Dozentin: Dagmar Leupold
Do 10-12 Uhr
Beginn: 23.10.2014, c.t.
Ort: Wilhelmstraße 19-23, Raum -1.19 (Untergeschoss!)
max. Teilnehmerzahl: 20
3 ECTS-Punkte
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Bei etwa der Hälfte des belletristischen Angebots auf dem deutschen Buchmarkt handelt es sich um Übersetzungen, überwiegend aus dem angelsächsischen Sprachraum; aber auch alle anderen Sprachen sind gut vertreten. Es wird nicht nur viel übersetzt, sondern auch prompt, gelegentlich erscheinen (erfolgreiche) Titel sogar gleichzeitig im Ursprungsland und in Deutschland. Wir wüssten also deutlich weniger von der Welt – denn die in gestalteter Sprache eröffneten Räume sind ja echte Erfahrungsräume -, gäbe es nicht die Übersetzer. Gleichwohl wird ihre Arbeit weder besonders geschätzt noch angemessen bezahlt. An letzterem kann ein Seminar nichts ändern, an ersterem sehr wohl: Wir wollen zu Anfang gemeinsam eine (noch auszuwählende) Übersetzung eines literarischen Textes in Auszügen lesen und analysieren, das Kerngeschäft aber wird sein, eine eigenständige Übersetzung eines Textes zu erarbeiten (die Ausgangssprache ist frei wählbar) und im Laufe des Semesters fertigzustellen. Über diese Arbeit hinaus werden wir uns auch mit Übersetzungstheorien und grundsätzlicheren Fragen beschäftigen wie z.B. die, ob nicht alles (literarische) Schreiben Umgang mit einer Fremdsprache ist.
Zusatzinfo für Studierende der Allgemeinen Rhetorik:
GM Rhetorische Textanalyse und –produktionk/PrNr495 (Kreatives Schreiben), AM Neuere Rhetorik/PrNr 726 (Theorie und Praxis der Hermeneutik), SpM I/PrNr 2750 (Kreatives Schreiben), Wahlpflichtmodul (M.A.)/PrNr 6101-6106 (Übung Medienpraxis)