Die Höhlen der Schwäbischen Alb waren über Jahrtausende hinweg Lebensräume für Menschen und Tiere. Doch welche Spuren dieser Nutzung haben sich im Boden erhalten?
Die Ausstellung Dirty Science zeigt, wie Höhlensedimente zu wertvollen Archiven der Vergangenheit werden. Forschende des Leibniz-Wissenschafts Campus Geogenomic Archaeology Campus Tübingen (GACT) geben Einblicke in aktuelle naturwissenschaftliche Forschung. Im Fokus stehen mikroskopische Knochenreste, Pollen, chemische Signaturen und insbesondere alte DNA, die Rückschlüsse auf frühere Lebenswelten ermöglichen.
Am Beispiel der UNESCO-Welterbestätte Hohle Fels bei Schelklingen wird deutlich, wie sich seit der Altsteinzeit Spuren von Menschen, Tieren und Umwelt im Sediment ablagern. Auch unscheinbare Überreste – etwa zersetzte Tierknochen – liefern wichtige Informationen über Ernährung, Ökosysteme und klimatische Veränderungen.
Die Ausstellung verbindet Forschung und Vermittlung: Interaktive Stationen sowie eine gestaltete Höhlenumgebung, insbesondere für Kinder, laden dazu ein, selbst Spuren zu entdecken und wissenschaftliche Methoden kennenzulernen.
Öffnungszeiten: Mi–So 10–17 Uhr, Do 10–19 Uhr
Laufzeit: 17. April 2026 – 29. November 2026
Ort: MUT, Schlosslabor, Burgsteige 11, Schloss Hohentübingen
Eintritt: frei