Werkstatt Theater
Repräsenta(c)tion
Dozent*in: Allex. (Liat) Fassberg
Kompaktseminar: 25. - 27.11.2022 Maximal 20 TeilnehmerInnen Ort: Wilhelmstraße 9, HS 07 Schlüsselqualifikationsseminar, 3 ects
| Fr 15-20 Uhr Sa 10-13 und 15-18 Uhr So 10-13 Uhr Beginn: c.t. |
Das Wesentliche eines Theatertextes ist seine Wandlungsfähigkeit, seine Übersetzbarkeit in ein anderes Medium: von der Privatsphäre des Papiers zur Öffentlichkeit eines Publikums, von getippten Worten zu den Körpern der Schauspieler*innen und Objekten in einem Bühnenraum. Aber im Theater als Medium, das durch Symbolisierung funktioniert, taucht schnell die (oft schwer greifbare) Frage der Repräsentation auf. In verschiedenen Facetten einer Theaterinszenierung im deutschsprachigen Raum, so u.a. Regie und Besetzung, sind Frage und Komplexität der Repräsentationspolitik bereits vorherrschend. Aber wie funktioniert Repräsentation? Und wie wirkt sie sich auf das Schreiben für Theater aus? Inwieweit ist die Positionierung der schreibenden Person wichtig für einen Text – oder sogar einflussreich und bestimmend? Wer kann (darf?) Repräsentationen von wem wie schreiben und repräsentieren? Und wie kann dieser Diskurs verhandelt werden, wenn es keine Figuren gibt?
Anhand von Schreibübungen der Teilnehmer*innen sowie Beispielen aus der neuen Dramatik nähert sich dieses Seminar Fragen um Repräsentation und den damit verbundenen Verstrickungen an. Zur Teilnahme sind unbedingt notwendig: der Wunsch zu schreiben, der Mut zu teilen und die Bereitschaft sich auszutauschen.
Am 25.11.22, 20 Uhr findet ein gemeinsamer Theaterbesuch statt: Wir werden die letzte Vorstellung von "Hotel of Change" im Zimmertheater anschauen.