Uni-Tübingen

Pressespiegel

  • 19.07.2015, Die Welt: "Vulkane und die Pest führten zum Niedergang Roms"
  • https://www.welt.de/geschichte/article144148456/Vulkane-und-die-Pest-fuehrten-zum-Niedergang-Roms.html
    • Die Pest war der Höhepunkt einer nahezu ununterbrochenen Kette schwerer Naturkatastrophen, die seit 500 n. Chr. das Reich in bis dahin nie gekanntem Ausmaß heimsuchten, schreibt der Tübinger Althistoriker Mischa Meier in seiner maßgeblichen Studie über die Justinianische Pest: „Heuschreckenplagen, Sonnenfinsternisse, Kometen, Flut- und Brandkatastrophen, Plünderungszüge auswärtiger Scharen sowie insbesondere Erdbeben folgten in kurzen Abständen aufeinander.“ [...] Die Menschen hätten sich so versündigt, dass Gottes Zorn sie nun träfe, wurde zur Überzeugung der Überlebenden. Eine übersteigerte Marienverehrung, Bilderkult und sakral überhöhtes Kaisertum nennt Mischa Meier denn auch als mittelbare Folgen der Pest. Sie wurden zu typischen Elementen der byzantinischen Kultur des Mittelalters.
  • 27.08.2015, Schwäbisches Tagblatt, "Wir sprachen mit Tübinger Wissenschaftlern über Gründe für Fremdenfeindlichkeit“; Hintergrundgespräch mit Boris Nieswand.
  • https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Wir-sprachen-mit-Tuebinger-Wissenschaftlern-ueber-Gruende-fuer-Fremdenfeindlichkeit-235281.html
    • Auch in Baden-Württemberg brennen wieder Flüchtlingsheime. Warum geschieht das? Wie geht man damit um? Darüber sprachen wir mit dem Tübinger Soziologen Prof. Boris Nieswand und dem Friedenspädagogen Uli Jäger. [...] Besonders ausgeprägt ist die Fremdenfeindlichkeit da, wo eine Gemeinschaft klein und homogen ist und ein starkes Wir-Gefühl entwickelt hat. „Wenn Sie ein großes Flüchtlingsheim mitten in ein kleines Dorf stellen, sollte man sich über Probleme nicht wundern“, sagt Nieswand. Fremdenfeindlichkeit sei ja nicht nur eine Frage der Einstellung, sondern auch eine der Wahrnehmung. Wenn Flüchtlingen eine „Gruppenhaftigkeit aufgezwungen“ werde, achteten die Einheimischen nicht mehr auf die Unterschiede, sondern schrieben den Fremden kollektive Eigenschaften zu. Die eigene Gruppe werde dann zum Beispiel als „sauber und ordentlich“ empfunden, die andere als „schmutzig oder promisk“.
  • 04.09.2015: Deutschlandradio Kultur: „Gib AIDS keine Chance - Deutsch-deutsche Erfolgsgeschichte eines Slogans“; Interview mit Henning Tümmers.
  • 13.11.2015, Reutlinger Generalanzeiger: „»Es lohnt sich, optimistisch zu sein«“; Interview mit Ewald Frie und Boris Nieswand.
  • Link zum Artikel
    • Die Flüchtlingskrise wird die Bundesrepublik verändern. Während die einen neben der Herausforderung auch die Chancen sehen, fürchten die anderen um die christliche Werteordnung der Gesellschaft. Im Sonderforschungsbereich »Bedrohte Ordnungen« an der Universität Tübingen kennt man sich aus mit Gesellschaften im Wandel, mit den Mechanismen, die in extremen Situationen eine Rolle spielen. Die Professoren Ewald Frie und Boris Nieswand gehören zum Wissenschaftler-Team, das sich interdisziplinär mit Gesellschaften beschäftigt, die sich extremen Herausforderungen gegenübersehen. Ist Deutschland angesichts des anhaltenden Flüchtlingszustroms eine »bedrohte Ordnung«?
  • 13./14.11.2015, Ärzte-Zeitung: „AIDS wurde oft mit Cholera und Pest verglichen“, Interview mit Henning Tümmers.
  • 01.12.2015: hr2 Kultur: „Der Tag: Aids trifft immer die Anderen!“; Interview mit Henning Tümmers.
  • 11.12.2015: The Huffington Post: „Experte: Die Bedrohung für Deutschland ist schon längst im Land“, Hintergrundgespräch mit Ewald Frie.
  • http://www.huffingtonpost.de/2015/12/11/bedrohung-deutschland-experte_n_8784526.html
    • "Wenn das richtig losgeht, weiß keiner mehr, was herauskommt." [...] Der Satz stammt von dem Neuzeithistoriker Ewald Frie, den ich in Tübingen besuche. Er leitet den Sonderforschungsbereich "Bedrohte Ordnung". Ich will mit ihm über die Angst reden, die viele Deutsche lähmt. [...] Es gibt tatsächlich eine Bedrohung, aber laut Ewald Frie ist sie dort, wo wir sie nicht vermuten. Die Bedrohung geht von uns selbst aus. Entscheidend für den Ausgang ist nicht die Katastrophe, sondern die Art, wie eine Gesellschaft damit umgeht.
  • 13.01.2016, ZDF heute+: „Angst: Wie ändert sich die Gesellschaft“; Beitrag und Interview mit Ewald Frie,
  • https://de-de.facebook.com/heuteplus/videos/1151879161490997/UzpfSTE3ODQ3OTYxMjIzODE3NDo5MTI3MzIzMTg4MTI4OTY/
    • Für manche scheint die Ordnung aus den Fugen wie wirkt sich das auf unsere Gesellschaft aus? [O-Ton Ewald Frie] Die Bedrohung sorgt dafür, zum einen, dass wir Diskussionen bekommen darüber, wer wir sind? Die Bedrohung sorgt dafür, dass Zeit knapp wird; dass gesagt wird, wir müssen jetzt etwas tun. Und dafür, dass wir Mobilisierungsrhetorik bekommen. Wir müssen jetzt zusammenstehen. […] Wie stark sich Gesellschaft verändert ist gar nicht sicher. Das eine ist die Rhetorik. Das andere ist, haben Menschen wirklich das Gefühl, sich nicht mehr aufeinander verlassen zu können? Dass ihr Alltag nicht mehr gesichert ist, dass sie etwas tun müssen, was sie normalerweise nicht mehr tun. […] Wenn das passiert haben wir eine wirkliche gesellschaftliche Veränderung. Das sehe ich aber im Moment noch nicht.
  • 23.03.2016, Kontext:Wochenzeitung (taz, die Tageszeitung): „Bedrohte Ordnungen“, Artikel über die Arbeit des SFB
  • https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/260/bedrohte-ordnungen-3527.html
    • "Wir können zeigen", sagt Frie, "wie fragil die Grundlage einerseits ist, auf der wir in unserem Gesellschaftssystem stehen." Andererseits könne die Belastbarkeit der Gesellschaft an bestimmten Merkmalen festgemacht werden: an der Bedrohungsrhetorik und an den Lebensumständen im Alltag. "Wenn Menschen beginnen, aus Angst nicht mit der U-Bahn zu fahren oder selbstverständliche Handlungen zu problematisieren", weiß der Professor, "beginnt eine Ordnung ihre Stabilität zu verlieren." Solche Entwicklungen könne er aber "in Deutschland überhaupt nicht sehen". Und Frie warnt davor, höhere Sensibilität, gerade in der Migrations- und Integrationsthematik, vorschnell als negatives Zeichen zu bewerten. Das sei auch "ein Luxus im Vergleich zu anderen Zeiten und anderen Gesellschaften".
  • 30.04.2016, Schwäbisches Tagblatt: „Kulturhalle blickt in ihrer aktuellen Schau auf Tübingens Flüchtlinge“; Artikel über die Eröffnung der Ausstellung „Zuflucht Tübingen. Geschichte und Geschichten von Geflüchteten“ im Rahmen der SFB-Reihe Fokus:Flüchtlingskrise.
  • https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Kulturhalle-blickt-in-ihrer-aktuellen-Schau-auf-Tuebingens-Fluechtlinge-286746.html
    • Prof. Ewald Frie, Historiker an der Universität und Leiter des Forschungsbereiches „Bedrohte Ordnungen“, hat im Hinblick auf die Flüchtlingswelle vergangenes Jahr eine ungewöhnliche Erfahrung gemacht: „Wir sind aktuell“, sagte er. „In den letzten vier Jahren hatten wir bei unserer wissenschaftlichen Arbeit die Kriterien für bedrohte Ordnungen definiert.“ Die Forschungsergebnisse seien nun bei den täglichen Ereignissen nachvollziehbar. „Wir sind froh, wenn wir zur Diskussion etwas beitragen können“, so Frie.
  • Mai 2016, attempto!: „Dem Krisenmodus auf der Spur/Underständing Threats to Civic Order“; Artikel über die Arbeit des SFB.
  • Link zur Ausgabe
    • Die beste der guten Nachrichten: Unsere Ordnung ist nicht in Gefahr durch jene Zuwanderung, die Teile der bundesdeutschen Gesellschaft seit Mitte 2015 in helle Aufregung versetzt. Und dem Satz der Kanzlerin „Wir schaffen das!“ gewinnen die Tübinger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen einen besonderen Aspekt ab: Es sei auch der Versuch zu verhindern, „dass sich eine Bedrohungsspirale in Gang setzt“, sagt Ewald Frie, Professor für Neuere Geschichte. „Bedrohte Ordnungen“ ist der Titel des Sonderforschungsbereichs, als dessen Sprecher Frie fungiert; entstanden ist eine Denkfabrik, die sich mit Krisen befasst, aktuellen und historischen.
  • 02.05.2016, Schwäbisches Tagblatt: „Trotz aller Schwierigkeiten- Die Arbeit mit Flüchtlingen biete viele Chancen, sagen Helfer“; Artikel über eine Podiumsdiskussion im Rahmen der SFB-Reihe Fokus:Flüchtlingskrise
    • Die Podiumsdiskussion war Teil einer Reihe von Veranstaltungen zur Ausstellung „Zuflucht Tübingen. Geschichte und Geschichten von Geflüchteten“, die bis 28. Mai in der Kulturhalle zu sehen ist. Das Stadtmuseum zeigt die Ausstellung zusammen mit dem Deutsch-Französischen Kulturinstitut und dem Sonderforschungsbereich „Bedrohte Ordnungen“ an der Uni Tübingen.
  • 11.05.2016, Schwäbisches Tagblatt: „Der Ex-Kapitän der Cap Anamur und ein Ex-Flüchtling sprachen in der Kulturhalle“; Artikel über eine Podiumsdiskussion im Rahmen der SFB-Reihe Fokus:Flüchtlingskrise
  • https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Der-Ex-Kapitaen-der-Cap-Anamur-und-ein-Ex-Fluechtling-sprachen-in-der-Kulturhalle-287841.html
  • 30.05.2016, Schwäbisches Tagblatt: „Podiumsdiskussion in der Kulturhalle zu Perspektiven der Flüchtlingsintegration“; Artikel über eine Podiumsdiskussion mit einem Teilnehmer des SFB.
  • https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Podiumsdiskussion-in-der-Kulturhalle-zu-Perspektiven-der-Fluechtlingsintegration-289940.html
    • Pavkovic diskutierte mit den Soziologen Boris Nieswand und dem Historiker Dieter Langewiesche, beide Professoren an der Tübinger Universität, über die Hintergründe der aktuellen Flüchtlingskrise und den hierzulande wieder im Wachsen begriffenen Nationalismus. Nieswand beschäftigte sich zunächst mit den Begriffen Integration und Assimilation – letzterer sei nach den „ethno-politischen Katastrophen des Zweiten Weltkriegs in Verruf“ geraten.
  • 12.6.2016, MDR-Aktuell: „AIDS in der DDR“; Interview mit Henning Tümmers.
  • 27.08.2016, Schwäbisches Tagblatt: „Der Konfliktforscher Jan Sändig widmet sich in Tübingen Fragen rund um Krieg und Frieden", Hintergrundgespräch mit Jan Sändig.
  • http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Der-Konfliktforscher-Jan-Saendig-widmet-sich-in-Tuebingen-Fragen-rund-um-Krieg-und-Frieden-300940.html
    • Schlacht um Aleppo. Bomben im Urlauberparadies Thailand. Putsch in der Türkei. Krieg im Jemen. Zeitungen und Fernsehsender verbreiten täglich diese Nachrichten, die für ein Gefühl der Unsicherheit sorgen. Der Konfliktforscher Jan Sändig beschäftigt sich beruflich mit Fragen von Krieg und Frieden. „Die Grundstimmung, die Welt ist bedroht, gibt es schon immer.“ Das ist eine zentrale Erkenntnis des Sonderforschungsbereichs „Bedrohte Ordnungen“, zu dem Sändig gehört: „Das Konfliktgeschehen ist schlimmer als vor 5, aber besser als vor 20 Jahren.“
  • 27.07.2016, Stuttgarter Zeitung: „Gruppen verüben solche Anschläge, wenn sie schwächeln“ , Interview mit SFB-Mitarbeiter Jan Sändig.
  • http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.terrormiliz-is-gruppen-verueben-solche-anschlaege-wenn-sie-schwaecheln.804eb7ab-bfb5-4b66-ae0e-440f19c68a28.html
    • Tödliche Angriffe in Frankreich, der Türkei oder Deutschland, verübt von Menschen, oft Einzeltätern, die sich zum sogenannten Islamischen Staat bekennen, obwohl sie bislang kaum eng mit der Gruppe verbunden schienen. In diesen Wochen, so scheint es, kommt das gehäuft vor. Terrorismusexperte Jan Sändig von der Universität Tübingen erklärt, was dahintersteckt.
  • 28.09.2016, SWR 4 Baden-Württemberg Regionalmagazin: Interview mit Ewald Frie anlässlich der SFB-Konferenz Bedrohte Ordnungen III.
    • Wenn Gesellschaften bedroht sind, wenn sie alarmiert werden, dann sind sie emotionaler, dann gehen sie davon aus, dass die Zeit knapp ist und sie trennen zwischen wir bzw. uns und den anderen. Und verändert eine Gesellschaft oder kann sie zumindest verändern.
  • 30.09.2016, Schwäbisches Tagblatt: „Auf einer Tagung denken Wissenschaftler über bedrohte Ordnungen nach“, Bericht über die SFB-Konferenz Bedrohte Ordnungen III.
  • http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Auf-einer-Tagung-denken-Wissenschaftler-ueber-bedrohte-Ordnungen-nach-305167.html
    • Was passiert, wenn die Welt immer unberechenbarer wird? Wie gehen Menschen mit tatsächlichen oder vermeintlichen Bedrohungen um? Wie kommunizieren sie? Auf der Tagung „Bedroht sein. Gesellschaften unter Stress im Vergleich“ diskutieren Wissenschaftler über Prozesse, die in bedrohten Ordnungen ablaufen.
  • 05.01.2017, Heute.de: „Historiker zum Populismus - "Wir verklären den Westen"“, Interview mit Ewald Frie.
  • http://web.archive.org/web/20170202231813/http://www.heute.de/historiker-ewald-frie-zum-populismus-wir-verklaeren-den-westen-46196992.html
    • Eine Ordnung hilft uns, morgens zuversichtlich aus dem Bett zu steigen. Wir haben das Gefühl, wir können uns auf Dinge verlassen, die nächsten Schritte sind berechenbar. Wenn dieses Gefühl schwindet, können sich Bedrohungsdiskurse etablieren. Wenn die […] Bedrohte Ordnungen sind ganz spannende Zeiten. In dem Moment, in dem eine Gesellschaft Alarm schlägt, sind plötzlich Veränderungen möglich, die sonst nicht oder nur wesentlich schwieriger gewesen wären. "Wir müssen handeln", "Wir haben keine Zeit zu verlieren" - das sind Parolen, die wir aus dem oft zähen politischen Betrieb nicht kennen. Bedrohte Ordnungen sind Möglichkeitsräume. [...] Wir haben 2015 und 2016 den Eindruck gehabt, dass unser Forschungsgegenstand sich vor unseren Augen abspielt - für einen Historiker wie mich ist das eine besondere Erfahrung. Wir haben gesehen, welche Bedeutung die Sprache gewinnt. Was vorher kaum denkbar schien, ist plötzlich sagbar. Symbolereignisse wie die Silvesternacht 2015 am Kölner Hauptbahnhof wurden auch zu Konflikten um die Grenzen des Sagbaren.
  • 05.01.2017, Schwäbisches Tagblatt: „Hilfe nach dem Hurrikan“, Bericht über die Arbeit von SFB-Mitarbeiterin Tanja Granzow als Katastrophenhelferin.
  • www.tagblatt.de/Nachrichten/Hilfe-nach-dem-Hurrikan-316242.html
    • Die Tübinger Ethnologin Tanja Granzow will für den Arbeiter-Samariter-Bund auf der Karibikinsel Trinkwasseraufbereitungsanlagen installieren.
  • 24.01.2017, inistrien.de, "Uni Tübingen forscht zu Melting Pot Istrien und Istrianern!",
  • https://www.inistrien.de/aktuelles/uni-tuebingen-forscht-zu-melting-pot-istrien-und-istrianern/
  • 08.02.2017, Schwäbisches Tagblatt: „Das Leben ist dann sehr intensiv“, Bericht über die Arbeit von SFB-Mitarbeiterin Tanja Granzow als Katastrophenhelferin.
  • http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Das-Leben-ist-dann-sehr-intensiv-320199.html
    • Erst Trinkwasser reinigen, dann forschen: Warum die Tübinger Ethnologin Tanja Granzow ihre wissenschaftliche Arbeit immer wieder für Katastropheneinsätze unterbricht.
  • 13.02.2017, Reutlinger Generalanzeiger: „Mitten unter die Menschen“; Bericht über die Arbeit von SFB-Mitarbeiterin Tanja Granzow als Katastrophenhelferin.
    • Rund 300 000 Menschen kamen ums Leben, rund 1,85 Millionen wurden obdachlos. Die Tübinger Ethnologin Tanja Granzow war als Helferin vor Ort. Als Wissenschaftlerin wird sie jetzt wieder auf die Insel fahren. Sie will für den Sonderforschungsbereich »Bedrohte Ordnungen« der Uni Tübingen untersuchen, wie internationale Helfer das Land verändern.
  • 31.03.2017, Hamburger Morgenpost, Türken und Russen in Deutschland Warum verehren sie Autokraten wie Putin oder Erdogan?,
  • https://www.mopo.de/26278712
    • Prof. Dr. Boris Nieswand, Migrationssoziologe von der Uni Tübingen, warnt aber vor Pauschalisierungen: „Jugend-Milieus wie die HipHop-Szene leben von Provokationen. Und nichts erschüttert das ,weiße Mittelklasse-Milieu‘ wirkungsvoller als Attacken gegen Frauengleichstellung, Homosexuelle, Toleranz insgesamt. Das zieht immer. Wir kennen das ja von den amerikanischen Vorbildern. Dass sich viele Deutsch-Russen oder -Türken schwertun, Deutschland zu lieben, räumt Prof. Nieswand aber ein: „Das hat einerseits viel mit der aktuellen Polarisierung im politischen Verhältnis der jeweiligen Staaten (Türkei und Russland) zu Deutschland zu tun“, begründet er gegenüber der MOPO. Was heißen soll: Kommt es zum Showdown alte gegen neue Heimat, steht einem die erstgenannte näher. „Zudem ist der Einfluss der Herkunftsländer bedingt durch globale Medienerreichbarkeit noch immer sehr groß“, so Nieswand.
  • 31.05.2017, Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Schreckliche Erfolge. Revolution in Eurasien“, Seite N3, Bericht zur Konferenz "Faszinosum Revolution Verheißung oder Bedrohung? Osteuropäische und globale Perspektiven", die der SFB gemeinsam mit dem Institut für Osteuropäische Geschichte veranstaltet hat:
    • Umso erhellender war jetzt eine Konferenz am Osteuropa-Institut der Universität Tübingen über Hoffnungen und Horror der russischen Revolution, bei der internationale Historiker neue Erkenntnisse vorstellten und die Epochenzäsur in die Weltgeschichte einordneten. [...] Die Voraussetzung für den Erfolg der russischen und später der chinesischen Kommunisten war dann ihre Gewaltbereitschaft, Koenen spricht von ihrer „moralischen Drachenhaut“. Der letzte Sowjetreformer Michail Gorbatschow wollte daran freilich nicht anknüpfen. Gorbatschow nannte zwar seine Perestrojka „revolutionär“, um die Faszinationsressource der Vokabel anzuzapfen, doch 1989 verurteilte er das Tiananmen-Massaker, weil damit der Sozialismus sein hässliches Gesicht gezeigt habe, wie der Tübinger Klaus Gestwa in Erinnerung rief. Diese Haltung dürfte den glücklicherweise verhältnismäßig unblutigen Zerfall des Sowjetimperiums besiegelt haben.
  • 16.06.2017, Schwäbisches Tagblatt: „Wenn Agrarland zur Ware wird“, Bericht zur Podiumsdiskussion, die das SFB-Teilprojekt F07 veranstaltet hat
  • http://www.tagblatt.de/Nachrichten/WennAgrarland-zur-Ware-wird-335216.html
    • Was bedeutet es für die Ernährung weltweit, wenn Ackerland nicht mehr den örtlichen Bauern gehört oder als Gemeindeland verfügbar ist, sondern an transnationale Investoren übergeht? „42 Millionen Hektar Land haben in den letzten Jahren den Besitzer gewechselt“, sagte der Tübinger Politikwissenschaftler Jan Sändig vor etwa 70 Interessierten am Mittwochabend im Tübinger Weltethos-Institut.
  • 27.11.2017, Frankfurter Allgemeine Zeitung, "Unser aller Teppich weben wir heute. Weltgeschichte für junge Leser",
  • http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/kinderbuch/ewald-fries-die-geschichte-der-welt-fuer-nicht-ganz-junge-leser-15311452.html
    • Neu heißt bei Frie: nicht Weltgeschichte als Wettkampf der Besten zu erzählen und auch nicht, zumindest soweit es möglich ist, nur aus der westlichen, europäischen Sicht. Dass Frie, wie er in seinem Nachwort zugibt, zunächst fast verzweifelte an seiner Aufgabe, nimmt man ihm ab. Letztlich war es der Sonderforschungsbereich „Bedrohte Ordnungen“ an der Tübinger Universität, der mit seinen Kontakten über die Fächergrenzen hinaus seinem Sprecher Frie, dem „Zirkusdirektor beeindruckender Geistesartisten“, zum Bild verhalf, mit dem er fruchtbar arbeitet: Geschichte als einen Teppich zu betrachten, an dem alle weben. Ohne unterschiedliche Perspektiven erschließt sich das Teppichmuster nicht, auch nicht die losen Enden, Löcher und Risse.
  • 25.04.2018, Deutschlandfunk Kultur, "Alltäglicher Prozess des Aushandelns", Gespräch mit Teilprojektleiterin Monique Scheer
  • http://www.deutschlandfunkkultur.de/die-bedeutung-des-kreuzes-alltaeglicher-prozess-des.2156.de.html?dram:article_id=416521,
    • Ist das Kreuz ein religiöses Symbol oder steht es für eine Kultur? Das müsse in der Gesellschaft immer wieder neu ausgehandelt werden, meint die Kulturwissenschaftlerin Monique Scheer nach der Entscheidung in Bayern, Kreuze in staatlichen Behörden aufzuhängen. [...] Wenn religiöse Symbole in das allgemeine Kulturgut übergingen, behielten sie dennoch den Ursprung von religiösen Kontexten, sagt Scheer. Es bleibe also immer eine Schnittmenge, wie sich auch am Beispiel von Weihnachten zeige. Debatten über religiöse Symbole und die Veränderung ihrer Bedeutung habe es in der Geschichte immer wieder gegeben, betont sie [...].
  • 24.04.2018, Designmadeingermany.de – Webportal für die besten Arbeiten deutscher Agenturen, Designer und Studenten, "BEDROHTE ORDNUNGEN – KRISEN ANDERS DENKEN",
  • https://www.designmadeingermany.de/2018/147977/
    • Gesellschaftliche Krisen gab es in der Antike genauso wie heute. Gesellschaften wandeln sich und Neues entsteht. Das Forschungsprojekt Bedrohte Ordnungen zeigt, wie sich Veränderungen nach bestimmten Mustern vollziehen und wie Menschen mit der Bedrohung umgehen. An der Universität Tübingen wird geforscht, was unsere Gesellschaft aus vergangenen Krisen und Katastrophen lernen kann. Die digitale Ausstellung stellt multimedial zwölf Fälle Bedrohter Ordnungen vor und eröffnet neue Perspektiven auf Krisen in Vergangenheit und Gegenwart.
  • 29.04.2018, SWR1, "Der Sonntagmorgen", Beitrag über die Eröffnung der virtuellen Ausstellung
    • Finanzkrise Flüchtlingskrise, Klimakrise. Die Welt scheint aus den Fugen geraten. […] Aber: Sind solche Bedrohungen nicht schon immer Teil der Menschheitsgeschichte gewesen? Dieser Frage gehen Forscher der Tübinger Universität in einer virtuellen Ausstellung nach. „Bedrohte Ordnungen“ heißt sie. Und die Frage ist eben, ob nicht Menschen Lösungen gefunden haben für diese Krisen. Gestern wurde die Ausstellung in der Tübinger Universitätsbibliothek eröffnet. Aber man kann sie sich auch ganz entspannt zuhaus’ am Rechner anschauen. […] Die Reaktionen auf solche Bedrohungen blieben aber gleich. Zum Beispiel das Minderheiten ausgegrenzt und bekämpft würden. Die Ausstellung beschreibt solche Krisenszenarien, solle aber auch Mut für die Zukunft machen, so Johler: „Ich glaube man muss aber neben allen Ängsten vor Bedrohungen immer wieder sehen – und das versucht die Ausstellung zu zeigen –, dass die Bedrohung immer nur ein Teil ist und dass Menschen immer wieder über die gesamte Geschichte der Menschheit Mittel gefunden haben, mit diesen Bedrohungen umzugehen.“
  • 30.04.2018, Kupferblau – Das Studierendenmagazin, "Forschung goes digital: Virtuelle Ausstellung eröffnet", Bericht zur Eröffnung der virtuellen Ausstellung des SFB,
  • http://www.kupferblau.de/2018/04/30/forschung-goes-digital-virtuelle-ausstellung-eroeffnet/
    • Wer sind wir? Was brauchen wir? Was bedroht uns? Existenzielle Fragen flackern ins Blickfeld, sobald man die frisch eingeweihte Ausstellung des Sonderforschungsbereichs (SFB) besucht. In ihren zwölf Teilbereichen soll sie diese großen Fragen beantworten – zumindest für den jeweils behandelten historischen und geographischen Kontext. Ziel der Ausstellung ist es, einem breiten Publikum die Arbeit der dahintersteckenden Forschungsgruppe vermittelbar zu machen. Ganz in diesem Sinne kann sie jede*r bequem zu Hause am Schreibtisch oder auf der Couch besichtigen – denn zu finden ist die Ausstellung ausschließlich im Internet. Auf der interaktiv gestalteten Webseite klicken sich die Nutzer durch vereinfacht aufbereitete und graphisch unterfütterte Projekte einzelner Wissenschaftler des SFB „Bedrohte Ordnungen“.
  • 30.04.2018, SWR2 – "Mittagsmagazin", Interview mit Reinhard Johler über die virtuelle Ausstellung "Bedrohte Ordnungen"
  • 15.05.2018, Schwäbisches Tagblatt, "Ankerplatz www.bedrohte-ordnungen.de", Bericht zur Eröffnung der virtuellen Ausstellung des SFb,
  • https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Ankerplatz-wwwbedrohte-ordnungende-373119.html
    • Akademiker, die an der Trockenheit und ästhetischen Unterbelichtung ihre [sic!] Fachs leiden, werden beglückt sein: Schließlich sieht das kräftig nach Welt und nicht nach Gelehrtenstube aus. Die Rede ist von der „virtuellen Ausstellung“ des Sonderforschungsbereichs Bedrohte Ordnungen.
  • 02.08.2018, Deutschlandfunk "Aus Kultur- und Sozialwissenschaften", "Bedrohte Ordnungen – Die Angst vor Veränderungen"
    • Ein Vulkanausbruch, ein Anschlag, Revolutionen – wie verläuft der Wandel und wie beeinflussen Gesellschaften den Umbruch? Dazu gibt es seit sieben Jahren einen Sonderforschungsbereich. In einer virtuellen Ausstellung, zeigen die Forscher Lehren aus der Vergangenheit für die Gegenwart. „Der Wandel ist überall und das für uns Interessante ist, dass einige dieser Wandlungsprozesse als bedrohlich empfunden werden. Und wenn sie von Einigen bedrohlich empfunden werden, muss es denen noch gelingen, das einer großen Gruppe als wirkliche Bedrohung zu erklären. Und die müssen es dann glauben. Das klappt nur manchmal.“ Ewald Frie, Professor für Neuere Geschichte, gehört zu den Tübinger Forschern, die interessiert, wann Veränderungen, wann Wandel als Bedrohung erlebt wird. Wenn die meisten Menschen gar keine Veränderung wahrnehmen, dann sind sie in der Regel auch nicht ängstlich und fühlen sich und ihre Ordnung nicht bedroht. Ewald Frie: „Wenn auf der Sach-Ebene gar nichts passiert, dann ist es hoch unwahrscheinlich, dass Menschen an eine Bedrohung glauben. Aber manche Veränderungen gehen unbemerkt vor sich, andere werden skandalisiert, und manche dieser skandalisierten Dinge können dann wirklich große Bedrohungsängste hervorrufen und das kann dann eine Gesellschaft wirklich tiefgreifend prägen.“
  • 16.08.2018, "Novum. World of Graphic Design", Ausgabe 09.18, S. 32–37, "Die Zukunft ist gestaltbar / Learning from History"
    • Fake News, steigende Flüchtlingszahlen, erstarkende populistische Bewegungen und Digitalisierung – naturgemäß sieht man die eigene Lage und Zeit immer als einzigartig an. Tatsächlich gab es schon immer Situationen, in denen die bestehende Ordnung bedroht war und Menschen nach Lösungen suchen mussten. Der Sonderforschungsbereich 923 an der Universität Tübingen untersucht seit 2011 unter dem Titel »Bedrohte Ordnungen«, wie Gesellschaften mit Krisen, Katastrophen und Extremsituationen umgehen. Und so vielfältig die Beispiele von der Antike bis zur Neuzeit sind, sie verraten viel über menschliches Verhalten, über Kommunikationsstrategien und über unsere Fähigkeit, uns und unsere Umwelt zu verändern. Wir sprachen mit Roman Krawielicki (RK) und Dennis Schmidt (DS), den Kuratoren der virtuellen Ausstellung www.bedrohte-ordnungen.de
  • ​​​​​​​​​​​​1.11.2018, Thema Vorarlberg, Ausgabe 43, November 2018, S. 12-13, „Von bedrohten Ordnungen“, https://themavorarlberg.at/gesellschaft/von-bedrohten-ordnungen

    • Vom Sturm auf Konstantinopel im Jahr 626 bis hin zu den Terroranschlägen des 11. Septembers: Wissenschaftler an der Universität Tübingen erforschen seit sieben Jahren „bedrohte Ordnungen“ – mit dem Ziel, aus historischen Krisen Erkenntnisse abzuleiten, wie Menschen typischerweise mit Bedrohungsszenarien umgehen. Althistoriker Mischa Meier (47), Sprecher des Sonderforschungsbereichs, sagt im Interview: „das existenzielle einer Bedrohung ruft Reaktionsmuster hervor, die sich über die Zeiten und Räume hinweg vergleichend analysieren lassen.“ Die Ergebnisse könnten zur „Relativierung des Alarmismus“ der heutigen Zeit beitragen. 

  • 16.12.2018, Deutschlandfunk, „Die Germanen sind ein Mythos“, Mischa Meier im Gespräch, https://www.deutschlandfunk.de/althistoriker-meier-im-dlf-die-germanen-sind-ein-mythos.694.de.html?dram:article_id=436090

    • Der Tübinger Althistoriker Mischa Meier hat für einen neuen Volksbegriff geworben. Die Wissenschaft gehe schon länger nicht mehr davon aus, dass Völker unveränderliche Einheiten seien, sagte Meier im Dlf. Völker seien nicht mehr mit festen Grenzen verbunden, es gebe ständig Migrations- und Veränderungsprozesse.

  • 23.02.2019, Süddeutsche Zeitung, „Ein nigerianischer Traum scheitert“, https://www.sueddeutsche.de/politik/nigeria-flucht-migration-deutschland-1.4340601

    • Deshalb ist es wahrscheinlich, dass einige von Buharis politischen Gegnern Boko Haram mit Geld unterstützen, erklärt der Politologe Jan Sändig. Er forscht an der Universität Tübingen über die Terroristen. "Einige Politiker versuchen, die Gruppe zu instrumentalisieren." Verurteilt wurde noch niemand, Korruption ist allgegenwärtig: "Die politischen Ämter dienen der Bereicherung der Herrschenden", sagt Sändig.

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