Uni-Tübingen

Kognitionswissenschaft - Master

Eckdaten zum Studiengang

Fakultät
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Abschluss
Master

Zulassungsbeschränkung
Nein

Regelstudienzeit
4 Semester

Kombinationsfach erforderlich?
Nein

Bewerbungsfrist 1. Fachsemester

Bewerbungsfrist für Deutsche, EU-Bürger/innen und Bildungsinländer/innen 
Wintersemester: 15.09

Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Bürger/innen
Wintersemester: 15.07

Gilt für alle Bewerber/innen mit deutscher oder EU-Hochschulzugangsberechtigung.

Studienbeginn
Wintersemester

Unterrichtssprache
Deutsch

Finanzen
Beiträge und Gebühren

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Voraussetzung und Bewerbung

Dieser Studiengang ist zulassungsfrei, d.h. Sie erhalten einen Studienplatz, wenn Sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Zur Prüfung dieser Voraussetzungen ist dennoch eine Bewerbung erforderlich. Es findet kein Auswahlverfahren statt.

Der Beginn des Studiums (Wintersemester) ist in der Zulassungs- und Immatrikulationsordnung der Universität Tübingen in ihrer jeweils gültigen Fassung geregelt. Voraussetzung für das Studium im Masterstudiengang ist ein Bachelorabschluss im Fach Kognitionswissenschaft, Biologie, Informatik, Psychologie, Linguistik oder ein gleichwertiger Abschluss mit mindestens einschließlich der Note 2,5. Über die Gleichwertigkeit eines Abschlusses entscheidet der Prüfungsausschuss. Eine weitere Zulassungsvoraussetzung ist der Nachweis studienbefähigender Kenntnisse in kognitionswissenschaftlich relevanten Bereichen im Umfang von mindestens 18 ECTS-Leistungspunkten.

Die Studien- und Prüfungssprache ist deutsch. Einzelne Lehrveranstaltungen können in Englisch durchgeführt werden. Für das Literaturstudium werden gute Englischkenntnisse erwartet. Deshalb werden Englischkenntnisse vorausgesetzt. Ein formaler Nachweis der Englischkenntnisse ist jedoch nicht erforderlich. Deutschkenntnisse im Umfang von DSH-2 (Testdaf4) werden bei ausländischen Studierenden vorausgesetzt.

Internationale Bewerber/innen *ohne* deutschsprachige Hochschulzugangsberechtigung müssen Deutschkenntnisse gemäß der Immatrikulationsordnung der Universität nachweisen (siehe auch Informationen zum Nachweis der sprachlichen Studierfähigkeit / DSH-Sprachprüfung).

Es handelt sich um einen sog. „Mono-Master“, d.h. das Studium erfolgt in einem wissenschaftlichen Fach. Der Studiengang ist bereits eine Kombination von vielen Fächern (Informatik, Mathematik, Psychologie, Neurobiologie, Linguistik, Philosophie), daher gibt es kein weiteres Nebenfach.

Details zum Studiengang

Die Kognitionswissenschaft ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, deren gemeinsames Ziel die Erforschung derjenigen Mechanismen ist, welche den kognitiven Fähigkeiten von Organismen (wie etwa Wahrnehmung, Motorik, Lernen, Gedächtnis, Problemlösen, Denken und Sprache) zugrunde liegen. So fragen Kognitionswissenschaftlerinnen und Kognitionswissenschaftler beispielsweise, welche Form mentale Repräsentationen einnehmen, welche Faktoren bestimmen, wie gut wahrgenommen und gelernt wird, welche verschiedenen Komponenten der Sprachverarbeitung es gibt, was „Bewusstsein“ ist, welches die neuronalen Korrelate kognitiver Prozesse sind, und wie kognitive Prozesse mittels Computermodellen beschreibbar sind. Je nach Teildisziplin innerhalb der Kognitionswissenschaft werden unterschiedliche Aspekte kognitiver Fähigkeiten näher beleuchtet und auch unterschiedliche Untersuchungsmethoden gewählt (etwa empirische Ansätze wie das Experiment, aber auch Computermodelle zur Simulation kognitiver Fähigkeiten). Aufgrund der Interdisziplinarität eröffnet sich so ein umfassender Einblick in die Mechanismen kognitiver Fähigkeiten.

Entsprechend der Interdisziplinarität der Kognitionswissenschaft umfasst der Masterstudiengang eine interdisziplinäre Ausbildung, die in Tübingen durch die Fachbereiche Informatik, Psychologie, Biologie, Linguistik, Mathematik und Philosophie sowie zusätzliche Lehrveranstaltungen in der Neurowissenschaft getragen wird.

Der Masterstudiengang ist dezidiert forschungsorientiert angelegt und bereitet auf eine weitere wissenschaftliche Laufbahn (Promotion) sowie leitende Tätigkeiten in der Praxis, in Forschung und Lehre vor. Durch den fortwährenden Kontakt mit aktiven Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie die aktive Mitarbeit in verschiedenen Forschungsgruppen werden die Studierenden im grundlagen- und anwendungsorientiertem Forschen trainiert und direkt an aktuelle kognitionswissenschaftliche Fragestellungen und Entwicklungen herangeführt.

Der Tübinger Masterstudiengang Kognitionswissenschaft ist ein­gebettet in eine in Deutschland einzigartige Forschungsland­schaft: Neben der Mathematisch-Naturwis­senschaftlichen Fakultät bieten die drei Max-Planck-Institute für Biologische Kybernetik, für Entwicklungsbiologie und für Intelligente Systeme, das Hertie-Institut für Hirnforschung, das Bernstein Center for Brain Research, das Werner Reichardt Zentrum für Integrative Neurowissenschaften sowie die Cyber Valley-Initiative zu Künstlicher Intelligenz die Möglichkeit, weiterführende Forschungen und Anwendungen der Kognitionswissenschaft vor Ort kennen zu lernen und diese aktiv mit zu gestalten.

Das Masterstudium Kognitionswissenschaft umfasst ein Studienprogramm von insgesamt 120 Leistungspunkten (credit points; CP) nach dem European Credit Transfer System (ECTS). Davon entfallen 24 CP auf einen Kernbereich an gemeinsamen Pflichtmodulen, in welchen zunächst eine breite Grundlegung in verschiedenen Forschungsbereichen der Kognitionswissenschaft – der Kognitiven Neurowissenschaft, der Kognitiven Modellierung sowie der Nutzung neuronaler Netze und der Betrachtung von Kognition aus evolutionärer Perspektive – erfolgt. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die ihren Bachelorabschluss in einem anderen Studienfach als der Kognitionswissenschaft erworben haben, belegen zudem weitere Pflichtmodule im Umfang von 18 CP, um so eventuell fehlende Vorkenntnisse in einzelnen Teilbereichen der Kognitionswissenschaft nachzuholen. Der gemeinsame Kernbereich an Pflichtmodulen wird ergänzt und erweitert um einen breit angelegten Wahlpflichtbereich (im Umfang von 54 bzw. 36 CP je nach Studienhintergrund), in welchem die Studierenden entsprechend ihrer Neigungen und Interessen Fertigkeiten in einzelnen oder mehreren Forschungsgebieten der Kognitionswissenschaft vertiefen. Abgerundet wird das Studienprogramm durch ein forschungsorientiertes Laborpraktikum (12 CP) und die Masterarbeit (30 CP), in welchen die Studierenden integriert in eine Forschungsgruppe innerhalb der Kognitionswissenschaft eigenständig ein eigene Forschungsfrage entwickeln und mit kognitionswissenschaftlichen Methoden zu beantworten suchen.

Informationen zum Erasmus-Programm (Uppsala, Schweden) für Studierende der Informatik und Kognitionswissenschaft.

Freiwilliger Auslandsaufenthalt
In jedem Studiengang ist ein freiwilliger Auslandsaufenthalt möglich. Mit der Planung sollte ca. ein bis eineinhalb Jahre vor der Abreise begonnen werden. 
Weitere Informationen und Beratung zum Auslandsstudium finden Sie auf der fachübergreifenden Seite Wege ins Ausland. Zudem bieten einige Fächer auch eigene Informationen zu Auslandsaufenthalten an. 

Der Fachbereich Informatik – in den auch die Kognitionswissenschaft eingebettet ist –  zählt zu den forschungsstärksten in Deutschland und ist international bekannt. Er unterhält enge Kooperationen mit bedeutenden Wirtschaftsunternehmen und Forschungsinstituten (z. B. den drei Max-Planck-Instituten in Tübingen) auf nationaler und internationaler Ebene und zeichnet sich durch eine starke interdisziplinäre Vernetzung mit der Medizin, der Biologie, der Psychologie, der Medienwissenschaft sowie weiteren Fachbereichen der Universität Tübingen aus.

Als Gründungsmitglied und Standort der Cyber Valley-Initiative beteiligt sich die Universität Tübingen darüber hinaus an einer der größten Forschungskooperationen Europas im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Zudem sind Tübingen und Umgebung (einschließlich Reutlingen, Böblingen, Sindelfingen sowie der Tüftlerregion Neckar-Alb) als Teil des Großraum Stuttgarts eingebettet in eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas mit einer florierenden Automobilindustrie und IT-Branche sowie Standort für diverse Universitätsausgründungen, Startups, Mittelständlerinnen und Mittelständler sowie Großunternehmen.

Neben exzellenten Zukunftsperspektiven bietet dieses Umfeld auch zahlreiche Möglichkeiten für Praktika und studentische Nebentätigkeiten.

Zahlen und Fakten:

Im Wintersemester 2023/24 sind rund 440 Studierende in folgenden Studiengängen der Kognitionswissenschaft eingeschrieben:

  • Bachelor of Science:
  • Master of Science:
  • Promotion:   

276

145

18

Das Modulhandbuch des M.Sc. Kognitionswissenschaft beschreibt die Ziele und den Aufbau eines Studiengangs. Sie finden im Modulhandbuch genauere Angaben zu Art und Umfang aller Module sowie deren Lehrveranstaltungen, Anforderungen und Prüfungen. Ein idealtypischer Studienverlaufsplan im Modulhandbuch hilft bei der Planung Ihres Studiums. Das Modulhandbuch und die Prüfungsordnung helfen Ihnen, die Rahmenbedingungen Ihres Studiums zu verstehen und die richtigen Module/Lehrveranstaltungen auszuwählen.

Die Studien- und Prüfungsordnungen des M.Sc. Kognitionswissenschaft enthält rechtlich verbindliche Regelungen zu einem Studiengang. Darin ist unter anderem festgelegt, welche Module eines Studiengangs absolviert und welche Prüfungen abgelegt werden müssen, um den Studiengang erfolgreich abzuschließen. Die Studien- und Prüfungsordnung regelt auch, wie oft Prüfungen wiederholt werden können, welche Fristen für die Prüfungen eines Studiengangs gelten und wie die Abschlussnote berechnet wird. Die Prüfungsordnung und das Modulhandbuch helfen Ihnen, die Rahmenbedingungen Ihres Studiums zu verstehen und die richtigen Module/Lehrveranstaltungen auszuwählen.

Entscheidungshilfe bei der Studienwahl

Entscheidungshilfen für ein Erststudium

Die Universität bietet Hilfen zur Entscheidungsfindung an. Dazu gehören z.B. der Besuch von Lehrveranstaltungen, Orientierungsveranstaltungen zu Studienwahlthemen sowie verschiedene Beratungsangebote. Weitere Hinweise finden Sie auf den Seiten für Studieninteressierte.

Entscheidungshilfen für Masterstudiengänge

Bei der Studienwahlentscheidung für die Masterstudiengänge spielen Spezialisierung, Schwerpunktsetzung und forschungs- sowie berufsbezogene Kriterien eine Rolle. Für Interessierte an Masterstudiengängen gibt es eine Vielzahl an Orientierungshilfen wie z.B. den Besuch von Lehrveranstaltungen und spezielle Beratungs- sowie Informationsangebote (z.B. Zentrale Studienberatung, Studienfachberatung, Career Service). Nähere Informationen finden Sie unter Beratung und Information.

Nach dem Studium

Berufliche Perspektiven eröffnen sich sowohl in der weiterführenden Grundlagenforschung als auch in der Anwendung. Anwendungsgebiete umfassen den medizinisch-klinischen Bereich, die Informationstechnologie, die Autoindustrie, die Robotik und die Hochtechnologie im Allgemeinen. Aber auch die innovative Produktentwicklung, Wissenschaftsmanagement und Wissenschaftsjournalismus sind potentielle Berufsfelder. Konkrete Beispiele sind die kognitive Ergonomie, die Kommunikationsberatung, Multimedia und E-Learning, die Mensch-Maschine-Schnittstelle, die Bedienbarkeit von Maschinen, die User-Interface-Optimierung, das Design und die Entwicklung von effektiver Software oder auch die Entwicklung und Programmierung von Servicerobotern und von High-Tech-Prothesen.

Weitere Information im WWW:

Beratung und Praktika
Der Career Service der Universität berät bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg. Praktika und Jobs finden Sie im Praxisportal.

Im Anschluss an den Master ist die Möglichkeit zur Promotion gegeben. Informationen zur Promotion finden Sie auf der Promotionsseite der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Als Absolventin / Absolvent der Kognitionswissenschaft können Sie sowohl Mitglied im Ehemaligen-Netzwerk der Universität Tübingen als auch in dem im Aufbau befindlichen Alumni-Netzwerk des Studiengangs Kognitionswissenschaft werden und so den Kontakt mit der Universität und anderen Absolventinnen und Absolventen halten.

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