Uni-Tübingen

Events

Mittelalterliche Bücher der Natur im Dialog mit der Dichterin Nasima Sophia Razizadeh

Vernissage und Lesung

Wie kommt die Natur ins Buch? Im Mittelalter blickten Gelehrte häufiger in Bücher als aus dem Fenster – und doch war die Natur ein zentraler Gegenstand ihres Denkens. Die Naturkunden des Mittelalters zeigen uns, wie Menschen aus dieser Zeit die Welt beschrieben und verstanden haben. Mit ihren reichen Darstellungen und Illustrationen begegnen sie uns als ästhetische Objekte. Gleichzeitig regen sie an zum Nachdenken über unser Verhältnis zur Natur und eine Naturwahrnehmung, die ausbeuterische und zerstörerische Umgangsweisen mit der Natur begünstigt.

Entstanden ist die Ausstellung in Kooperation des Sonderforschungsbereichs Andere Ästhetik mit der Universitätsbibliothek Tübingen. Zur Vernissage treten naturkundliche Bücher aus dem arabischen, lateinischen und deutschen Mittelalter in einen kreativen Dialog mit den Gedichten der Dichterin Nasima Sophia Razizadeh.

28. Januar 2026 um 18:30 Uhr im Historischen Lesesaal der Universitätsbiblliothek (Bonatzbau)

Weitere Informationen: Plakat und Flyer


Berlin Science Week: Friedemann Vogel tanzt & spricht über ,andere‘ Ästhetik

Filmvorführung und Talk

Eine Tanzperformance als Forschungsprojekt: In enger Zusammenarbeit des Sonderforschungsbereichs Andere Ästhetik mit dem Stuttgarter Balletttänzer Friedemann Vogel entstand „Écorché! Anatomie des Tanzes“, eine Performance, die sich von historischen Darstellungen enthäuteter Körper („Écorché“) inspirieren lässt. Die Performance ist bei der Veranstaltung als Film zu sehen. Im Anschluss spricht Friedemann Vogel gemeinsam mit Anna Pawlak, Franziska Hammer und Olaf Kramer von der Universität Tübingen über die Entstehung des Projekts sowie über das Zusammenwirken von Kunst und Wissenschaft. Im Fokus stehen Fragen wie: Welche Rolle spielt Kunst in gesellschaftlichen Umbrüchen? Wie verändert sich unser Verständnis von Kunst, wenn wir sie als Denkraum und Forschungsgegenstand zugleich begreifen? Wie können Forschung und Wissenschaft vom Austausch mit Kunst profitieren?

7. November 2025 um 14:30 Uhr am Holzmarkt 25 in Berlin

Fotos: © Marlena Waldthausen / Berlin Science Week


Was uns bewegt ...

Workshop des SFB Andere Ästhetik mit Friedemann Vogel und Thomas Lempertz

„Mich interessiert nicht, wie sich Menschen bewegen, sondern was sie bewegt“ (Pina Bausch)

Angelehnt an das Motto von Pina Bausch veranstaltet der SFB Andere Ästhetik einen Workshop, der von Friedemann Vogel, erstem Solist des Stuttgarter Balletts und Kammertänzer des Landes Baden-Württemberg, gemeinsam mit dem Choreographen Thomas Lempertz geleitet wird. Der Workshop möchte Kunst und Wissenschaft, Praxis und Reflexion, Bewegung und Notation in experimenteller Weise zusammenbringen. Damit baut der SFB seine innovativen Wege der Kooperation zwischen Wissenschaft und Kunst aus, indem die Veranstaltung nicht – wie bisherige Workshops – theoretisch ansetzt und von der Theorie aus das Gespräch mit Künstler:innen sucht. Vielmehr stellen Friedemann Vogel und Thomas Lempertz die Praxis der Bewegung in den Mittelpunkt und eröffnen von hier den teilnehmenden Wissenschaftler:innen die Möglichkeit, sich ‚anders‘ als in gewohnter Weise zu erfahren und miteinander zu kommunizieren.

17. Oktober 2025 von 10–16 Uhr im Uhlandsaal (Obere Museumssäle)

Weitere Informationen: Plakat, Flyer und Reportage zum Workshop


A Day in Bath. Englische Musik aus dem 18. Jahrhundert

Konzert

Ikonische Architektur, Urlaubs- und Kurort der High Society, berühmte Roman-Szenen von Jane Austen, das Royal Theatre, prominente Filmkulisse – all das kommt uns in den Sinn, wenn wir an Bath denken. Ohne die Musik wäre der Ort im 18. Jahrhundert aber sicher nicht zu dem geworden, was er ist. Wir wollen gemeinsam eintauchen in eine Klangwelt, die einen Bogen von Unterhaltung zu Kur und Heilung spannt, von Bädern und Salons zu den großen Konzertsälen, von Komponisten aus Bath zur Ausnahmeerscheinung Georg Friedrich Händel. 

Auf historischen Instrumenten musizieren Jack Comerford, Mary-Jannet Leith, Martin Schneider, Niels Pfeffer und Martin Jantzen im stimmungsvollen Silchersaal. Sie sind international anerkannte Spezialist:innen für die Musik des 18. Jahrhunderts. Ihre Spielfreude und die meisterhafte technische Brillianz machen das Konzert zu einem besonderen Erlebnis!

4. September 2025 um 19:30 Uhr im Silchersaal (Obere Museumssäle)

Weitere Informationen: Plakat


Anatomie des Tanzes: Friedemann Vogel tanzt und spricht über ,andere‘ Ästhetik

Ausstellung / Performance / Talk

Eine Tanzperformance als Forschungsprojekt? Der Balletttänzer Friedemann Vogel hat sich gemeinsam mit dem Tübinger Sonderforschungsbereich Andere Ästhetik auf ein Experiment eingelassen: Mit einer wissenschaftlich konzipierten und tänzerisch choreographierten Performance zeigt er, wie fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen Ästhetikforschung und Künstler:innen sein kann. Die Ausstellung zeigt die Performance als Film und anhand von Fotografien, die im Rahmen der Aufführung in der Alten Anatomie der Universität Tübingen entstanden sind. Im Rahmen einer Vernissage beleuchten Friedemann Vogel und Wissenschaftler:innen des Sonderforschungsbereichs Andere Ästhetik aus ihrer Perspektive die Entstehung der Performance und diskutieren die Potentiale von „Artist in Residence“-Kollaborationen.

15. Juli 2025 um 17 Uhr im Eckstein (Pop-up Store der Universität Tübingen)

Weitere Informationen: Plakat


Angelika Niescier: Jazz meets Andere Ästhetik

Konzert und Workshop

"Jazz ist anders" schrieben die Ärzte 2007 als Titel auf ein Albumcover. Aber warum ist Jazz anders? Die Musik changiert zwischen Komposition und Improvisation, zwischen kanonischen Vorbildern und experimenteller Avantgarde, zwischen populärem Massenphänomen und exklusiver Kunst. Aus musikwissenschaftlicher Perspektive wird Jazz oft nur als Randphänomen wahrgenommen, dabei prägt der Dialog von Kunst und Gesellschaft das Genre erheblich. Die Saxophonistin und Komponistin Angelika Niescier ist zu Gast in Tübingen, um im Rahmen eines Workshops mit dem SFB Andere Ästhetik ästhetische Perspektiven auf Jazz zu diskutieren. Ein Konzert des NIESCIER / PORTUGAL DUO gibt eigene Impulse zu der Frage: Ist Jazz eine ,andere‘ Ästhetik der Moderne?

Die polnisch-deutsche Saxophonistin Angelika Niescier und die brasilianische Schlagzeugerin Mariá Portugal haben sich zusammengetan, und ihr Duo klingt weniger wie Musik und mehr wie eine schallwellenbetriebene Achterbahnfahrt durchs Weltall. Niescier, eine Saxophon-Zauberin mit preisgekrönten Fähigkeiten, und Portugal, ein Schlagzeug-Jongleur, der genauso gut Pop, brasilianische Rhythmen und Klänge spielt, die vielleicht Außerirdische anlocken könnten, zaubern ein Klanggewitter auf die Bühne, bei dem man nicht mehr sicher ist: Ist das ein Jazzclub, ein verrücktes Wissenschaftslabor oder gar eine andere Dimension? Gemeinsam entfalten sie ein musikalisches Gespräch, das von donnernd laut bis flüsternd leise in Sekunden wechselt, voller improvisierter Funken und wilder Wendungen.

1. Juli 2025 um 20 Uhr im Club Voltaire

Weitere Informationen: Plakat


Mini-Ästhetik: Miniaturen und Musik im Salon

Gespräch mit Musik

Der Blick durch die Lupe offenbart die herausragende Kunstfertigkeit Jeremiah Meyers: Auf engstem Raum fängt jeder Pinselstrich charakteristische Eigenschaften der Porträtierten ein. Doch Meyers Miniaturen sind nicht nur schön anzusehen, sondern haben überdies auch eine gesellschaftliche Funktion: Die kleinen Kunstwerke wurden als Schmuck getragen und dienten zum Gedenken der porträtierten Person. Zugleich repräsentierten sie in der Kunstfertigkeit und der hochwertigen Materialität den sozialen Status, denn Miniaturen waren der feinen Gesellschaft vorbehalten.

Die gesellschaftliche Funktion von Kunst als ein wesentlicher Bestandteil von Ästhetik – das ist der Ansatz des Sonderforschungsbereichs Andere Ästhetik der Universität Tübingen. Im Gespräch mit der Kuratorin Evamarie Blattner, Anglistin Angelika Zirker, Kulturwissenschaftlerin Luisa Vögele und Musikwissenschaftler Claudius Hille soll der kulturgeschichtliche Hintergrund von Meyers Schaffen beleuchtet und zum Klingen gebracht werden – mit Musik aus dem England des 18. Jahrhunderts.

7. Mai 2026 um 18 Uhr im Stadtmuseum Tübingen

Weitere Informationen: Plakat


Der Ton macht die Musik

Podiumsgespräch und Performance

Der SFB Andere Ästhetik lädt ein zum Podiumsgespräch über Sprachnormierung und Sprachpolitik im Rahmen der Tübinger Science and Innovation Days 2024. Das Motto lautet „Besser streiten. Gemeinsam arbeiten wir dran“. Der SFB bringt dazu eine zeitgeschichtliche Perspektive ein: Die Konversationsliteratur des 16. und 17. Jahrhunderts behandelt intensiv Fragen von Sprach- und Verhaltensnormen. Der Philosoph und Publizist Philipp Hübl richtet den Blick auf die gegenwärtige Debatte. Im Anschluss an die Diskussion wird die Frage nach dem richtigen, dem höflichen Streiten auf körperlicher Ebene inszeniert: Tender Wrestling – ein Mix aus Performance, Live-Musik und Theater von Way Too Much.

16. November 2024 um 20 Uhr im Löwen-Theater Tübingen

Weitere Informationen: https://www.sidays.com/events/der-ton-macht-die-musik


Der Herodianische Tempel

Virtual Reality Experience

Die virtuelle Ausstellung im Rahmen der Science and Innovation Days 2024 ermöglicht allen Besucherinnen und Besuchern ein hautnahes Geschichtserlebnis. Der Herodianische Tempel in Jerusalem ist ein bedeutendes Symbol historischer Konflikte und religiöser Hingabe. In einer detailgetreuen Rekonstruktion des Tempels zur Zeit Jesu kann man beeindruckende Säulenhallen und weitläufige Plätze erkunden und am geschäftigen Treiben teilnehmen, etwa beim Kauf von Tauben oder beim Eintauschen von Geld am Wechseltisch für die Tempelsteuer. Dafür wurden hochwertige 3D-Modelle von antiken Münzen der Tübinger Sammlung eingesetzt.

15. und 16. November 2024 in den Oberen Sälen der Tübinger Museumsgesellschaft

Weitere Informationen: https://sidays.com/events/vr-ausstellung-der-herodianische-tempel


Die Münzen der alten Römer

Kinder-Uni-Forschungstag der Universität Tübingen

Im Tübinger Schlosshof machen wir gemeinsam eine Reise in die Vergangenheit: Prof. Stefan Krmnicek vom Archäologischen Institut der Universität Tübingen berichtet Spannendes aus der Geschichte der alten Römer. Dazu sehen wir uns die römischen Münzen genauer an: Was kann man auf den Münzen erkennen? Wann und wie sind sie entstanden? Was sind sie wert? Im originalen römischen Gewand macht der Museumspädagoge Alexander Zimmermann die römische Geschichte nicht nur erlebbar, sondern prägt gemeinsam mit den Kindern eigene Münzen .

6. Juli 2024 13–15 Uhr und 15–17 Uhr im Innenhof des Tübinger Schlosses


Écorché! Anatomie des Tanzes

Festveranstaltung des SFB Andere Ästhetik mit Friedemann Vogel und Prof. Gabriele Brandstetter

Mit einer Festveranstaltung feiern wir die zweite Förderphase des SFB Andere Ästhetik: Den Auftakt bildet eine Performance des prominenten Balletttänzers Friedemann Vogel, die eigens für diesen Anlass entwickelt und aufgeführt wird. Im anschließenden Vortrag wird die Tanz- und Theaterwissenschaftlerin Prof. Gabriele Brandstetter (FU Berlin) die Verbindung zwischen der Tanzperformance und dem wissenschaftlichen Programm des SFB herstellen. Zum Abschluss der Veranstaltung wird Prof. Olaf Kramer eine Podiumsdiskussion mit Friedemann Vogel, Prof. Gabriele Brandstetter, Prof. Annette Gerok-Reiter und Prof. Anna Pawlak moderieren.

Die Veranstaltung in der Alten Anatomie wird ab 18 Uhr durch einen Empfang mit Umtrunk im Pfleghof eingeleitet, zu dem auch Vertreter:innen aus dem Kulturdezernat der Stadt und der weiteren Universität eingeladen sein werden.

27. März 2024 um 19:30 Uhr in der Alten Anatomie

Weitere Informationen: Plakat und Programmzettel, zur Kooperation mit Friedemann Vogel


Gesundung mit Klängen

Konzert mit Lichtinstallation und anschließendem Gespräch

Mit einem Konzert im Rahmen der Science and Innovation Days 2023 lädt der Sonderforschungsbereich Andere Ästhetik ein, die Bade- und Kurmusik der Frühen Neuzeit live zu erleben. Ein anschließendes Gespräch u.a. mit der Sprecherin des SFB, Prof. Annette Gerok-Reiter, beleuchtet Berührungspunkte zwischen Resilienz und Ästhetik. 

8. November 2023 um 20 Uhr in der Kapelle des Pfleghofs

Weitere Informationen finden sich im Flyer


Infostand SFB Andere Ästhetik

Science Fair

Die Science Fair der Science and Innovation Days ist eine Wissenschaftsmesse und bietet Gelegenheit für Austausch und Kooperation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und den Tübinger Bürgerinnen und Bürgern. 

8. und 9. November 2023 in den Oberen Sälen der Tübinger Museumsgesellschaft


In the spirit of: Walter Jens und die Tübinger Schreibschule: Ästhetische Reflexion und Praxis

Gesprächsrunde

Annette Gerok-Reiter spricht im Rahmen der PEN-Jahrestagung zum Thema „Schreiben ist ein Handwerk“ (Walter Jens).

21. Mai 2023 um 10:30 Uhr am Weltethos Institut in Tübingen

Weitere Informationen finden sich im Flyer.


Wozu Kunst?

Vortrag

Im Rahmen des Diskussionsforums Café Philo spricht Annette Gerok-Reiter in der Volkshochschule Tübingen.

17. Mai 2022 in der Volkshochschule Tübingen


Im Bad wöl wir recht fröhlich sein

Vortrag mit künstlerischer Intervention

Wellness im 15. Jahrhundert? Nur mit Livemusik. Eine unglaubliche musikalische und intellektuelle Zeitreise erwartet Euch im leeren Frauenbad des Eglisees im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Überall” des Vereins Salz + Kunst. Thomas Schipperges und Lorenz Adamer sprechen über Bademusik in der frühen Neuzeit. Das Ensemble Leones zeigt, wie das geklungen hat:

Leitung: Marc Lewon
(Schola Cantorum Basiliensis / FHNW)

Grace Newcombe – Gesang
Matthieu Romanens – Gesang
Elizabeth Rumsey – Renaissancegambe
Baptiste Romain – Fidel, Renaissancevioline
Marc Lewon – Laute, Cister, Renaissancegitarre, Gesang

28. September 2021 im Gartenbad Eglisee in Basel

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website des Vereins Salz+Kunst


Kunst kommt von Können

Podiumsdiskussion mit künstlerischer Intervention

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Überall” des Vereins Salz+Kunst diskutierte Annette Gerok-Reiter zu Fragen wie:

  • Wer bestimmt, was Kunst ist?
  • Wer hat Angst vor Auftragskunst?
  • Wie steht’s mit Citizen Art?

14. September 2021 um 19:30 Uhr im BARAKUBA in Basel

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website des Vereins Salz+Kunst