Uni-Tübingen

Projektbereich A „Praktiken“

Projektbereich A „Praktiken“ versammelt Teilprojekte, deren Untersuchungsgegenstände – gemäß dem Verständnis von praxis als Handeln – in besonders intensiver Weise in konkrete historische Alltags- und Lebenswelten bzw. übergreifende soziokulturelle Zusammenhänge und Handlungsvollzüge eingelassen sind. Ihre reflexiven Voraussetzungen erscheinen daher oftmals wenig markiert. Insofern tritt in Projektbereich A im Sinn des praxeologischen Modells die heterologische gegenüber der autologischen Dimension stärker hervor. Gleichzeitig ist die soziokulturelle Ausdehnung, Reichweite und Visibilität der Phänomene in diesem Projektbereich besonders ausgeprägt. Soziale Funktion und artistische Performanz verflechten sich dabei an oft unerwarteten Orten soziokultureller Materialisationen. Die Projekte dieses Bereichs machen es sich zur Aufgabe, gerade jene ästhetischen Einschreibungen alltagsweltlicher Vollzüge zu beleuchten, die die systematische Ästhetiktheorie ebenso vernachlässigt hat wie eine auf Sub-Ästhetisches fokussierte Forschung zum ‚material turn‘.

A1: Ästhetik der Präsenz und soziopolitische Kommunikation im archaischen und klassischen Griechenland (7.–4. Jh. v. Chr.)

Prof. Dr. Sebastian Schmidt-Hofner / Prof. Dr. Richard Posamentir

A2: ‚Andere‘ Ästhetik antiker Wirtschaftsräume in der späten Republik und frühen Kaiserzeit

Prof. Dr. Johannes Lipps

A3: Purismus – Diskurse und Praktiken der Sprachreinheit

Prof. Dr. Sarah Dessì Schmid / Prof. Dr. Jörg Robert

A4: Bade- und Kurmusik in der Frühen Neuzeit

Prof. Dr. Thomas Schipperges

A5: Die Pragmaästhetik der frühneuzeitlichen Epideiktik im 18. Jahrhundert

Prof. Dr. Dietmar Till