Werkstatt Kurzprosa
Dinge, Orte, Räume
Di 16-18 Uhr
Dozentin: Nina Lenz
Ort: wird noch bekanntgegeben
Beginn: 26.04.2022, c.t.
Maximale Teilnehmerzahl: 20
Schlüsselqualifikationsseminar: 3 ECTS-Punkte
Der topographical turn (Raumwende) beruht auf der Annahme, dass der Raum nicht einfach gegeben ist, wie ein Behälter, sondern produziert wird. Räume sind also zugleich Bedingungen wie Ergebnisse kultureller Praktiken. Und eine solche kulturelle Praktik ist das Schreiben.
Literatur kann in andere Räume einwirken und zugleich auf den eigenen, den erzählten, Raum verweisen. Während Schreiben und Lesen dynamische Praktiken, Bewegungen im Raum sind, ist die mediale Fixierung eines Textkörpers eine Verortung.
In literarischen Texten werden über sich wiederholende Praktiken wie Gehen, Reisen, Sprechen, Schreiben, Denken usw. Räume, Lebenswelten und Identitäten erzeugt. Wir wollen uns diesen Zusammenhängen theoretisch nähern und so einen anderen Blick auf literarische Texte werfen. Mit praktischen Übungen werden wir den Raum gemeinsam schreibend erkunden, eigene Raumtexte und Texträume erzeugen und besprechen. Einzige Voraussetzung: Lust am Text (auch am theoretischen)!
Sollte auch das Sommersemester wieder digital oder hybrid verlaufen, werden alle Texte – fremde wie diejenigen, die im Seminar entstehen – bei ILIAS und in einer gemeinsamen Ablage hochgeladen und können bei der Besprechung individuell aufgerufen werden. Die Anfangszeiten können im Falle von Präsenzseminaren variieren, um eine asynchrone Teilnahme an den digitalen Formaten zu ermöglichen und wegen eventueller Lüftungspausen.