Intelligente Polymermaterialien, die sich an Bewegungen und wechselnde Umweltbedingungen anpassen: Eine Entwicklung der Universitäten Stuttgart und Tübingen könnte dies künftig möglich machen.
Dominique Lunter aus der Pharmazeutischen Technologie arbeitet mit an der Entwicklung eines Polymermaterials, das autonom seine Steifigkeit verändert und sich elastisch verformt – abhängig von Luftfeuchte und Temperatur. Die extrem anpassungsfähigen Polymere könnten für Roboter aus weichen organischen Materialien (Soft Robotics) interessant sein, wie sie in der Biomedizin verwendet werden.
Geeignet sind sie zudem für Hautanwendungen als Pflaster für die kontrollierte Arzneimittelfreigabe durch die Haut. Die Forschenden hatten hier mit dem Schmerzmittel Diclofenac in einem Hautmodell experimentiert. „Der Trick besteht darin, dass die Wirkstoff-Freisetzung vom Pflaster selbst gesteuert wird, indem es auf die veränderliche Feuchte der Wunde, also auf das Wundsekret, reagiert“, sagt Lunter.