Uni-Tübingen

Soziologie - Bachelor Hauptfach

Eckdaten zum Studiengang

Fakultät
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Abschluss
Bachelor Hauptfach

Zulassungsbeschränkung
Ja, im 1. Fachsemester

Regelstudienzeit
6 Semester

Kombinationsfach erforderlich?
Ja

Bewerbungsfrist
Überblick Bewerbungsfristen

Studienbeginn
Wintersemester

Unterrichtssprache
Deutsch

Finanzen
Beiträge und Gebühren

Jetzt bewerben

Voraussetzung und Bewerbung

Jeweils zum Wintersemester können bis zu 88 Studierende im Bachelor-Hauptfach Soziologie das Studium beginnen. Die Bewerbung erfolgt online über das Bewerbungsportal ALMA der Universität Tübingen. Die Onlinebewerbung ist ab dem 1. Juni freigeschaltet. Bewerbungsschluss ist jeweils der 15. Juli.

Im Bachelor-Hauptfach Soziologie werden die Studienplätze nach dem Ergebnis eines von der Universität durchgeführten Auswahlverfahrens vergeben. Hierbei sind folgende Kriterien maßgebend: Die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung sowie das Resultat eines Auswahltests. Die Bewerber*innen haben die Möglichkeit, Ihre Chancen auf Zulassung zum Bachelor-Hauptfach Soziologie durch diesen Auswahltest zu erhöhen. Die Teilnahme ist nicht obligatorisch. Alle Bewerber*innen gelten mit Abgabe ihrer Bewerbung als zum Test eingeladen. Eine gesonderte Einladung ergeht nicht.
Weitere Informationen zum Auswahltest werden auf der Institutshomepage der Soziologie unter Studieninteressierte/Bewerbung BA-Studiengang bereitgestellt.

Voraussetzung für ein Studium an der Universität Tübingen ist die Allgemeine Hochschulreife, in der Regel das Abitur, oder eine sonstige Hochschulzugangsberechtigung, z.B. die Deltaprüfung für Studieninteressierte mit Fachhochschulreife bzw. fachgebundener Hochschulreife oder ein Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte. Bewerber/innen mit ausländischen Schulabschlüssen wenden sich bitte an die Abteilung Beratung und Zulassung internationaler Studierender.

Wenn Sie keine deutsche Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) haben, müssen Sie unter Umständen Ihre Deutschkenntnisse nachweisen. Beachten Sie bitte auch die Hinweise der Abteilung für Beratung und Zulassung ausländischer Studierender.

Das Studium des Bachelorstudiengangs Soziologie findet in deutscher Sprache statt.

Lehrveranstaltungen, Studien- und Prüfungsleistungen können nach Wahl der Dozierenden auch in englischer Sprache abgehalten werden. Um die ganze Breite des Studienangebots nutzen zu können, werden den Studierenden daher englische Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 gemäß des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen empfohlen. Bei Teilnahme an englischsprachigen Lehrveranstaltungen, Studien- und Prüfungsleistungen wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende englische Sprachkenntnisse verfügen, ohne dass ein gesonderter Sprachnachweis gefordert ist. Auch ein großer Teil der Fachliteratur ist in englischer Sprache verfasst.

Zum Bachelor-Hauptfach Soziologie muss ein weiteres Bachelor-Nebenfach kombiniert werden. Als Nebenfächer im Bachelorstudiengang Soziologie können folgende Fächer der Universität Tübingen gewählt werden:

  • der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät: Empirische Kulturwissenschaft (EKW), Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre;
  • in der Juristischen Fakultät: Öffentliches Recht, Strafrecht, Zivilrecht;
  • in der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät: Geographie;
  • in der Philosophischen Fakultät: alle eingerichteten B.A.-Nebenfächer der früheren Fakultät für Kulturwissenschaften, Geschichte, Allgemeine Rhetorik, Allgemeine Sprachwissenschaft, Anglistik/Amerikanistik, Computerlinguistik, Germanistik, Internationale Literaturen, Medienwissenschaft, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Skandinavistik, Slavistik;
  • weitere Nebenfächer können auf Antrag und mit Zustimmung der jeweils anderen Fakultät genehmigt werden.

Details zum Studiengang

Die Soziologie ist eine empirisch analytische Wissenschaft, die das Zusammenleben von Menschen in Gemeinschaft und Gesellschaft erforscht. Mit ihrer Hilfe können wir gesellschaftliche Prozesse beschreiben, verstehen und erklären. Soziologinnen und Soziologen untersuchen Sinn, Regeln, Strukturen und Funktionen sozialen Handelns ebenso wie den Wandel, dem Handeln und Strukturen unterliegen. Zentrale Fragen der Soziologie sind: Wie entsteht soziales Handeln? Wie entsteht soziale Ungleichheit? Wie entstehen Armut und Reichtum? Was sind soziale Institutionen, wie entstehen sie und was hält sie am Laufen? Was hat soziale Herkunft mit Bildung zu tun? Wie gehen Gesellschaften mit Migration um? Was sind Männer und Frauen – und gibt es tatsächlich nur zwei Geschlechter? Im Bachelorstudium Soziologie lernen Sie, solche Fragen mit Hilfe verschiedener Theorien und Methoden zu beantworten.
Im Unterschied zur Politikwissenschaft, die sich analytisch und programmatisch auf das Teilsystem des Politischen beschränkt, und der Erziehungswissenschaft (einschließlich der Sozialarbeit), die es mit dem Teilsystem von Bildung und erzieherischer Intervention zu tun hat, gilt der Blick der Soziologie insgesamt den Grundlagen und den unterschiedlichen empirischen Erscheinungsformen von Sozialität in Gesellschaften und über Einzelgesellschaften hinaus.

Das Institut für Soziologie der Universität Tübingen wurde vor rund 50 Jahren von Ralf Dahrendorf begründet und hat sich seither zu einem modernen Zentrum soziologischen Lehrens und Forschens entwickelt. Neben dem exzellenten Lehrangebot bietet es eine umfangreiche Fachbibliothek, einen großen PC-Pool und ein Surveylab (Cati-Labor), in dem computergestützte Telefon- und Internetbefragungen durchgeführt werden. Mit Präsentationsmedien gut ausgestattete Lehrveranstaltungsräume unterstützen eine zeitgemäße Lehre auf hohem Niveau. Ein umfangreiches Tutorenprogramm schafft optimale Betreuungsrelationen für Studierende. Durch zahlreiche Projekte sind die Lehrstühle des Instituts an aktueller Forschung beteiligt und international vernetzt. Die zentrale Lage direkt neben Bibliothek und Mensa ermöglichen ein Studium mit „Campus-Feeling“.

Im Kern steht eine fundierte Ausbildung in soziologischen Theorien, der Sozialstruktur Deutschlands und qualitativen wie quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung (inkl. Statistik), die im weiteren Verlauf praktisch vertieft werden. Nach dem Grundstudium in den ersten drei Fachsemestern können die Studierenden eigene Schwerpunkte setzen. Mit seinen vier Arbeitsbereichen deckt das Institut ein breites Spektrum soziologischer Lehre und Forschung ab:

  • Migration, Bildung und Lebensverlauf
  • Gender – Körper – Wissen
  • Soziale Ungleichheit und Institutionen
  • Qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung

Ergänzt wird das Lehrangebot durch Schlüsselqualifikationsveranstaltungen (z.B. Datenverarbeitungssoftware, Englisch für Soziologinnen, Bewerbungscoaching). Im Bachelor-Hauptfach Soziologie ist außerdem ein mindestens sechswöchiges Berufspraktikum vorgesehen. Nach sechs Semestern Regelstudienzeit wird das Studium mit einer eigenständigen Bachelorarbeit abgeschlossen. Im Bachelor-Hauptfach Soziologie müssen 120 ECTS erworben werden.

Der Studienplan ist im Modulhandbuch des Studienganges abgebildet. Das Modulhandbuch können Sie hier downloaden.
Alle relevanten Informationen zur Zusammenstellung des Stundenplans erhalten die Studierenden zu Beginn des jeweiligen Wintersemesters auf der Webseite für Studieninteressierte des Instituts für Soziologie sowie in der Einführungsveranstaltung zum Studienbeginn.

Freiwilliger Auslandsaufenthalt
In jedem Studiengang ist ein freiwilliger Auslandsaufenthalt möglich. Mit der Planung sollte ca. ein bis eineinhalb Jahre vor der Abreise begonnen werden. 
Weitere Informationen und Beratung zum Auslandsstudium finden Sie auf der fachübergreifenden Seite Wege ins Ausland. Zudem bieten einige Fächer auch eigene Informationen zu Auslandsaufenthalten an. 

Das Modulhandbuch beschreibt die Ziele und den Aufbau eines Studiengangs. Sie finden im Modulhandbuch genauere Angaben zu Art und Umfang aller Module sowie deren Lehrveranstaltungen, Anforderungen und Prüfungen. Ein idealtypischer Studienverlaufsplan im Modulhandbuch hilft bei der Planung Ihres Studiums. Das Modulhandbuch und die Prüfungsordnung helfen Ihnen, die Rahmenbedingungen Ihres Studiums zu verstehen und die richtigen Module/Lehrveranstaltungen auszuwählen.
Hier können Sie das Modulhandbuch downloaden.

Die Studien- und Prüfungsordnung enthält rechtlich verbindliche Regelungen zu einem Studiengang. Darin ist unter anderem festgelegt, welche Module eines Studiengangs absolviert und welche Prüfungen abgelegt werden müssen, um den Studiengang erfolgreich abzuschließen. Die Studien- und Prüfungsordnung regelt auch, wie oft Prüfungen wiederholt werden können, welche Fristen für die Prüfungen eines Studiengangs gelten und wie die Abschlussnote berechnet wird. Die Prüfungsordnung und das Modulhandbuch helfen Ihnen, die Rahmenbedingungen Ihres Studiums zu verstehen und die richtigen Module/Lehrveranstaltungen auszuwählen.
Hier können Sie die Studien- und Prüfungsordnung downloaden.

Entscheidungshilfe bei der Studienwahl

Entscheidungshilfen für ein Erststudium

Die Universität Tübingen bietet einen Online-Studienwahltest an. Anhand verschiedener Tests und Fragebögen können Sie überprüfen, welche Studiengänge der Universität Tübingen zu Ihnen passen.  

Die Universität bietet darüber hinaus weitere Hilfen zur Entscheidungsfindung an. Dazu gehören z.B. der Besuch von Lehrveranstaltungen, Orientierungsveranstaltungen zu Studienwahlthemen sowie verschiedene Beratungsangebote. Weitere Hinweise finden Sie auf den Seiten für Studieninteressierte.

Entscheidungshilfen für Masterstudiengänge

Bei der Studienwahlentscheidung für die Masterstudiengänge spielen Spezialisierung, Schwerpunktsetzung und forschungs- sowie berufsbezogene Kriterien eine Rolle. Für Interessierte an Masterstudiengängen gibt es eine Vielzahl an Orientierungshilfen wie z.B. den Besuch von Lehrveranstaltungen und spezielle Beratungs- sowie Informationsangebote (z.B. Zentrale Studienberatung, Studienfachberatung, Career Service). Nähere Informationen finden Sie unter Beratung und Information.

Nach dem Studium

Die im Studium erworbenen analytischen, methodischen und berufsfeldbezogenen Kompetenzen erschließen zahlreiche Berufsfelder:

  • Forschung und Lehre, Bildung
    • Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Fachhochschulen, Erwachsenen- und Weiterbildung
  • Statistik und Marktforschung
    • Statistische Ämter, Marktforschungsinstitute, Marktforschungsabteilungen in Unternehmen, Gesundheitswesen (z.B. Krankenkassen)
  • Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Personalwesen, Organisation
    • Wirtschaftsunternehmen, Marketing-, PR- und Personalagenturen, Öffentliche Verwaltung, sonstige Organisationen (z.B. NGO´s, Stiftungen)
  • Referent*innentätigkeit, Sozialplanung, Stadt- und Regionalplanung (Öffentliche Verwaltung)
    • Bundes- und Landesministerien, Internationale Organisationen, Kommunalverwaltungen, mittelbare Verwaltungen (z.B. Arbeitsagentur)
  • Journalismus
    • Nachrichten- und Presseagenturen, Zeitungen und Zeitschriften, Radio und Fernsehen, Onlineredaktionen
  • Beratung
    • Wirtschaftsunternehmen, Öffentliche Verwaltung, sonstige Organisationen (z.B. Parteien, Gewerkschaften), Selbstständigkeit

Bei der Berufsorientierung werden Sie durch verschiedene Veranstaltungen, wie Berufspodien mit Alumni, und individuelle Beratung am Institut für Soziologie unterstützt.
Weitere Informationen werden auf der Institutshomepage der Soziologie unter Studieninteressierte/Berufsperspektiven bereitgestellt.

Beratung und Praktika
Der Career Service der Universität berät bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg. Praktika und Jobs finden Sie im Praxisportal.

Das Institut für Soziologie bietet drei konsekutive Masterstudiengänge mit vier Semestern Regelstudienzeit an:

 Alle Studiengänge