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30.07.2020

5 Millionen Euro für Tübinger Projekt „Impfkraft“

BMWi stockt Fördermittel auf – Altmaier: Start-ups können wichtigen Beitrag im weltweiten Kampf gegen COVID-19 leisten

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stockt die Mittel für das Projekt „Impfkraft“ der Universität Tübingen um 5 Millionen Euro auf. Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat sich das Vorhaben vollständig auf die Entwicklung eines umfassend wirksamen Impfstoffs gegen die neuartigen Corona-Viren konzentriert und dabei beachtliche Fortschritte erzielt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die Bekämpfung der Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen hat für mich oberste Priorität. Gerade innovative Start-ups aus Deutschland können einen wichtigen Beitrag im weltweiten Kampf gegen COVID-19 liefern. Die Welt wird mehr als einen Impfstoffkandidaten brauchen, um das Virus zu besiegen.“

Als Ausgründung aus der Abteilung Immunologie der Universität Tübingen und des Universitätsklinikums Tübingen ist bereits das EXIST-Start-up Prime Vector Technologies (PVT) entstanden, das sich um Fertigstellung, Zulassung und die Markteinführung des Impfstoffs bemühen wird. Insbesondere die Daten der präklinischen Versuche und die Identifizierung von insgesamt neun Impfstoffkandidaten mit hervorragenden Antikörperresultaten überzeugten die unabhängige Expertenjury des EXIST-Forschungstransfer Förderprogramms. Im Rahmen der Entwicklung werden in Kürze weiterführende Versuche durchgeführt.

Auch eine erste Prüfung des für die Zulassung zuständigen Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat die positiven Ergebnisse bestätigt. Das Start-up PVT ist daher bereits in Verhandlungen mit weiteren Partnern, um eine schnelle Impfstoffproduktion zu organisieren und zugleich internationale Kooperationspartner für die anschließenden klinischen Tests zu gewinnen. Es wird dabei vom German Accelerator des BMWi unterstützt. Eine Testung auch außerhalb von Deutschland ist wichtig, um die globale Wirksamkeit und Effizienz des Impfstoffs prüfen zu können und schnell in eine globale Massenproduktion einzusteigen.

Pressemitteilung des BMWi

Kontakt

Dr. rer. nat. Ralf Amann
Abteilung Immunologie
Auf der Morgenstelle 15
D-72076 Tübingen
+49 7071 29-87614
Ralf.Amannspam prevention@ifiz.uni-tuebingen.de
http://www.immunology-tuebingen.de

Weitere Informationen

Interview mit Dr. Ralf Amann (16. April 2020)

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