Uni-Tübingen

Special Lectures

Special Lecture von Prof. Dr. Melanie Wald-Fuhrmann (Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik)

Titel und Ankündigungstext folgen.

Termin: 09. Februar 2022, 18–20 Uhr
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse 30)


Special Lecture von Prof. Dr. Dr. h. c. Erika Fischer-Lichte (FU Berlin)

Titel und Ankündigungstext folgen.

Termin: 13. Dezember 2021, 18–20 Uhr
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse 30)


Special Lecture von Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Wissenschaftskolleg zu Berlin/Universität Münster)

„Ars militaris: Militär als ästhetische Praxis im 18. Jahrhundert“

In dem Standardwerk Der vollkommene Teutsche Soldat von 1726 wird der Krieg als exakt berechenbares, zeremoniell gerahmtes Geschehen verstanden und die Kriegskunst als streng regelgeleitete ars aufgefasst. Die Regelhandbücher der Zeit offenbaren auffallende Ähnlichkeiten zwischen militärischen Exerzitien einerseits, höfischem Ballett und Zeremoniell andererseits. Diese Disziplinen hatten gemein, dass sie den Regeln der Geometrie folgten. Hier wie dort ging es nicht zuletzt um ästhetische Vollkommenheit – ein Ideal, das sich auf dem Schlachtfeld allerdings als hinderlich erwies.

Der Vortrag geht am Beispiel des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. von Preußen der Frage nach, wie sich im Militär um 1700 ästhetische gegenüber pragmatischen Maßstäben verselbstständigten, bevor „Kriegskunst“ im 19. Jahrhundert aufhörte, „Kunst“ zu sein.

Termin: 12. Mai 2021, 18–20 Uhr
Veranstaltungsort: Online-Übertragung via Zoom, Anmeldung bei Jan Stellmann

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Special Lecture von Prof. Dr. Christian Kiening (Universität Zürich)

„Ästhetik und Pragmatik der Zeit im 16. Jahrhundert“

Der Vortrag behandelt zwei zentrale Tendenzen der Geistes-, Kultur- und Literaturgeschichte der Zeit im 16. Jahrhundert: die Tendenz, sich zunehmend mit der Zeit als einem ästhetischen Phänomen zu beschäftigen, und die Tendenz, Fragen der Zeitlichkeit auf Dimensionen des Messbaren, des Alltäglichen und der Lebenszeit zu beziehen. An Beispielen von Jörg Wickram, Pontus de Tyard und anderen wird nach dem Zusammenhang dieser Tendenzen gefragt. Im Hinblick auf das Verhältnis von Erscheinungsform und Reflexionsform sowie die praxeologische Dimension des Ästhetischen kommen dabei auch programmatische Aspekte des SFB 1391 zur Sprache.

Termin: 01. Februar 2021, 18–20 Uhr
Veranstaltungsort: Online-Übertragung via Zoom

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Special Lecture von Prof. Dr. Mireille Schnyder (Universität Zürich)

„Die Kunst des Wahns und die Ästhetik der Wirklichkeit“

Mireille Schnyder greift in ihrem Vortrag Ansätze des SFB-Programms auf und sucht von hier aus Anschlussstellen zu weiteren Perspektiven einer ,anderen‘ Ästhetik im mittelalterlichen, christlichen Kontext. Dabei geht sie vom altfranzösischen Roman de la Rose aus, einem der einflussreichsten Werke des 13. Jahrhunderts. Die für ihre Überlegungen zentrale Verschränkung von Materialität, Technik sowie Konzeptionalisierung von Wahrnehmungsvorgängen, die sie anhand der Thematisierung des Glases (als Material, Spiegel und Metapher) aufzeigen möchte, zielt auf das zentrale Konzept der ästhetischen Reflexionsfigur des SFB. Gleichzeitig soll, auch wenn nicht gleich ausgeführt, angedeutet werden, dass auch im Staunen eine solche Reflexionsfigur gesehen werden kann. Dass sich über solche Reflexionsfiguren 'andere' Ästhetiken erschliessen oder zumindest konturieren lassen, möchte sie mit der Idee einer Kunst des Wahns und einer Ästhetik der Wirklichkeit in den Blick rücken.

Termin: 19. Oktober 2020, 18–20 Uhr
Veranstaltungsort: Online-Übertragung via Zoom, Anmeldung bei Jan Stellmann


Special Lecture von Prof. Dr. Barbara Schellewald (Universität Basel)

„Monumentale Bildtechnik(en) im 12. Jahrhundert und ihre expliziten und impliziten Referenzen auf die Betrachter“

Ausgangspunkt des Vortrags ist die 1164 realisierte Ausmalung der Panteleimonkirche von Nerezi (unweit von Skopje), die im aristokratischen Milieu entstanden ist. Während die Forschung bisher vor allem die Auftragssituation fokussierte und das Spezifische der Bilder – die Betrachter werden im Zentrum mit sehr grossformatigen Bildern konfrontiert, die eindeutig auf die Empathie der Betrachter angelegt sind – primär an theologische/liturgische Texte zurückgebunden hat, wird der Vortrag die Materialität bzw. die dominanten ästhetischen Diskurse als substantielle Voraussetzung für eine Bildkonstituierung in Rechnung stellen und von hier aus die Relation von autologischen und heterologischen Dimensionen, die das Programm des SFB 1391 ins Zentrum stellt, für eine adäquate Interpretation diskutieren.

Termin: 15. Juli 2020, 18–20 Uhr (ENTFÄLLT!)
Veranstaltungsort: Neue Aula, Hörsaal 2 (Geschwister-Scholl-Platz)

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Special Lecture von Prof. Dr. Jürgen Trabant (FU Berlin)

Fatto dagli uomini: vom Menschen gemacht. Giambattista Vicos Philosophie des Selbstgemachten“

Giambattista Vico (1668-1744) stellt sich mit seiner Philosophie der vom Menschen gemachten Welt dem gesamten europäischen Denken entgegen, das sich bisher nur mit der natürlichen Welt beschäftigt hat. Dieses Machen hat zwei Formen, poiesis und praxis, deren Manifestationen Vico in einer grandiosen weltgeschichtlichen Konstruktion entfaltet. Das poetische und das politisch-praktische Machen gehen Hand in Hand. Aus dem Können des Handwerkers (techne, ars), der weiß, wie das von ihm Gemachte gemacht ist, erwächst die Sicherheit des Wissens von der selbstgemachten Welt und also Wissenschaft. Als Alternative zum Mainstream ist diese Wissenschaft neu: Scienza nuova (1730/1744). Vicos ästhetisch-praktische Philosophie entwirft somit einen Ansatz, der für den SFB Andere Ästhetik bedenkenswert sein könnte.

Termin: 15. Juni 2020, 18–20 Uhr (ENTFÄLLT!)
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse 30)

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Special Lecture von Prof. Dr. Silke Leopold (Universität Heidelberg)

„Tafelmusik. Musikalisches und Kulinarisches in der Vormoderne – und was das  Konzept der Anderen Ästhetik zu ihrem Verständnis beitragen kann“

Anhand von ausgewählten musikalischen Quellen (z.B. J.H. Schein, Banchetto musicale, H.I.F. Biber, Mensa sonora, G.P. Telemann, Tafelmusik), Festbeschreibungen (z.B. über das burgundische Fasanenfest), Kochbüchern (z.B. Cristoforo di Messisbugo) samt Dokumentationen von Festbanketten sowie Bildquellen (z.B. Joachim von Sandrart, Friedensmahl in Nürnberg) wird der Vortrag darüber nachdenken, wie man mit dem Modell der ,anderen‘ Ästhetik aus der in der Musikwissenschaft eher festgefahrenen Dichotomie von ,Kunstmusik’ und ,Gebrauchsmusik’ herauskommen könnte.

Termin: 08. Juni 2020, 18–20 Uhr (ENTFÄLLT!)
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse 30)


Special Lecture von Prof. Dr. Adrian Stähli (Harvard University)

Titel folgt.

Termin: 11. Mai 2020, 18–20 Uhr (ENTFÄLLT!)
Veranstaltungsort: Raum 027, Brechtbau (Wilhelmstraße 50)


Special Lecture von Prof. Dr. Andreas Kablitz (Universität zu Köln)

„Ästhetik als Reflexion und Gestaltung von Welt“

Termin: 29. April 2020, 18–20 Uhr (ENTFÄLLT!)
Veranstaltungsort: Alte Aula (Münzgasse 30)