag lang zu Besuch im MINT-Klassenzimmer der Universität Tübingen und lernen naturwissenschaftliche Grundlagen, erklärt Professor Jan-Philipp Burde der Besuchergruppe um Manuel Hagel, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag Baden-Württemberg. Jan-Philipp Burde ist Fachdidaktiker der Physik und hat eine von 19 Professuren inne, die in Kooperation mit der Tübingen School of Education Lehrkräfte ausbilden. Masterstudierende, die später Fächer wie Mathe, Physik oder Erdkunde unterrichten, können Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe in dem Raum, der mit Unterstützung der Vector Stiftung finanziert wird, mit moderner Technik beispielsweise mit einer Wärmebildkamera vorführen, dass Energie auch in Wärme umgewandelt wird. Oder welche Möglichkeiten sich mit „Bioleaching“ zur Ressourcenrückgewinnung abzeichnen.