Uni-Tübingen

Projektbereich B „Manifestationen“

Projektbereich B „Manifestationen“ umfasst ein Projektensemble, das ästhetische Reflexions­figuren, gebunden an konkrete ästhetische Akte und Artefakte, in der Regel leichter ausweisen kann als Projektbereich A. Verfolgt werden hier kleinere reflexiv gestaltete Einheiten, deren Potential zur Konzeptbildung keineswegs gesichert ist. Diese sich allererst tentativ abzeichnenden Manifestationen ästhetischer Reflexion können programmatisches Potential besitzen, treten oftmals jedoch lediglich in experimentellen und vorsichtigen Anspielungen zutage. Im Zentrum stehen hier somit ‚Indizien‘ und ‚Spuren‘ ästhetischer Reflexion, die zunächst flüchtig und randständig erscheinen, sich auch einmal verfestigen und zu prononciert ausgestellten bildrhetorischen oder poetologischen Aussagen werden können, aber nicht müssen. Weil diese ‚Indizien‘ gleichsam um ihren Status ringen, ist es hier besonders reizvoll zu analysieren, in welcher Weise und Relation Rechtfertigungspotentiale der autologischen und / oder heterologischen Dimension aufgegriffen werden.

B1: ars et natura: Plinius’ kunstreflexive Mikronarrative im Kontext der Naturalis Historia

Prof. Dr. Anja Wolkenhauer

B2: Einprägende Bilder. Die Ästhetik(en) von Münzen in der römischen Kaiserzeit

Prof. Dr. Stefan Krmnicek

B3: Semantiken des Ästhetischen in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters

Prof. Dr. Manuel Braun / Prof. Dr. Annette Gerok-Reiter

B4: Handelnde Personifikationen als ästhetische Reflexionsfigur in der Literatur und Kunst des Mittelalters

PD Dr. Sandra Linden / Dr. Daniela Wagner

B5: Narrative (Selbst-) Reflexion in den Isländersagas

Prof. Dr. Stefanie Gropper

B6: Merkmale ästhetischer Reflexionsfiguren: Systematische Annotation und quantitative Analyse

Dr. Nils Reiter / Prof. Dr. Angelika Zirker