Uni-Tübingen

Forschungsdatenmanagement

Das Thema Forschungsdatenmanagement wird immer wichtiger. Um bei den großen Drittmittelgebern erfolgreich zu sein, muss auch eine Strategie zum Datenmanagement vorgelegt werden. Dieser Datenmanagementplan legt fest, wie ein Projekt seine Forschungsdaten beschreiben und strukturieren will und wie die Daten nachhaltig gespeichert und zugänglich gemacht werden. Ein gutes Datenmanagement erlaubt eine weitere Nutzung von Daten einzelner Projekte durch andere Forscherinnen und Forscher. Die Universität Tübingen hat verschiedene Angebote in diesem Bereich – fächerübergreifend wie auch für bestimmte Disziplinen.

Fachübergreifendes Angebot für alle Disziplinen

Forschungsdatenarchiv FDAT

Das Forschungsdatenarchiv FDAT bietet Dienstleistungen und technische Infrastruktur für die Langzeitarchivierung und Nachnutzung von Forschungsdaten.

  • Zielgruppe: offen für alle Disziplinen, Schwerpunkt auf den Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Beratung bereits vor Projektbeginn, z.B. zur Erstellung eines Datenmanagementplans und zur Datenaufbereitung

Kontakt über das eScience-Center: forschungsdatenspam prevention@ikm.uni-tuebingen.de +49 7071 29-77848, FDAT beim eScience-Center

Direkteinsteig Forschungsdatenportal

Fachspezifische Angebote

Geistes- und Sozialwissenschaften

CLARIN-D

CLARIN-D ist der deutsche Zweig der europäischen Forschungsinfrastrukturinitiative "Common Language Resources and Technology Infrastructure" (CLARIN) für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die sprachbasiert arbeitet. CLARIN ist ein etabliertes Netzwerk von Expertinnen und Experten und macht Angebote, die auf das Management und die Verarbeitung von sprachbasierten Daten zugeschnitten sind.

  • Besondere Services und Angebote:
    • Tool zum Erstellen eines Datenmanagementplans
    • Referenzdatensätze, z.B. Deutsches Textarchiv (DTA), Deutsches Referenzkorpus (DeReKo), GermaNet, Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), Deutsche Parlamentsdebatten (GermaParl)
    • zahlreiche webbasierte Analysewerkzeuge für sprachbasierte Daten
  • Kontakt: Dr. Thorsten Trippel, thorsten.trippelspam prevention@uni-tuebingen.de,  +49 7071 29-77352
  • Weitere Informationen auf den Seiten des Seminars für Sprachwissenschaft
  • Direkteinstieg ins CLARIN-D-Portal

Lebenswissenschaften

Center for Quantiative Biology (QBiC)

Das QBiC ist eine zentrale Einrichtung für Bioinformatik und Omics-Technologien. Es bietet besondere Expertise im Umgang mit Hochdurchsatzdaten in den Lebenswissenschaften. Das Angebot des QBiC umfasst den gesamten Forschungsdatenzyklus von der Projektkonzeption über die Datenaufnahme und -analyse bis hin zur -speicherung.

Weitere Initiativen der Universität

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen haben verschiedene Drittmittelprojekte eingeworben, um die Infrastruktur zum Management von Forschungsdaten zu verbessern. Dazu gehören:

CAMPOS: Forschungsdatenmanagement im SFB

Der Sonderforschungsbereich CAMPOS in den Geo- und Umweltwissenschaften befasst sich mit Schadstoffforschung. Im CAMPOS-Infrastrukturprojekt wird unter anderem eine Plattform für das Forschungsdatenmanagement entwickelt, auf der die Mitglieder des SFB ihre Daten einstellen, bearbeiten und austauschen können. Ein Ziel ist auch, einheitliche Standards für Metadaten zu entwickeln, mit denen sich Daten differenziert auffinden und nachnutzen lassen. Zudem sollen die Daten zur langfristigen Speicherung in das Forschungsdatenarchiv FDAT einfließen. Die in CAMPOS entwickelte Infrastruktur könnte langfristig als Prototyp für ähnliche Projekte in den Geo- und Umweltwissenschaften oder auch anderen Disziplinen dienen.

Projekte mit Landesförderung

Laufende und abgeschlossene Projekte: