Der IxTheo prägt seit 1975 die theologische Forschung. Heute ist er eine unverzichtbare internationale Open-Access-Datenbank und wird von der Universitätsbibliothek der Universität Tübingen verantwortet. Ein Festakt im Februar feiert die Leistung.
Als im Jahr 1975 die ersten Hefte des „Zeitschrifteninhaltsdiensts Theologie“ erschienen, recherchierte und las die Welt noch rein analog. Monat für Monat druckte die Universitätsbibliothek Tübingen Inhaltsverzeichnisse und Register der wichtigsten theologischen Zeitschriften. „Der Auftrag hieß Sammeln“, sagt Martin Faßnacht, Leiter der Abteilung Fachinformationsdienste (FID) und seit 2011 an der Universitätsbibliothek Tübingen beschäftigt. Bücher und Zeitschriften kaufen, erschließen, verfügbar machen – das war die Aufgabe der Sondersammelgebiete.
Fünf Jahrzehnte später haben viele Menschen gemeinsam aus dem Zettelkatalog eine digitale Plattform entwickelt: den Index Theologicus (IxTheo). Er stellt heute die weltweit größte Open-Access-Bibliografie mit etwa 4,9 Millionen Einträgen für Theologie und Religionswissenschaft dar. Enthalten sind wissenschaftliche Literatur zum Christentum und zum interreligiösen Dialog – konfessions-, sprachen- und medienübergreifend.
Seit dem Jahr 2007 steht der IxTheo online und kostenlos zur Verfügung. Die Datenbank wertet mehr als 1.200 internationale Fachzeitschriften aus, viele davon vollständig und bis zurück zum Erscheinungsbeginn. Ferner sind auch historische Titel ab dem 15. Jahrhundert nachgewiesen.
Mit dem Wechsel zum Förderformat der Fachinformationsdienste (FID) begann im Jahr 2015 eine neue Ära. Durch technische Innovationen wie die Volltextsuche, die automatisierte Erschließung sowie die Integration internationaler Bibliografien entwickelte sich der IxTheo im Verlauf dieser Jahre zu einem modernen Instrumentarium für Forschende der Theologie und angrenzender Disziplinen.
Für Fachkreise eine unverzichtbare Infrastruktur
Der FID Theologie, angesiedelt an der Universitätsbibliothek Tübingen und gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, ergänzt die Plattform durch neue Dienstleistungen: Open-Access-Publikationen, Digitalisierung on Demand und Beratung zum Forschungsdatenmanagement.
Nach zwölf Jahren Förderung im FID-Format kann der FID Theologie in das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) langfristig ausgelegte Förderformat FIDplus wechseln. Das FIDplus-Format beruht auf bewährten Prinzipien, die bereits in der Sondersammelgebiets- und FID-Förderung etabliert wurden. Dienstleistungen werden jeweils an dem Standort erbracht, der hierfür fachlich, technisch und organisatorisch am besten geeignet ist. Aufgaben werden nicht doppelt vorgehalten, sondern dort angesiedelt, wo die größte Expertise vorhanden ist.
Meldung zum IxTheo
Index Theologicus