Uni-Tübingen

Tagungen

Internationale Tagung: Im Bad wöll wir recht fröhlich sein. Bade- und Kurmusik der frühen Neuzeit

Vom 22. bis 24. September 2022 findet die Tagung des Teilprojekts A4 „Bade- und Kurmusik der Frühen Neuzeit“ statt.

Die interdisziplinäre und internationale Tagung mit Vorträgen und Roundtables/Workshops möchte die Bade- und Kurmusik im Kommunikations- und Interaktionsraum öffentliches Bad zwischen angewandter Diätetik, künstlerischer Praxis, theoretischer Reflektion sowie sozialer und konfessioneller Kommunikation beleuchten, wie sie sich in Bildern, Texten und Noten spiegelt. Dem Programm dieses SFB-Projektes geschuldet, richtet sich der Blick zeitlich namentlich auf die Frühe Neuzeit und regional auf den deutschsprachigen Bereich; übergreifende Ausblicke sind willkommen.

Termin: 22.–24. September 2022
Veranstaltungsort: wird noch bekanntgegeben
Anmeldung bei Thomas Schipperges und Lorenz Adamer
Sprachen: Deutsch und Englisch


Internationale Tagung: Die Ambiguität des Scheins. Dynamiken ästhetischer Praxis in der Vormoderne 

Vom 30. Juni bis 02. Juli 2022 findet die Tagung der Projekte A1, C1, C3 und C6 statt.

Den Gegenstand der Tagung bildet die polyvalente Semantik des ‚Scheins‘ in den Kulturen der Vormoderne. Der ‚Schein‘ kann sich auf Phänomene des Leuchtens, des Sichtbarwerdens, aber auch der Täuschung beziehen. Die medialen Ausprägungen, deren kulturgeschichtliche Voraussetzungen sowie die Zielrichtungen ästhetischer Manifestationen des ‚Scheins‘ stehen im Zentrum des Interesses. In welchen konkreten Formen und mit welchen Folgen werden ästhetische Konfigurationen als erkenntnisfördernder und ‚erhellender’ Schein, wann als verstellender, ja täuschender Anschein wahrgenommen und bewertet? Die interdisziplinäre Tagung nimmt die Ausprägungen des ‚Scheins‘ zwischen Antike und früher Neuzeit in den Blick, um von hier aus der spezifischen Dynamik, die die vormoderne Ästhetik vielfach prägt, auf die Spur zu kommen.

Die Zoom-Zugangsdaten lauten: zoom.us/j/94803485061

Termin: 30. Juni–02. Juli 2022
Veranstaltungsort: Pfleghofsaal (Schulberg, Tübingen) und Online-Übertragung via Zoom
Anmeldung bei Martin Kovacs
Sprachen: Deutsch und Englisch


Festkolloquium anlässlich des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Annette Gerok-Reiter zum Thema „Textualität, Medialität, Performativität: Zur ästhetischen Energie mittelalterlicher Lyrik“

Das Kolloquium fragt nach der ‚ästhetischen Energie mittelalterlicher Lyrik‘, die an der Schnittstelle zwischen der Eigenlogik des ästhetischen textuellen Artefakts bzw. performativen Akts (Autologie) und dessen sozialer Einbindung und Funktionalisierung (Heterologie) freigesetzt wird. Mit der Trias von Textualität, Medialität und Performativität visieren die Beiträge das für die mittelalterliche Lyrik so charakteristische Zusammenspiel von semantischer Verdichtung und Ambiguierung, von intra- wie intertextueller Vielstimmigkeit, von Rhythmus, Klang und Reim, von Trägermedium, Text und Musik, von Körper und Stimme an. Das Kolloquium schließt damit an Annette Gerok-Reiters Forschungsinteressen und an die Fragestellungen des Tübinger SFB 1391 „Andere Ästhetik“ an, der die Veranstaltung großzügig unterstützt.
Vortragen werden mit Susanne Köbele (Zürich), Almut Suerbaum (Oxford) und Franz-Josef Holznagel (Rostock) drei ausgewiesene Spezialist:innen für mittelalterliche Ästhetik und Lyrik. Der Abendvortrag des Dichters und Mediävisten Alexander Rudolph / Tristan Marquardt (München) unternimmt eine künstlerisch-wissenschaftliche Annäherung an die dynamischen Austauschprozesse zwischen Literaturwissenschaft und Dichtung.

Termin: 28. Mai 2022, 13–18.30 Uhr
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse, Tübingen)
Anmeldung bei Suza Bartusch
Sprachen: Deutsch

Downloads: Programm


Internationale Tagung: Schön und rein? – Normierung und Ästhetik im Sprachpurismus der Frühen Neuzeit

Vom 14. bis 16. März 2022 findet die Tagung des Teilprojekts A3 „Purismus – Diskurse und Praktiken der Sprachreinheit“ statt.

Im Zentrum dieser internationalen und interdisziplinären Tagung stehen die soziokulturellen Rahmenbedingungen und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen europäischen Sprachpurismen der Frühen Neuzeit: In jener Zeit findet die Debatte um die ‚reine Sprache‘ Eingang in eine Pluralität von Normierungsmodellen, welche aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen des (Un-)Reinen und (Un-)Schönen zueinander in Konkurrenz treten. Sie bilden das theoretische Fundament einer institutionell verankerten Sprach- und Identitätspolitik, die sich in ganz Europa in unterschiedlichen Konstellationen vollzieht.

Die Tagung nimmt sprachpuristische Normierungsprozesse und Argumentationen in Italien, Frankreich und Deutschland in den Blick. An ihnen soll untersucht werden, wie sich autologische und heterologische Bezüge in unterschiedlichen Diskurs- und Gattungstraditionen – von Sprachtraktaten über Poetiken, Grammatiken und Wörterbücher bis hin zu Briefen, Übersetzungen und satirischen Texten – verflechten. Konkrete Praktiken, Institutionen und Akteure der Sprachnormierung werden ebenso untersucht wie die Metaphorik der Sprachreinheit bzw. -reinigung.

Termin: 14.–16. März 2022
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse, Tübingen) und Online-Übertragung via Zoom
Anmeldung bei Martin Sinn
Sprachen: Deutsch und Englisch


Internationale Tagung: Materialität und Medialität: Aspekte einer anderen Ästhetik

Vom 02. bis 04. März 2022 findet die Tagung des Querschnittsbereichs "Materialität und Medialität" statt.

Materialität und Medialität sind zentrale Koordinaten einer ‚anderen‘ Ästhetik, die dazu genutzt werden können, die zugleich sozialen und gestalterischen Bedingungen vormoderner Akte und Artefakte greifbar zu machen. Bei der Untersuchung ästhetischer Akte und Artefakte können Materialität und Medialität insofern dazu beitragen, überkommene Hierarchien und Dichotomien der Geschichte der (Erforschung der) Ästhetik zu überwinden, z.B. die Unterordnung oder Unterwerfung des materialen bzw. Stoffaspekts von Akten und Artefakten unter ‚geistige‘ Paradigmen etwa der Form oder auch ein Ausspielen der künstlerischen Gestaltung gegen mediale Funktionen. In diesem Sinn bezeichnen Materialität und Medialität spezifische Hinsichten auf Akte und Artefakte, die verstärkt das Stofflich-Materiale einerseits und das Vermittelnd-Mediale andererseits als Aspekte einer anderen Ästhetik in den Blick rücken.

Termin: 02.–04. März 2022
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse, Tübingen) und Online-Übertragung via Zoom
Anmeldung bei Jan Stellmann und Daniela Wagner
Sprachen: Deutsch und Englisch


Internationale Tagung: Ästhetisches Aushandeln. Normen und Praktiken in der Vormoderne

Vom 11. bis 13. November 2021 findet die Tagung des Querschnittsbereichs "Norm und Diversität" statt.

Der Querschnittsbereich "Norm und Diversität“ im SFB 1391 Andere Ästhetik möchte die dynamische Situation eines ästhetischen Aushandelns und eines Aushandelns des Ästhetischen zugleich in den Blick rücken: Zwar zielt jede Formulierung einer Norm auf Allgemeingültigkeit, zugleich existiert aber einerseits eine Pluralität der Normen, die sich gegenüberstehen, andererseits wird der Geltungsanspruch von Normen durch eine vielfältige Praxis reflektiert und immer wieder neu zur Diskussion gestellt. Die Tagung möchte dem noch immer wirkungsmächtigen Forschungsnarrativ begegnen, das vormoderne Artefakte in normativen Vorstellungen gegründet sieht, ohne dabei den Konterpart der Diversität ausreichend in Rechnung zu stellen.

Termin: 11.–13. November 2021
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse, Tübingen) und Online-Übertragung via Zoom
Anmeldung bei Sandra Linden
Sprachen: Deutsch und Englisch


Internationale Tagung: Ästhetik(en) pluraler Autorschaft: Literatur – Kunst – Musik

Vom 12. bis 14. November 2020 findet die Tagung des Querschnittsbereichs "Individuum und Kollektiv" statt.

Der Querschnittsbereich "Individuum und Kollektiv" verbindet Perspektiven der Produktion und Rezeption ästhetischer Akte und Artefakte in der Spannung zwischen einzelnen und mehreren Akteuren. Diese Interaktion ist für die (Re-)Konstruktion einer ,anderen‘ Ästhetik deshalb bedeutsam, weil sie zentrale Narrative der Autonomieästhetik – der Künstler als schöpferisches Individuum und regelfreies ‚Originalgenie‘; Kollektivität bzw. Pluralität als Kennzeichen ästhetisch zweitrangiger Produktionsverhältnisse – radikal auf den Prüfstand stellt.

Eine erste Tagung in diesem Bereich wird sich mit der Ästhetik bzw. den Ästhetiken pluraler Autorschaft befassen, und zwar aus der disziplinären wie auch interdisziplinären Perspektive von Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft. Sie setzt sich zum Ziel, Koordinaten einer ,anderen‘ Ästhetik innerhalb dieses Rahmens zu erschließen.

Termin: 12.–14. November 2020
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse, Tübingen) und Online-Übertragung via Zoom
Anmeldung bei Angelika Zirker
Sprachen: Deutsch und Englisch

Downloads: Flyer, Plakat