Uni-Tübingen

Newsletter Uni Tübingen aktuell Nr. 1/2011 – 28.02.2011

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

das höchste Gut der Wissenschaft ist Redlichkeit. Wissenschaft dient der Suche nach Wahrheit, sie ist dem Streben nach die Menschheit weiterbringenden Erkenntnissen verpflichtet. Doch ohne wissenschaftlich korrektes Arbeiten, ohne den jeweils exakten Nachweis, wie man zu welchen Schlussfolgerungen gekommen ist, kann es keinen Erkenntnisgewinn geben, auf den die Menschen sich verlassen und auf den sie bauen können. Deshalb trifft es die Wissenschaft ins Mark, wenn Quellen nicht sauber angegeben, wenn aus nicht nachvollziehbaren Quellen abgeschrieben wird und diese mit eigenen Gedanken lediglich zu einer Collage zusammengestellt werden. So etwas nennt man – wie keiner der im Hochschulbereich Arbeitenden guten Gewissens bestreiten dürfte – wissenschaftliches Fehlverhalten, und das war und ist nicht tolerierbar; ganz gleich, ob es sich dabei um einen Studenten, einen Doktoranden oder einen Professor handelt.


Das Ächten von Plagiaten versteht sich für uns wissenschaftlich Tätige von selbst. Dass es mir gleichwohl ein Anliegen ist, darauf in diesem Editorial zu unserem neuesten Newsletter „Uni Tübingen aktuell“ so deutlich hinzuweisen, hängt mit der Aufdeckung wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei der Erstellung der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg und vor allem mit der Reaktion eines großen Teils der Bevölkerung zusammen, der das als Bagatelle abzutun bereit scheint. Das ist es mitnichten. Plagiate sind unter keinen Umständen entschuldbar, und darauf möchte ich als Rektor im Namen der Universität Tübingen sehr deutlich hinweisen (siehe dazu auch die in der Stuttgarter Zeitung veröffentlichten Ausführungen unter http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2829102_0_1347_--quot-unser-hoechstes-gut-ist-die-redlichkeit-quot-.html).


Doch lassen Sie mich zu Erfreulicherem kommen: Der Senat der Universität Tübingen hat am 24. Februar die Kanzlerwahl des Universitätsrats bestätigt: Dr. Andreas Rothfuß wird dem Rektorat unserer Universität für weitere acht Jahre als Kanzler angehören und die Weiterentwicklung der Hochschule mitgestalten. Außerdem verabschiedete der Senat soeben den Leitfaden zur Entwicklung neuer und Veränderung bestehender Studiengänge. Zentrales Ziel dabei ist es, die Studienbedingungen an der Universität Tübingen weiter zu verbessern. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe von „Uni Tübingen aktuell“ stehen daher die Umsetzung des Bologna-Prozesses an der Universität Tübingen und die neuen Studiengangsmodelle „Bachelor 3 plus“ und „Y-Master“.


Premiere hat in dieser Ausgabe von „Uni Tübingen aktuell“ die Video-Podcast-Reihe „Neu in Tübingen“. Mit diesem neuen Format werden wir Ihnen zukünftig neue Professorinnen und Professoren auf eine sehr persönliche Weise auf der Homepage der Universität Tübingen vorstellen. Der Podcast ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stabsstelle Hochschulkommunikation, des Kompetenz-Zentrums Medien, des Hochschulfernsehens CampusTV und des Zentrums für Datenverarbeitung.


Für Diskussionen sorgt derzeit das Memorandum „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“. Dieses wurde auch von sieben Professoren der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen sowie vier Tübinger Professoren im Ruhestand und einem Neuberufenen unterschrieben. Professor Dr. Hans Reinhard Seeliger schreibt in „Uni Tübingen aktuell“, warum auch er das Memorandum unterschrieben hat.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre bei der ersten Ausgabe von „Uni Tübingen aktuell“ im Jahr 2011.

Ihr Professor Dr. Bernd Engler REKTOR

..........................................................................................................

Schwerpunkt

Bologna-Prozess an der Universität Tübingen: „Bachelor 3 plus“ und „Y-Master“

Das Tübinger Modell des Bachelor 3 plus ermöglicht es Studierenden, ein Flexibilitätsfenster für Praktika, individuelle Profilbildung oder wissenschaftliche Vertiefungen in Anspruch zu nehmen. [mehr]

Workshop im Zeichen von Bologna an der Universität Tübingen

Die Universität Tübingen veranstaltete den vierten Bologna-Workshop an baden-württembergischen Landesuniversitäten. Zum Thema „Modularisierung, Prüfungsorganisation“ wurde in drei Arbeitsgruppen diskutiert. [mehr]

Stimmen von Tübinger Studierenden zum „Bildungsstreik 2011“

Die zentralen Forderungen der Studierenden im so genannten Bildungsstreik sind vor allem: Abschaffung der Studiengebühren und mehr Mitspracherecht für Studierende. Aber die Studierenden haben auch ganz konkrete Probleme im Studienalltag. [mehr]

Forschung

Gründungsfeier des Instituts für Medienwissenschaft

Das Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen will „Brücken zwischen Medien-, Kultur- und Kommunikationswissenschaft, zwischen Medientheorie, Mediengeschichte und Medienpraxis“ bilden. Am 20. Januar war die Gründungsfeier. [mehr]

Vier plus eins – Die Arbeitsbereiche des Instituts für Medienwissenschaft

Die vier Lehrstuhlinhaber des neuen Instituts für Medienwissenschaft der Universität Tübingen stellen für den Newsletter „Uni Tübingen aktuell“ ihre Arbeitsbereiche vor. Eine fünfte Professur mit dem Schwerpunkt Medien-Innovation und Medien-Wandel soll zum Herbst 2011 besetzt werden. [mehr]

Preiskampf der Wirtschaftsprüfer

Auf dem Markt für Wirtschaftsprüfungen werden kleinere Prüfungsgesellschaften zunehmend von den großen Konkurrenten verdrängt. Der Tübinger Wirtschaftswissenschaftler Andreas Wild konnte das jetzt in einer Studie ganz konkret mit Zahlen belegen.[mehr]

Weltweit einmaliges Trainings- und Forschungszentrum für klinische Anatomie

An elf vollwertig ausgestatteten und telemedizinisch vernetzten Operationsarbeitsplätzen können Ärzte chirurgische Eingriffe üben und medizintechnische Unternehmen Instrumente entwickeln. [mehr]

Ist die Augenkrankheit Retinitis pigmentosa zu stoppen?

Etwa drei Millionen Menschen leiden weltweit an der Augenkrankheit Retinitis Pigmentosa (RP) und erblinden allmählich. Wissenschaftler der Universität Tübingen suchen nach einem Heilmittel, das die Erblindung der RP-Patienten stoppt. [mehr]

1,6 Millionen Euro für Erforschung tropischer Infektionskrankheiten

Drei Nachwuchsgruppen des Instituts für Tropenmedizin der Universität Tübingen werden in den nächsten drei Jahren bisher wenig untersuchte tropische Infektionskrankheiten, deren Ausbreitung durch Armut gefördert werden, erforschen. Dafür haben sie erfolgreich Drittmittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro beim Bundesforschungsministerium eingeworben. [mehr]

Interdisziplinärer Forschungsverbund zur Vormoderne in Europa

Forschungsgegenstand des „Zentrums Vormodernes Europa" an der Universität ist jene Zeitspanne von der Antike bis in die „Sattelzeit“ der Jahre um 1800, in der die Fundamente gelegt wurden, auf denen die Kulturen Europas bis heute ruhen: die Vormoderne. [mehr]

Fremdsprachen lernen mit authentischem Material

Die E-Learning-Plattform BACKBONE stellt zum Sprachenlernen 200 Video-Interviews in sieben Sprachen didaktisch aufbereitet im Internet zur Verfügung. Die Plattform soll Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung unterstützen und den Spracherwerb mit authentischem Material fördern. [mehr]

Europäisches Taiwanzentrum an der Universität Tübingen wird weiter gefördert

Das im Jahr 2008 an der Universität Tübingen eigerichtete European Research Center on Contemporary Taiwan wird für weitere drei Jahre gefördert. Die Chancen, das es zu einer Dauereinrichtung werden könnten, stehen nicht schlecht. [mehr]

Héloïse Koehler mit Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie ausgezeichnet

Für ihre Dissertation zum Mittelpaläolithikum erhielt die französische Historikerin Dr. Héloïse Koehler den diesjährigen Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie. [mehr]

Studium und Lehre

Alle Studiengänge auf einen Blick – die zentrale Studiengangsdatenbank

Kompakte Informationen zu den aktuell 286 Studiengängen an der Universität Tübingen bietet die zentrale Studiengangsdatenbank. [mehr]

Umstrukturierung des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA)

Im vergangenen Sommersemester hat der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) beschlossen, seine Referate neu zu strukturieren. Ziel des AStA ist es, ein breiteres Serviceangebot für die Studierenden der Universität Tübingen zu schaffen. [mehr]

Erste Online-Klausur in Tübingen

Ende Januar nahmen 200 Studierende der Medizin an der ersten großen Online-Klausur an der Universität Tübingen teil. Bereits wenige Minuten nach der Klausur erhielten die Studierenden die Ergebnisse. [mehr]

Uni intern

Webauftritt im neuen Corporate Design

Auch der Webauftritt der Universität Tübingen ist zum 1. Oktober an das neue Corporate Design angepasst worden. Gut 12.000 Seiten sind bereits im TYPO3-System der Universität, weitere Seiten werden jetzt nach und nach an das neue CD angepasst. [mehr]

Umwelthandbuch der Universität Tübingen jetzt online

Der EMAS-Prozess an der Universität Tübingen schreitet voran, seit kurzem ist das Umwelthandbuch der Universität Tübingen online. Für den Sommer ist die Zertifizierung der Universität nach dem Eco Management and Audit Scheme (EMAS) vorgesehen. [mehr]

Universität Tübingen für mehr Familienfreundlichkeit an der Hochschule

Im Best-Practice-Club „Familie in der Hochschule“ arbeitet die Universität Tübingen an verschiedenen Projekten: Workshops für Führungskräfte zum Thema „Flexible Arbeitszeiten“ und ein Imagefilm über aktive Väter sind geplant. [mehr]

Meldungen Uni intern

Dienstrechtsreform für Beamte – Frauenversammlung für den nicht-wissenschaftlichen Dienst. [mehr]

Alumni Tübingen

Poetischer Gruß eines japanischen Alumnus

Dr. Tadashi Ôtsuru kam Anfang der 1970er-Jahre zum Philosophiestudium an die Universität Tübingen und blieb fast 20 Jahre am Neckar. In seinem Gedicht „Windklänge“ spiegeln sich viele schöne Erinnerungen an diese Zeit wider. [mehr]

Alumni-Wochenende 2011 vom 23. bis 25. Juni

Vom 23. bis 26. Juni findet das diesjährige Alumni-Wochenende der Universität Tübingen statt. Das Programm bietet für alle etwas, für die Ehemaligen genauso wie für ihre Familien. [mehr]

Leute

Andreas Rothfuß bleibt weitere acht Jahre Kanzler der Universität Tübingen

Senat bestätigt die Wahl des Universitätsrats – Fortführung des Reformkurses als Ziel. [mehr]

Ein neues Format für „die Neuen“: Video-Podcasts

Neu berufene Professorinnen und Professoren der Universität Tübingen werden ab jetzt in Video-Podcasts porträtiert, die über die Homepage der Universität abrufbar sind. Den Auftakt bilden Porträts von Professor Dr. Stephanie Grond, Lehrstuhl für Organische Chemie, sowie von Professor Dr. Christian Zwiener, Lehrstuhl für Umweltanalytik. [mehr]

Neu berufen: Stephanie Grond (mit Video-Podcast)

Lehrstuhl für Organische Chemie [mehr]

Neu berufen: Christian Zwiener (mit Video-Podcast)

Lehrstuhl für Umweltanalytik [mehr]

Philipp Amelung neuer Universitätsmusikdirektor

Am 1. April wird Philipp Amelung sein Amt als neuer Universitätsmusikdirektor der Universität Tübingen übernehmen. Damit tritt er die Nachfolge des im letzten Jahr tödlich verunglückten Tobias Hiller an. [mehr]

Einkaufen für den guten Zweck

Geld ausgeben und dabei Gutes tun, nicht nur für sich selbst, sondern auch für das Klima: Das ist mit dem „Carrotshop“ möglich. Der Tübinger Jurastudent Christian Atz gründete die nachhaltige Internetplattform und wurde dafür vom Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg im Januar 2011 zum „Gründer des Monats“ gekürt. [mehr]

Erste Tübinger Bierkönigin ist Studentin der Universität

Die Deutschstudentin der Universität Tübingen Britta Appich ist seit November 2010 Tübingens erste Bierkönigin. Neben dem Studium repräsentiert sie nun das Getränk und Tübingen bei verschiedenen Veranstaltungen. [mehr]

Neue Gesichter im Dezernat Forschung, Strategie und Recht

Im Dezernat I „Forschung, Strategie und Recht“ gibt es einige neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Uni Tübingen aktuell“ stellt sie kurz vor.[mehr]

Personalnachrichten

[mehr]

 

Termine und Veranstaltungen

Horst Köhler sprach über die Reform des Internationalen Währungssystems

Der ehemalige Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler war Ende Januar zu Besuch an der Universität Tübingen. Als Honorarprofessor der Tübinger Wirtschaftswissenschaften hielt er einen Vortrag zur Reform des Internationalen Währungssystems. [mehr]

„Wer nicht lacht, wird unverzüglich exmatrikuliert!“

Premiere an der Universität Tübingen: Im Januar fand der erste SWR3-Comedy-Campus überhaupt statt. Über 1000 Besucher wollten die Komiker Bernhard Hoecker, Marek Fiz und Andreas Müller hören. [mehr]

Minister Frankenberg und CDU-Landtagsabgeordnete besuchten Universität Tübingen

Der baden-württembergische Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dr. Peter Frankenberg, und der Arbeitskreis für Wissenschaft, Forschung und Kunst der CDU-Landtagsfraktion informierten sich über die neuesten Entwicklungen und Pläne an der Universität Tübingen. [mehr]

Neu erschienen

Der Jahresbericht 2009/10 ist erschienen

Meilensteine im vergangenen akademischen Jahr an der Universität Tübingen

[mehr]

Publikationen von Angehörigen der Universität Tübingen

[mehr]

Forum

Das Memorandum „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“

Über 250 katholische Theologieprofessoren und -professorinnen haben inzwischen das Memorandum „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“ unterschrieben. Einer der Unterzeichner, der Tübinger Kirchenhistoriker Professor Dr. Hans Reinhard Seeliger, erläutert für „Uni Tübingen aktuell“ Intention und Ziele des Aufrufs. [mehr]

Hugo Rupf-Stiftung fördert Auslandsprogramm der Universität Tübingen

Die 1977 gegründete Hugo Rupf-Stiftung spendet der Universität Tübingen jedes Jahr ein Viertel ihrer Stiftungserträgnisse. Damit soll das Auslandsprogramm der Universität gefördert werden. [mehr]

Die Sammlungen des Museums der Universität Tübingen MUT (3)

Das Tübinger Institut für Klassische Archäologie beherbergt eine der größten Universitätssammlungen im deutschsprachigen Raum. Vasen, Statuetten und rund 400 Gipsabdrücke antiker Skulpturen bieten einen Einblick in die Kultur der antiken Griechen, Etrusker und Römer. [mehr]

Universität Tübingen stärkt IT-Infrastruktur

Mit dem Neubau eines modernen Funktionsgebäudes speziell für den Betrieb von Serversystemen wird das Zentrum für Datenverarbeitung der Universität Tübingen zukunftsfähig gemacht. Dabei sollen moderne Konzepte zum energiebewussten Betrieb von IT-Systemen berücksichtigt werden. [mehr]

„Tübingen Südafrika Programm“ fand zum zwölften Mal statt

Bereits zum zwölften Mal hatten im Januar Studierende aus Südafrika Gelegenheit, Stadt und Universität Tübingen kennen zu lernen und einen vierwöchigen Einblick in die deutsche Sprache und Kultur zu erhalten. [mehr]

Uni-Infoshop mit neuen Produkten im Corporate Design

Die neue Kollektion ist da! [mehr]