Uni-Tübingen

Soziologie: Diversität und Gesellschaft - Master

Eckdaten zum Studiengang

Fakultät
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Abschluss
Master

Zulassungsbeschränkung
Nein

Regelstudienzeit
4 Semester

Kombinationsfach erforderlich?
Nein

Bewerbungsfrist 1. Fachsemester

Bewerbungsfrist für Deutsche, EU-Bürger/innen und Bildungsinländer/innen 
Wintersemester: 15.09

Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Bürger/innen
Wintersemester: 15.07

Gilt für alle Bewerber/innen mit deutscher oder EU-Hochschulzugangsberechtigung.

Studienbeginn
Wintersemester

Unterrichtssprache
Deutsch

Finanzen
Beiträge und Gebühren

Jetzt bewerben

Voraussetzung und Bewerbung

Jeweils zum Wintersemester kann das MasterstudiumSoziologie: Diversität und Gesellschaft begonnen werden Die Bewerbung für den Masterstudiengang erfolgt online über das Bewerbungsportal ALMA der Universität Tübingen. Aktuell ist der Studiengang zulassungsfrei.
Bewerbungsschluss ist jeweils der 15. September
 

Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudiengang Soziologie: Diversität und Gesellschaft an der Universität Tübingen ist ein Bachelorabschluss in Soziologie oder einem vergleichbaren Studiengang sowie Kenntnissen in Soziologischer Theorie, als auch in qualitativen Methoden.Weitere Informationen zur Bewerbung werden auf der Institutshomepage der Soziologie unter Studieninteressierte/Bewerbung MA Soziologie: Diversität und Gesellschaft bereitgestellt.

Das Studium des Masterstudiengangs Soziologie: Diversität und Gesellschaft findet in deutscher Sprache statt.
Lehrveranstaltungen, Studien- und Prüfungsleistungen können nach Wahl der Dozierenden auch in englischer Sprache abgehalten werden. Um die ganze Breite des Studienangebots nutzen zu können, werden den Studierenden daher englische Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 gemäß des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen empfohlen. Bei Teilnahme an englischsprachigen Lehrveranstaltungen, Studien- und Prüfungsleistungen wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende englische Sprachkenntnisse verfügen, ohne dass ein gesonderter Sprachnachweis gefordert ist. Auch ein großer Teil der Fachliteratur ist in englischer Sprache verfasst.

Im Master Soziologie: Diversität und Gesellschaft werden im überfachlichen Studienbereich Veranstaltungen anderer Fächer im Umfang von 12 ECTS absolviert. Der überfachliche Studienbereich dient der Erweiterung und Vertiefung der Studieninhalte in Richtung auf andere Disziplinen. Die Studierenden können prinzipiell unter allen regulären Fachveranstaltungen der Universität Tübingen frei auswählen. Darüber hinaus können in diesem Modul an ausländischen Universitäten erbrachte fachliche, überfachliche sowie sprachliche Leistungen eingebracht werden.

Details zum Studiengang

Diversity Management, Inklusion, Gleichstellungspolitik, Multikulturalismus, interkulturelle Öffnung – das Selbstverständnis von Gegenwartsgesellschaften wird zusehends von Diversitäts- und Heterogenitätsdiagnosen geprägt. Die Sozialwissenschaften mit ihrem differenzierenden Blick auf die Welt haben maßgeblich zu diesen Selbstbeschreibungen beigetragen. Nun sind sie aufgefordert, diese Diagnosen, die an sie zurückgespielt werden, einzuordnen, zu überprüfen und kritisch zu kommentieren. Dazu können sie auf weitgefächerte methodische Kompetenzen sowie umfangreiches Wissen über die Herstellung und Verarbeitung von Differenzen und Vielfalt zurückgreifen.
Der Masterstudiengang Soziologie: Diversität und Gesellschaft nimmt eine reflexive und wissenssoziologische Perspektive auf Diversitätsdiagnosen ein und fragt nach den sozialen Bedingungen ihrer Hervorbringung. Gleichzeitig knüpft er an transdisziplinäre Entwicklungen an und vermittelt Wissensbestände aus den spezialisierten Forschungsbereichen sozialwissenschaftlicher Differenzforschung, wie Gender Studies, Science and Technology Studies, Migration Studies, Urban Studies, Disability Studies und Cultural Studies. Studierende erwerben ein theoretisches Grundverständnis des Zusammenhangs von Diversität und Gesellschaft, das in Beschäftigung mit den empirischen Gegenstandsbereichen der Diversitäts- und Differenzforschung geschärft werden soll. Der Studiengang legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Vermittlung von qualitativen Forschungskompetenzen sowie kritisch-theoretischer Reflexionsfähigkeit.
Das Herzstück ist das Lehrforschungsprojekt, ein in Tübingen etabliertes Lehrformat, in dessen Rahmen Studierende, eng betreut von einer forschungserfahrenen Lehrperson, ein Forschungsprojekt selbstständig entwickeln, durchführen und mittels eines Lehrforschungsberichts abschließen. In den Lehrforschungsprojekten geht es raus aus den Seminarräumen der Universität, um im Rahmen von ethnografischen Beobachtungen oder qualitativen Interviews empirische Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln.

Während es bundesweit eine Reihe von Studiengängen gibt, die sich inhaltlich auf das Phänomen gesellschaftlicher Diversität ausrichten, ist der Tübinger Studiengang der bislang einzige, der dies aus einer konsequent soziologischen Perspektive tut und damit zugleich professionelle Soziolog*innen ausbildet.
Der Master Soziolgie: Diversität und Gesellschaft gehört daneben zu den wenigen Masterstudiengängen, die mit einem obligatorischen dreisemestrigen Lehrforschungsprojekt praxisnah an die professionelle Sozialforschung heran und so zugleich praktisch in mögliche außeruniversitäre Arbeitsfelder hineinführt.

Eine weitere Besonderheit im Master Soziologie: Diversität und Gesellschaft ist das Mentoring-Programm: Die Studierenden wählen zu Beginn des Studiums unter den Hochschullehrer*innen sowie den promovierten Mitgliedern des Instituts eine Person als Mentorin/Mentor aus, mit der sie sich mindestens einmal pro Semester zu einem Gespräch über ihren Studienfortschritt und ihre weiteren Planungen treffen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Studierenden in der relativ kurzen Zeit ihres Masterstudiums bestmöglich betreut werden.

Der viersemestrige Masterstudiengang Soziologie: Diversität und Gesellschaft gliedert sich in ein Grundlagenmodul zu soziologischen Theorien und zur Einführung in die Erforschung von Diversität und Gesellschaft (SD-M1), das an neueren soziologischen Theorien und an aktuellen Theoriediskursen zu Diversität und Gesellschaft anknüpfen und die Rezeptions- und Argumentationskompetenz der Studierenden weiterentwickeln will. Die im BA-Studium erworbenen qualitativ-methodischen Grundlegungen werden im Modul SD-M2 aufgegriffen und selektiv bzw. exemplarisch vertieft. Den Kern des Masterstudiengangs bildet ein auf drei Semester angelegtes empirisches Lehrforschungsprojekt (SD-M3), in dem die Studierenden im Team ein Forschungsthema aufgreifen, spezifizieren und mit gegenstandsangemessenen Methoden angeleitet bearbeiten sowie die Ergebnisse in Form eines Abschlussberichts zusammenfassend darstellen. Flankierend wählen die Studierenden aus dem Angebot der Module SD-M4 und SD-M5, die das Themenfeld Diversität und Gesellschaft in unterschiedlichen theoretischen und empirischen Perspektiven und mit wechselnden Gegenstandsbezügen thematisieren. Beispielhafte Themen sind hier Praktiken der Humandifferenzierung, Migrations- und Grenzregime oder die Heterogenität sozio-technischer Wissensregime. Der überfachliche Studienbereich (SD-M6) dient der Erweiterung des wissenschaftlichen Blicks durch den Besuch von Lehrveranstaltungen anderer Fächer nach Wahl der Studierenden. Darüber hinaus können an ausländischen Universitäten erbrachte Leistungen in diesem Modul eingebracht werden. Das Prüfungsmodul mit Masterarbeit, Kolloquium und mündlicher Masterprüfung (SD-M7) rundet das Studienprogramm ab. Es sind insgesamt 120 LP zu erwerben.

Ein freiwilliger Auslandsaufenthalt ist möglich. Der Studiengang ist so angelegt, dass Studierende vorzugsweise im 4. Fachsemester auch im Ausland studieren können. In diesem Fall ist das Abschlusskolloquium aus dem Prüfungsmodul bereits im 3. Fachsemester zu belegen, um die Themenfindung und konzeptionelle Rahmung für die dann während des Auslandsaufenthaltes zu verfassende Masterarbeit noch im Fachstudium in Tübingen zu absolvieren. Die weiteren Studien- und Prüfungsleistungen können dann so umorganisiert werden, dass vor allem Veranstaltungen aus dem Wahlpflichtbereich im Ausland absolviert werden. Hier können Sie sich zu den Partneruniversitäten des Instituts für Soziologie informieren.

Freiwilliger Auslandsaufenthalt
In jedem Studiengang ist ein freiwilliger Auslandsaufenthalt möglich. Mit der Planung sollte ca. ein bis eineinhalb Jahre vor der Abreise begonnen werden. 
Weitere Informationen und Beratung zum Auslandsstudium finden Sie auf der fachübergreifenden Seite Wege ins Ausland. Zudem bieten einige Fächer auch eigene Informationen zu Auslandsaufenthalten an. 

Hier können Sie das Modulhandbuch downloaden.

Hier können Sie die Studien- und Prüfungsordnung downloaden.

Entscheidungshilfe bei der Studienwahl

Entscheidungshilfen für ein Erststudium

Die Universität bietet Hilfen zur Entscheidungsfindung an. Dazu gehören z.B. der Besuch von Lehrveranstaltungen, Orientierungsveranstaltungen zu Studienwahlthemen sowie verschiedene Beratungsangebote. Weitere Hinweise finden Sie auf den Seiten für Studieninteressierte.

Entscheidungshilfen für Masterstudiengänge

Bei der Studienwahlentscheidung für die Masterstudiengänge spielen Spezialisierung, Schwerpunktsetzung und forschungs- sowie berufsbezogene Kriterien eine Rolle. Für Interessierte an Masterstudiengängen gibt es eine Vielzahl an Orientierungshilfen wie z.B. den Besuch von Lehrveranstaltungen und spezielle Beratungs- sowie Informationsangebote (z.B. Zentrale Studienberatung, Studienfachberatung, Career Service). Nähere Informationen finden Sie unter Beratung und Information.

Nach dem Studium

Heterogenität, Diversität, Inklusion, Integration und Gleichstellung sind Querschnittsthemen, die in immer mehr gesellschaftlichen Bereichen und Organisationen von Bedeutung sind und sozialwissenschaftlich geschultes Personal erfordern. Zu den potentiellen außeruniversitären Arbeitsfeldern von Absolvent*innen des Studiengangs zählen:

  •  Gleichstellungs- und Frauenförderungsstellen
  •  Kommunale Integrationsstellen (Geflüchtete und Migrant*innen)
  •  Inklusionsstellen von Behinderten
  •  Politische Bildung und Weiterbildung
  •  Kommunale Kulturarbeit
  •  Politische Organisationen und Nicht-Regierungsorganisationen
  •  Personalmanagement und Human Resource Management
  •  Öffentlichkeitsarbeit
  •  Unternehmensberatungen
  •  Medien und Journalismus
  •  Entwicklungszusammenarbeit

Beratung und Praktika
Der Career Service der Universität berät bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg. Praktika und Jobs finden Sie im Praxisportal.

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