Forschungsnetzwerk LEAD

Aktuelles

02.12.2014

Lehrer und Wissenschaftler im Dialog

Tag der Wissenschaft von LEAD schlägt Brücke zwischen Bildungsforschung und -praxis

Beim ersten Tag der Wissenschaft von LEAD erhielten Schulleiter und Lehrer aus ganz Baden-Württemberg Einblicke in die aktuelle Bildungsforschung. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Tübingen hatte LEAD am 28. November 2014 zu diesem neuen Veranstaltungsformat geladen, um damit den direkten Austausch zwischen Wissenschaftlern, Lehrern und Schulleitern zu ermöglichen und die Distanz zwischen Bildungsforschung und -praxis zu verringern.

In den Vorträgen und Workshops, bei denen die Tübinger Professoren aktuelle Forschungsergebnisse und deren Relevanz für den Schulalltag vorstellten, stand der offene Dialog im Mittelpunkt.

In ihrem Grußwort betonte Professor Karin Amos, Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre, zum einen habe die Lehrerbildung an der Universität Tübingen oberste Priorität, zum anderen passe die Bildungsforschung perfekt zu deren Zukunftskonzept „Research – Relevance – Responsibility“. Außerdem begrüßte sie die Einrichtung des LEADing Research Center, einer Core Research Facility der Universität, deren zentrale Aufgabe der Erkenntnistransfer zwischen Forschung und Öffentlichkeit ist. Auch Dr. Susanne Pacher, Präsidentin der Abteilung 7 des Regierungspräsidiums, nahm darauf Bezug. Die Graduiertenschule LEAD adressiere vorbildlich die neuen Herausforderungen im Umgang von Wissenschaft und Schule, sagte sie.

Professor Ulrich Trautwein, Direktor von LEAD, machte in seinen einleitenden Worten die Notwendigkeit von Bildungsforschung deutlich und forderte die Teilnehmer dazu auf, die Chance zum Austausch zu nutzen und viele Fragen zu stellen, sei es zur Durchführung von Studien an Schulen oder zu aktuellen Befunden aus der Wissenschaft. In seinem folgenden Workshop zeigte er anhand von Beispielen, wo und wie Bildungsforschung Entscheidungsprozesse beeinflussen kann und wo ihre Grenzen liegen. Während Professor Benjamin Nagengast, stellvertretender Direktor von LEAD, eine Studie zur Motivationsforschung unter Schülern vorstellte, ging sein Kollege Professor Benjamin Fauth der Frage nach, wie die Qualität von Schulunterricht erfasst und bewertet werden kann. Von Caterina Gawrilow, Deutschlands einziger Professorin für Schulpsychologie, erfuhren die Teilnehmer, wie neue Forschungsergebnisse Kindern mit ADHS helfen können. Auf der anschließenden Postermesse präsentierten weitere Wissenschaftler ihre Studien und Projekte im Bildungsbereich und standen für Fragen seitens der Teilnehmer zur Verfügung. Zum Abschluss zeigte Diplom-Psychologin Evelin Herbein in ihrem Workshop praktische Stimmübungen für den Schulalltag.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des vor einem Jahr gestarteten Kooperationsprogramms „Wissenschaft und Schule“ statt, bei dem Schulen aus Baden-Württemberg Partner der Graduiertenschule LEAD werden können, so dass beide Seiten von der engen Zusammenarbeit profitieren. So ermöglicht die Partnerschule die regelmäßige Durchführung von Studien und wird im Gegenzug dabei unterstützt, die wissenschaftlichen Befunde in die Schulpraxis zu übertragen.

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